News & Rumors: 20. April 2012,

Prototype 2

P2-RadNetCover

Wir untersuchen, in welchen Bereichen das Open-World-Actionspiel von Radical Entertainment überzeugen kann und wo die Entwickler bei künftigen Teilen noch nachbessern müssen. Prototype 2 fühlt sich im Test sehr rund an, obwohl das Spiel durchgehend auf Dauer-Action setzt. Die wird nämlich selten langweilig. Allerdings gibt es auch einige Schwächen.

So kann die Gegner-KI von Prototype 2 eher wenig überzeugen und auch die Grafik-Engine tut sich manchmal schwer, wenn es in Prototype ordentlich abgeht. Im Folgenden zeigen wir, welche Elemente von Prototype 2 uns im Test überzeugen konnten – und bei welchen das Spiel noch verbessert werden muss.

Die Story

Man stelle sich vor: Von einem Moment auf den anderen entwickelt der eigene Körper Superkräfte — ziemlich coole Sache! Doch hier ist nicht die Rede von stahlharten Muskeln, eleganten Flugkünsten und Röntgenblick, sondern von einer schrecklichen Mutation, die Tentakel und Klingenfortsätze aus den Armen wachsen lässt — so gesehen: ziemlich eklige Sache! Natürlich wäre man angewidert und würde versuchen, den Mist so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

Nicht so James Heller. Ihm kommt das überhaupt nicht spanisch vor. Im Gegenteil: Er akzeptiert die Mutation sofort und nutzt sie spontan, um Gutes zu tun. Angespornt von Alex Mercer, dem Antihelden des ersten Teils, zieht James los, um zusammen mit dem Pfarrer (Ja richtig gehört !) seiner Gemeinde die zwielichtige Regierungsgruppe Blackwatch auszuschalten, die ganz Manhattan wegen der Infektion mit dem Blacklight-Virus unter Quarantäne gestellt hat.

Nach einiger Zeit stellt sich jedoch heraus, dass die Hauptfigur des ersten Teils wahrscheinlich für den Tod von Hellers Familie verantwortlich ist. Deshalb schreckt dieser schließlich nicht mal mehr davor zurück gegen den schon fast gottähnlichen Mercer und seine Lakaien in den Krieg zu ziehen.

Die positiven Seiten

Action ab der ersten Minute

Die Action in Prototype 2 ist zwar etwas unübersichtlich, wirkt aber rund und unterhaltsam und erlaubt viel Freiraum, wie es sich für ein Open World Game gehört. Bereits nach der kurzen Tutorial-Mission und nur mit einem Teil seiner Monster-Fähigkeiten ausgerüstet, ist Heller eine absolute Kampfmaschine. In anderen ähnlichen Spielen ist eure Spielfigur meist erst zum Finale derart mächtig. Nach einigen Stunden längt ihr einen regelrechten Halbgott durch die drei Zonen, in die das infizierte New York unterteilt wurde.

Viel Abwechslung durch verschiedene Missionen

Verschiedene Missionstypen in Prototype 2 sorgen für Abwechslung. Es gibt Jagd-Passagen, in denen ihr Zielpersonen mit einer Art Sonar ausfindig machen müsst. Das ist ein witziges Gadget, da ihr immer wieder einen Ping aussenden und darauf achten müsst, von woher das Rücksignal kommt. Auch die Schleichmissionen, bei denen ihr die Labore und Basen der Bösewichte erkunden müsst ohne Alarm auszulösen, machen Spaß. Außerdem kämpft ihr gegen Mutanten, riesige Monster, Flugwesen, Soldaten, Panzer und Hubschrauber – Abwechslung wird genug geboten.

Sowohl Gamepad als auch Tastatur

Mit beidem lässt sich wirklich super bei der PC Version steuern, was bei einer Konsolen Portierung längst nicht selbstverständlich ist. Ein paar kleinere Mängel gibt es natürlich auch hierbei, wie z. B. das Absorbieren von Gegnern. Will man z. B. im Kampf mal schnell einen Gegner absorbieren um seine Lebensanzeige wieder aufzufüllen wird er nachdem man die rechte Maustaste gedrückt hat einfach weggeschleudert, was einem schon mal den Sieg einer Mission kosten kann.

Die Grafik

Optisch geht Prototype 2 in Ordnung. Es ist ein hübsches Spiel, aber keine Grafikbombe. Die PC-Version beinhaltet höher aufgelöste Texturen als die Konsolentitel und macht eine gute Figur. Allerdings fallen an einigen Stellen, vor allem in der Nahansicht, matschige Texturen an Charakteren, Häuserwänden, Gegner oder der Umgebung auf. Auch die Weitsicht ist etwas höher als bei der Konsolenversion. Die Ladezeiten sind angenehm kurz und das Spiel ruckelt nicht.

Die negativen Seiten

Damn, wo bist du Heller?

An einigen Stellen, besonders zum Ende hin, kracht und bumst es so häufig und heftig, dass man manchmal echt den Überblick verliert und seine eigene Figur in dem ganzen Getümmel nicht wieder finden kann.

Die Gegner-KI

Sie ist nur sehr zart vorhanden, was dem Gameplay an sich aber nicht schadet sondern eher zweckmäßig erscheint. Wäre auch ziemlich blöd, wenn es sofort Alarm geben würde, wenn man z. B. durch ein Sprung aus einer großen Höhe eine kleine Explosion auf den Straße hinterlässt. Denn sowas passiert in Prototype 2 ständig.

Die USK… mal wieder!

Stellt euch am besten nicht auf all zu viel Blut ein, denn die USK war mal wieder am Werk. Endgegner oder Monster könnt ihr nach wie vor in Stücke reißen jedoch bleiben zerschnittene Soldaten oder Menschen immer ganz. Dennoch ist das Spiel nicht für Kinder zu empfehlen und gehört auf jeden Fall für Minderjährige verboten.

Das Fazit

Prototype 2 glänzt durch die Abwechslung und den hohen Actiongehalt, durch den man sich von Anfang an gut mit seiner Figur anfreunden kann. Zudem wurde die Steuerung gut umgesetzt und PC Besitzer brauchen nicht vor dem Kauf zurückzuschrecken. Jedoch fällt die KI manchmal etwas schwach aus und es wurde an vielen Enden von der USK geschnitten. Das Action irgendwann mal zu viel werden kann merkt man dann, wenn man den Hauptcharakter plötzlich nicht mehr wiederfindet.

 



Prototype 2
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