News & Rumors: 12. September 2011,

Test: Minecraft

Minecraft
Minecraft - Screenshot

Ein Spiel, dessen Grafik einem Game-Boy-Spiel aus den 90er Jahren gleicht, hat auf den ersten Blick wenig Erfolg in der heutigen Zeit – oder etwa nicht? Was Mojangs Kreation Minecraft taugt, haben wir für Euch getestet und teilen Euch unsere Eindrücke in dieser Review mit.

Man startet bei Minecraft inmitten einer wundervollen Inselidylle. Die Sonne strahlt als hätte sie van Gogh gemalt, der Himmel ist blau und man weiß direkt: Diese eine Liebe wird nie vorübergehen. Wie war der Hinweis noch gleich? Nachts wird es dunkel und man sollte zu dieser Zeit besser nicht mehr unter freiem Himmel sein. Da wird wohl nichts dran sein. Schließlich bietet das Inselparadies neben strahlend blauem Wasser auch noch schier unendliche Sandstrände, Berge so hoch wie der Olymp, süße rosa Schweine, weiße Schafe und sogar mehr oder weniger zahme Wölfe. Statt wie empfohlen Schutz in einer Höhle zu suchen, läuft man kreuz und quer über die Insel und bewundert die Fauna und Flora des Archipels, schließlich gibt es ja mehr als nur eine Insel.

Es kommt, wie es kommen musste: Kaum ist man halb über die Insel, dämmert es sehr schnell und sieh an: die Sonne ist weg und da sind Zombies, gruselige Spinnen und andere wilde Tiere. Hätte man doch nur eine Hütte. Doch wie anfangen auf diesem lebensfeindlichem Eiland? Alles beginnt mit einem Baum. Oder vielmehr einem Block Holz…

Ungeahnte Heimwerkertalente

Spielend leicht schafft selbst der unbegabteste Handwerker in Minecraft die Konstruktion einer Tür, einer Kiste, eines Betts und noch besser eines ganzen Hauses. Dieses kann man bequem an das Schienen- und Lorensystem seiner privaten Mine anschließen.

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Mit einfachem Links- bzw. Rechtsklick baut die Spielfigur verschiedene Rohstoffe ab, greift fiese Nachtkreaturen an, platziert Rohstoffblöcke oder selbstgebaute Gegenstände. Zur Fortbewegung gibt es die typische WASD-Tastenkombination und die Leertaste, die dem Springen dient. Wem das alles nicht reicht, der kann über verschiedene Hotkeys wichtige Funktionen wie das Inventar aufrufen.

Chuck Norris könnte es nicht besser machen

Ein wenig hiervon, ein bisschen davon und fertig ist das hauseigene Bett bzw. der Hochofen, der nicht nur aus Kohle und Eisenerz Stahl verhüttet, sondern auch aus Sand Glas herstellt. Wie das alles geht? Das weiß niemand, außer der Wiki-Seite des Spiels genau. Aber am besten probiert man einfach alles aus. So wird aus denselben Materialien in anderer Anordnung mit einem Teil mehr oder weniger einmal eine Axt, ein anderes Mal eine Sense und so weiter. Einfach mit der Maus zu portionieren sind dabei die entsprechenden Rohstoffmengen. Gewerkelt wird im Inventar, oder an der dort hergestellten Werkbank in den eigenen sicheren vier Wänden. Nebst Eisen und Kohle gibt es noch Holz, Stein, Lehm, Sand, Gold und viele andere Rohstoffe zu erwerben.

Wie die Grafik, so der Sound

Es kann unheimlich still auf einer einsamen Insel werden. Auch wenn das Genie Ruhe zum Nachdenken über seine neuen Kreationen benötigt, so ist es doch sehr schade, dass man in Minecraft größtenteils auf musikalische Hinterlegungen verzichten muss, und oft das Geräusch einer auf Steine treffenden Spitzhacke das einzige ist, das man zudem stundenlang hört. So wie die Grafik des Spiels aussieht, so klingt eben der Sound. Leider ein kleines Manko in der noch nicht finalen Spielversion.

Fazit: Mal was anderes

Man darf sich bei Minecraft nicht von der einfachen Grafik abschrecken lassen. Selbst wenn es gut eine halbe Stunde dauert, sich im Spiel zurecht zu finden, und auch wenn man vielleicht ein paar weitere Stunden benötigt, um mehr Möglichkeiten und Kuriositäten im Spiel zu erproben, so ist die investierte Zeit es definitiv wert. In keinem anderen Spiel kann man so kreativ sein, und ist so wenig eingeschränkt, wie in Minecraft. Von der einfachen Mine, über ein Blockhaus, bis hin zur nachgebauten „Enterprise“ sind dem Spieler in diesem unglaublichen Spiel keine Grenzen gesetzt.

Gerade für den geringen Preis von knapp 15 Euro (während der Beta-Phase) beziehungsweise 20 Euro bei Release lohnt sich die Investition für freie Zeit. Mit viel Langzeitmotivation, und der Möglichkeit seinen Freunden die eigenen Kreationen zu präsentieren, ist Minecraft das WoW der Aufbauspiele; und das Genre sollte in diesem Fall wörtlich genommen werden. Wem das alleinige Erbauen keinen Spaß bereitet, der kann im Multiplayer weltweit mit anderen Tüftlern an einem Projekt arbeiten.

Punktet das Spiel also nicht mit seiner Grafik, so lassen Steuerung, Atmosphäre und Spielspaß seine Wertung in ungeahnte Höhen schießen! Ein einfach geniales Lego-Konzept für den PC, Mac und auch auf Linux-Rechnern.



Test: Minecraft
4.44 (88.89%) 9 Bewertungen

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Wertung

7/10
fördert Kreativität
viel zu entdecken
unendliche Spielwelt
Soundkulisse sehr spartanisch
repetitives Gameplay

Zuletzt kommentiert






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