News & Rumors: 7. January 2012,

Test: Bau-Simulator 2012

Bau-Simulator 2012
Bau-Simulator 2012 - Screenshot

Publisher astragon veröffentlichte im November des Vorjahres ein weiteres Spiel aus dem Simulationsgenre. Der Bau-Simulator 2012 präsentiert die Fortsetzung der Bau-Simulator-Reihe und lädt den Spieler ein, sein Können als Bauarbeiter unter Beweis zu stellen. Wie realistisch die Simulation, und ob sie stabil ist haben wir für Euch getestet. Das Ergebnis könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Kaffee trinken, Schnittchen essen, auf Gerüsten sitzen – das sind Klischees, die nicht zur Geltung kommen im Bau-Simulator 2012. Statt faulem Rumsitzen gilt es anzupacken und gleich zu Beginn den LKW zur Baustelle zu fahren und wider Erwarten jetzt das Fahrzeug zu wechseln und mit dem kleinen Bagger das Fundament der Zukünftigen Garage auszuheben. Doch das gestaltet sich nicht so einfach, wie erwartet. Glücklicherweise gibt es die allseits präsente Hilfeleiste am rechten Bildschirmrand, die neben der Zeitanzeige immer über den aktuellen Fortschritt berichtet und nützliche Tipps bereithält. Ist das Fundament ausgehoben, wartet man erneut auf einen Plausch mit dem Kollegen, der jedoch ausbleibt und der nächsten Aufgabe weicht.

Ein großer Fuhrpark

Neben dem kleinen Bagger und dem LKW gibt es noch etliche weitere Fahrzeugtypen, die zum Fahren einladen. So darf man sich über einen großen Bagger freuen, mit dem das Ausheben gleich doppelt so schnell geht. Und wem das ganze zu bodengebunden ist, dem steht es frei einen Teleskopkran zu steuern und damit Garagenwände vom Tieflader zur Baustelle zu manövrieren. Zu abgehoben? Dann nichts wie rein in die Planierraupe und schon wird der Untergrund ein wenig platter gemacht. Doch nicht immer befindet man sich im drolligen Neubaugebiet. Je nach Auftrag gilt es auch im Hafenviertel seine Arbeiten zu verrichten.

“Mach das Radio an und dreh richtig laut auf”

Das eingebaute Radio, dessen Nutzung der Chef uns auf der Arbeit erlaubt, ist kein Segen, sondern eher ein Fluch. Beruhigend wirkt vielmehr die Stille neben den Maschinengeräuschen, die nicht ablenkt und nicht dafür sorgt, dass man mit der schwierigen Steuerung die Baggerschaufel einen halben Meter zu weit neben dem Laster ausleert. Wer Musik hören möchte, und kein Fan von einschläfernden Rock-Gitarren-Klängen ist, sollte lieber seine eigenen Klänge mit einem externen Player wiedergeben.

Grafisch punktet der Bausimulator ebenfalls nicht überdurchschnittlich. Zwar schafft die 3D-Grafik es, das Spiel einigermaßen realistisch darzustellen, dennoch fehlt der genaue Feinschliff, der aus einer Kombination aus Physik-Engine und Optik besteht, um eine wirkliche Versink-Atmosphäre zu schaffen. Nach dem Ganz-oder-Gar-Nicht-Prinzip hätte man entweder mehr Nicht-Spieler-Objekte, wie Verkehrsteilnehmer, implementieren sollen, oder diese ganz außen vorlassen sollen.

Fazit: Für den Kindertraum reicht es alle Male…

Ob für den Hobbyhandwerker, der schon lange einmal mehr bauen wollte, als nur eine Gartenhütte, oder für den Spieler, der in der Kindheit immer einmal Bagger fahren wollte: Der Bau-Simulator 2012 bietet gerade wegen seiner komplexen Steuerung und trotz seiner fehlenden Atmosphäre eine gute Lösung für all jene, die schon immer etwas selbst bauen wollten, oder einmal einen großen Bagger bzw. Kran steuern. Definitiv simuliert das Spiel sämtliche Baufahrzeuge auf hohem Niveau, wobei leider das Feeling ein wenig auf der Strecke bleibt; aber mal ehrlich: Wer will schon Feeling, wenn man seinen eigenen Betonmischer bedienen kann? Mit dem Bau-Simulator 2012 hat astragon ein weiteres Simulationsspiel veröffentlicht, das so manchem Hobby-Bastler seine Wünsche erfüllen kann.



Test: Bau-Simulator 2012
3.93 (78.57%) 14 Bewertungen

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Wertung

6/10
einschläfernder Soundtrack
schwere Steuerung

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