News & Rumors: 18. August 2011,

Driver: San Francisco – Demo angespielt, Tanner muss nicht in die Psychiatrie

Heute ist die Multiplayer-Demo erschienen zu Driver: San Francisco, das Ubisoft als das Driver, das die Fans schon immer haben wollten ankündigte. Wir haben uns allerdings schon letzte Woche die Singleplayer-Demo auf der Xbox 360 angespielt und sagen euch, ob sie Lust auf mehr macht.

Es
war einmal vor langer, langer Zeit, da entwickelte Reflections Interactive ein
Spiel, das viele als ein Light-GTA in 3D gesehen haben: Driver. Das Spiel war
vergleichsweise simpel: In einer von vier nachgebauten Städten muss Protagonist
Tanner in seiner Funktion als Undercover-Polizist in vorgegebener Zeit von A nach
B kommen und dabei Missionen erfüllen. Der namengebende Sachverhalt ist jener,
dass Tanner ein besonders begabter Autofahrer ist. Was folgte, waren diverse Ableger,
die sich allesamt selbst mehr oder weniger in den Schatten von der inzwischen
in 3D erschienenen GTA-Serie stellten – was natürlich schief ging. Doch dann kam
die GamesCom 2010 und Ubisoft kündigte, wie so oft, an, dass mit dem
nächsten Teil alles besser wird und man sich zurück zu den Wurzeln bewege.

Driver San Fracisco die Demo getestet

Kein GTA, sondern ein Driver

Man
kauft der Demo von Driver durchaus ab, dass sie gar nicht erst versucht, aus
Wasser Wein zu machen. Driver: San Francisco fühlt sich, zumindest in den drei
spielbaren Missionen, an, wie eine gelungene Weiterentwicklung des Ur-Teils.
Doch nicht alles ist so geblieben, wie es war. Nach einer Nahtoderfahrung
gelingt es Tanner nun, sich in die Körper beliebiger NPCs in der Spielwelt zu
versetzen und deren Kontrolle zu übernehmen. Dieses Feature heißt im Spiel
“Shift”.

In
der ersten Mission, “Beweise es”, müsst ihr eurem Partner Jones
beweisen, dass ihr das wirklich könnt, denn jener glaubt es euch nicht und
will euch am liebsten in die Klapsmühle bringen. Daher muss ein Raser gestoppt
werden und zwar mit allerlei kuriosen Methoden; im Grunde muss er sich sogar
selbst stoppen. Zunächst sollt ihr aber einen Auto-Transporter als
Sprungschanze missbrauchen. Danach ein Polizeiauto rammen und die Cops
abschütteln, und euch schließlich selbst stellen, indem ihr euch an einen
Abschleppwagen hängt. Danach shiftet das Spiel selbstständig zurück in den
Dodge Challenger von Tanner und Jones ist nach wie vor sprachlos, aber
zufrieden.

Das
Schnellshiften kommt in der Mission “Teamfarben” zum Einsatz. Dort
geht es um ein Straßenrennen, bei dem Tanner einem Vater-Tochter-Rennduo zum
Doppelsieg verhelfen will. Mit Druck auf RB könnt ihr, ohne die Auswahl der
NPCs, in den jeweils anderen Fahrer shiften. Die dritte Mission heißt
“Aussteiger”. Tanner versucht hier, einen Noname zu pushen und ihn
als Fahrer zu etablieren.

Zurück zu alten Tugenden

… und
das in zweierlei Hinsicht: Nicht nur fühlen sich die drei spielbaren Missionen
in der Demo von Driver: San Francisco an wie ein ordentliches Driver der alten
Schule, auch technisch hat man sich auf die Grundsätze der
“Next-Gen-Konsolen” gestürzt. Die Grafik ist insgesamt stimmig und
gut gelungen, vor allem aber begeistert die Framerate, die während aller drei
Missionen bei konstanten 60 Bildern pro Sekunde lief. Die Cut-Scenes sehen
dabei richtig toll aus. Leider zeigen sie auch, wo die Grenzen der aktuellen
Konsolengeneration liegen, wenn sie aus der Spiele-Engine entstammen. Wir haben
uns die Xbox-360-Version der Demo für euch angesehen.

Driver San Fracisco die Demo getestet

Was uns erwartet

Nach
jeder Mission verspricht ein Billboard, dass die fertige Version
“demnächst” mit über 200 Missionen auf die Gunst der Spieler wartet.
Darin sind über 120 lizenzierte Autos zu sehen (und mit der Shift-Funktion auch
zu fahren) auf mehr als 340 Kilometer in San Francisco. Dazu verspricht Ubisoft
19 Multiplayer-Modi mit Koop- und Ranglistenherausforderungen.

Erster Eindruck

Der
erste Eindruck fällt äußerst positiv aus. Der Auszug der Atmosphäre ist
durchaus cool, die Shift-Funktion ist interessant und Tanner darf endlich
wieder Tanner sein. Wenn Ubisoft die Versprechen halten kann, erwartet uns ein
toller Action-Racer, der mit kinoreifen Zwischensequenzen einiges zu bieten
haben könnte. Auch technisch sind wir positiv überrascht worden: Die gute
Grafik und die konstante Framerate zeigen, dass Ubisoft mit Driver: San
Francisco auf keinen Fall etwas anbrennen lassen will. Bleibt nur noch zu
hoffen, dass die Story hinreichend spannend, und die Missionen abwechslungsreich
genug sind, um den Spieler über die Distanz zu motivieren. Die Demo allerdings
macht ihre Sache richtig gut und macht Bock auf mehr. Auf viel mehr. Und seit heute gibt es dann ja auch den Multiplayer zum Probespielen.



Driver: San Francisco – Demo angespielt, Tanner muss nicht in die Psychiatrie
4 (80%) 20 Bewertungen

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