News & Rumors: 24. August 2011,

WAKFU – Im Test: 1000 Jahre später

Nachdem wir letztes Jahr bereits den MMORPG-Knüller Dofus antesten durften, haben wir von unserem diesjährigen Treffen auf der GamesCom mit den kreativen Köpfen von Ankama einen neuen Titel für euch mitgebracht: Wakfu. Wir haben uns in die namensgebende Welt begeben und liefern euch die wichtigsten Infos, wie gewohnt, in Form eines Reviews!

1000 Jahre sind nach den Ereignissen in Dofus vergangen: In dem Streben nach den sechs mächtigen Dracheneiern, den Dofus, ging der Oger Ogrest als Sieger hervor und erlangte dadurch größte Macht. Infolge einer unerwiderten Liebe missbrauchte dieser jedoch seine Kräfte und zerlegte die Welt der Zwölf in ihre Einzelteile. Die Welt von Wakfu besteht daher aus vielen kleinen Inseln in einem weiten Ozean und es liegt an den Spielern aktiv zu werden und die Welt in die richtigen Bahnen zu lenken.

Do it yourself!

Im Gegensatz zu den meisten MMORPG ist dies allerdings nicht nur so daher gesagt: Das Konzept von Wakfu sieht vor, den Spieler zu einem elementaren Bestandteil des Ökosystems zu machen und ihn auf dieses direkt einwirken zu lassen. Dies geschieht auf verschiedene Arten und Weisen, aber in erster Linie indem ihr euren Charakter verschiedene Berufe erlernen lasst und diese ausführt. Während ihr beispielsweise als Förster die Flora und indirekt dadurch auch die Fauna kontrolliert, könnt ihr als Trapper direkt in letztere eingreifen und die Bewohner des Ökosystems selbst bestimmen. Jede eurer Aktionen hat direkten Einfluss auf die Vegetation eines Gebiets: So bevorzugen untote Kreaturen verfallene Einöden, während sich göttliche Kreaturen nur in einem grünen Paradies wohlfühlen.

Dass es in einer derart versprengten Welt auch in Sachen Politik drunter und drüber geht, dürfte hier niemanden überraschen. Was Wakfu dabei allerdings von anderen Online-Rollenspielen unterscheidet, ist die Möglichkeit selbst engagiert daran mitzuwirken. Es steht dem Spieler offen, sich einer von momentan noch zwei Nationen anzuschließen und dort in der Karriereleiter aufzusteigen. Durch geschickten Wahlkampf ist es sogar möglich an die Spitze zu gelangen, was mit einigen Privilegien belohnt wird. Als einziger Spieler ist man dann in der Lage die Spielregeln festzulegen und seinen Stab an Mitarbeitern zu bestimmen. Allerdings sollte man dabei aufpassen, dass man seine Macht nicht allzu sehr missbraucht, denn die Community ist in der Lage den Herrscher jederzeit vom Thron zu stürzen.

Simpel und gut!

In Sachen Kampf- und Klassensystem ähnelt das Spiel sehr stark seinem Vorgänger. Ihr habt die Auswahl aus momentan 8 verschiedenen Klassen, die bereits aus Dofus bekannt sein dürften. Jede von ihnen verfügt dabei über ganz eigene Fähigkeiten und Angriffe, angefangen bei den heilenden Enripsas, bis hin zu den Anhängern Xélors, die in der Lage sind, die Zeit zu manipulieren. Die Unterschiede zwischen den Klassen sind dabei sogar ziemlich groß und spielen sich auf niedrigen Levels schon sehr eigen.

Gekämpft wird in rundenbasierten Kämpfen, bei denen ihr euren Charakter auf dem Spielfeld platziert und dann gemäß der Anzahl eurer Bewegungs- und Fähigkeitspunkte agiert. Dies funktioniert intuitiv, wobei schnelle Eingaben sogar mit Boni belohnt werden, und die Kampfgeschwindigkeit so trotzdem recht hoch halten.

Bewährtes in neuem Gewand!

Auch in Punkto Grafik erinnert das Game stark an Dofus. Die bunte Manga-Optik des Vorgängers wurde größtenteils beibehalten. Jedoch wurde das Charakterdesign allgemein ein wenig angepasst: Während in Dofus noch die Abenteuerlust im Vordergrund stand, sind die verschiedenen Völker nun von den Strapazen sichtlich gezeichnet und wirken wesentlich weniger kindisch. Gerade für Spieler die deswegen ein wenig abgeschreckt waren, dürfte das Spiel damit einen Versuch wert sein.

Fazit

Die Anzahl an MMORPG da draußen wächst und wächst, doch selten gibt es noch kleine Juwelen dazwischen, die dazu noch kostenlos sind. Eines dieser Juwelen ist Wakfu: Selbst als erklärter “Offline-Gamer” hat mir dieses Spiel dermaßen viel Spaß bereitet, dass ich wohl auch nach Abschluss des Tests noch ein wenig Zeit in der bunten und absolut witzigen Welt von Wakfu verbringen werde! Für Fans schrägen Humors und von feinen Kampfsystemen absolut empfehlenswert!



WAKFU – Im Test: 1000 Jahre später
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