News & Rumors: 28. April 2012,

Das Geheimnis des verschollenen Tempels – Test: Kranke Großväter und gefährliche Schriftrollen

Mit das Geheimnis des verschollenen Tempels bringt uns Publisher Astragon ein Wimmelbildspiel, welches auf den Spuren von Indiana Jones zu wandeln scheint. Ihr werdet auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahren geschickt, die euch an die spannendsten Schauplätze führt. Wir haben uns selbst in den virtuellen Dschungel gewagt und euch unsere Eindrücke in Form eines Reviews mitgebracht!

Protagonistin des Spiels ist die junge Anna, Enkelin eines großen Abenteurers. Die letzte Reise ihres Großvaters führte diesen nach China, wo er in den hohen Bergen den sagenumwobenen verschollenen Tempel und einige interessante Schätze fand. Entgegen aller Warnungen konnte er die Finger nicht von einigen mysteriösen Schriftrollen lassen und wurde als Konsequenz von diesen verflucht. Ans Bett gefesselt und ohne Aussicht auf Hilfe liegt es nun an Anna das Geheimnis um die Schriftrollen und den Tempel zu lüften und ihren Großvater zu retten.

Wimmeln mit frischen Ideen!

In Sachen Gameplay erwarten euch Wimmelbilder, wie ihr sie bereits aus anderen Games kennen dürftet, jedoch mit kleineren Neuerungen. So reicht es nicht eure Augen nach den auf der Liste aufgeführten Items offen zu halten, sondern ihr müsst ab und an euer Köpfchen anstrengen, um ans Ziel zu gelangen. Blau markierte Gegenstände sind nämlich in Einzelteile zerlegt und müssen zunächst zusammengesetzt werden, während rot markierte Gegenstände besonders gut versteckt sind, wie beispielsweise in Schubladen, die erst geöffnet werden müssen. Derartige Ideen hat man zwar bereits in anderen Spielen gesehen, was aber nicht heißt, dass sie nicht trotzdem ausgesprochen gut passen. Das Schwierigkeitslevel der Wimmelbilder ist dabei stets fair und stellt euch vor keine unlösbaren Aufgaben. Wenn es doch einmal brenzlig wird, stehen unbegrenzt viele Hinweise zur Verfügung. Das dürfte einige Spieler zum Schummeln verleiten.

Selbst wenn die Wimmelbilder den Kern des Spiels darstellen, so überzeugt das Game dazu noch in anderen Bereichen. Im Gegensatz zu vielen anderen Suchbildspielen werdet ihr nicht von Schauplatz zu Schauplatz geworfen, sondern könnt eure Umgebung eigenständig erkunden und dabei Gegenstände in euer Inventar aufnehmen, die ihr andernorts benutzt, um so weiter im Spiel voranzuschreiten. Ebenfalls Spaß machen die zahlreichen Minirätsel, die an einigen Stellen im Spiel vorkommen. Hierbei handelt es sich nicht nur um die klassischen Puzzles und Schieberätsel, wie sie bereits bei mehreren Vertretern des Genres aufzufinden sind, sondern es erwarten euch witzige Aufgaben wie kleinere Kreuzworträtsel oder das Erstellen eines Fotoalbums.

Punktabzug!

Trotz des feinen Gameplays und der interessanten Story gibt es bei dem Spiel leider eine Sache wegen der wir Punkte abziehen müssen: Die Optik. Während die Wimmelbildszenen in größtenteils fotorealistischen und feinen Grafiken präsentiert werden, sehen die Cutscenes und Personen bisweilen aus als hätte sie ein 12-jähriger mit Paint gezeichnet. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, so weichen die Avatare, die neben den Dialogen eingeblendet werden, optisch komplett von den in der Szene dargestellten Personen ab. Dies fällt zwar mit Sicherheit nur den besonders kritischen Spielern auf, aber genau dafür sind wir nun mal da. Und diese kleine Macke gehört leider zu den Dingen, die man, nachdem man sie einmal entdeckt hat, einfach nicht mehr ignorieren kann…

Fazit

Wenngleich “Das Geheimnis des verschollenen Tempels” gerade in Punkto Optik gravierende Macken aufweist, so darf man als Fan von Wimmelbildspielen trotzdem beruhigt zugreifen: Geboten werden einem nämlich eine spannende Story und ein stimmiges Gameplay, das sich nicht wie der zehnte Aufguss eines Genre-Kollegen anfühlt. Not bad!



Das Geheimnis des verschollenen Tempels – Test: Kranke Großväter und gefährliche Schriftrollen
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