News & Rumors: 25. June 2012,

Tom Clancys Ghost Recon: Future Soldier

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Wir spielen Tom Clancys Ghost Recon nun schon seit knapp einer Woche und konnten die gesamte Kampagne durchzocken. Glücklicherweise waren die Multiplayer Server schon online und wir konnten dort ebenfalls nochmal wertvolle Erfahrungen sammeln. Eins ist uns ebenfalls klar, ständig kommen neue Shooter auf den Markt, ständig heißt es „wir haben was wirklich frisches am Start“ und ständig sollen wir den Mist glauben… In unserem Bericht werdet ihr sehen, dass das Genre noch lange nicht „tot“ gespielt wurde und es noch so einiges Interessantes gibt, was ihr auf keinem Fall verpassen solltet.

Seid bereit für die Spezialeinheit?

In Tom Clancys Ghost Recon spielt ihr in einer sehr kleinen geheimen Elite „Organisation“: Die Ghosts. Permanent unsichtbar, leise und zielsicher zieht ihr so durch die verschiedenen Missionen. In der nahen Zukunft herrscht ein stiller Krieg, jedoch wird ziemlich schnell klar, dass diese Bedrohung für die ganze Welt gefährlich sein könnte.
Ok, klingt jetzt nicht besonders spannend, allerdings ist das ganze sehr spektakulär und authentisch inszeniert. Bereits in der ersten Mission geht es ordentlich zur Sache, über explodiert etwas, ihr müsst flüchten und ballern was das Zeug hält. Dabei ist Ghost Recon alles andere als ein wildes rumgeballer wie vielleicht in anderen Third Person Shooter. Dies wird allein schon dadurch ersichtlich, dass die Ghosts jede Menge an Spezial Fähigkeiten mit sich bringen. Nach und nach lernt ihr so neue Gadgets können, die ihr tatsächlich sinnvoll und strategisch im Schlachtfeld einsetzen müsst. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich anfangs ein wenig skeptisch war. „Ich starte das Spiel direkt auf Elite, ich lauf da durch und Metzel alles nieder, ich bin eh gut genug“ . Wenn ihr ähnliche Gedanken habt, dann werdet ihr ebenfalls richtig auf die Schnauze fallen wie ich. Nachdem ich mehrere Bildschirmtode über mich ergehen lassen musste, hab ich doch mal angefangen ein wenig strategisch zu denken. Und Leute, das hat mir verdammt nochmal gut geschmeckt..

Gute Planung ist die halbe Miete

Mein Kollege vom Ghost Team hat mir vor dem Einsatz noch mitgeteilt, ich sollte möglichst Leise vorgehen, keine Aufmerksamkeit erregen und meine Gadgets benutzen. Also habe ich die Umgebung erstmal langsam abgetastet und meine kleine Drohne in die Luft geschickt. Mit ihr konnte ich alle Feinde ausfindig machen und auch schon entsprechend markieren. Ich und meine Kollegen haben uns dann sorgfältig genähert und die Feinde eliminiert.
Ob ich Koop gespielt habe? Nein nein, Koop Modus ist zwar durchaus mit bis zu vier Spieler möglich, allerdings habe ich meine CPU Kollegen immer zurecht gewiesen. Das ganze klappt auch extrem gut. Mit der R2 Taste konnte ich die Gegner markieren (das Ganze funktioniert auch ohne Drohne ganz gut) und schon machen sich meine Freunde auf dem Weg und in Position. Erst wenn ich sage „schießen“, dann ballern die auch drauf los – natürlich leise und unauffällig. Dies gibt auch den Singleplayern unter uns eine total gute Möglichkeit sein Team zu befehligen. Vor allem macht es einen riesen Spaß, wenn man sich nicht immer die Finger selbst schmutzig machen muss. Die KI eurer Kollegen ist zudem erfreulich intelligent, sie bleiben stets hinter euch, sind unauffällig aber stets nützlich. Hier wurde wirklich hervorragende Arbeit geleistet.

Bond lässt grüßen

Was wären die Ghosts, wenn sie keine dementsprechende Ausrüstung hätten. Ihr werdet ziemlich früh in der Kampagne alle neuen Utensilien kennenlernen. Dabei handelt es sich keinesfalls um irgendwelche aufgesetzten Dingern, die kein Mensch braucht, vielmehr handelt es sich um Dinge, die im hohen Schwierigkeitsgrad unumgänglich sind. Wie ich oben schon erwähnt habe, hat mir die fliegende Drohne schon sehr viel geholfen, die gegnerischen Stellungen zu erkunden und zu markieren. Dabei muss man natürlich hoch genug fliegen, dass die Drohne nicht entdeckt wird. Zudem kann man den Modus umschalten und sie bekommt Räder. So könnt ihr in kleine Nischen reinfahren und dort weiter spitzeln. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr mit diesen störenden Wellen die ihr aussenden könnt sämtliche Elektronik zerstören könnt. Unterschätzt also meine hochgelobte Drohne nicht!
Später bekommt ihr es mit dem sogenannten Warhound zu tun. Dieser sieht aus wie ein vierbeiniger Roboter, der ein bisschen größer ist als ihr. Diesen könnt ihr fernsteuern, allerdings nur für den Granatwerfer oder die Raketen, denn fortbewegen tut er schon selbst. Es ist in einem großen Schlachtfeld einfach von Vorteil, wenn ihr gegnerische Stellungen mit Granatwerfer niederschmettern könnt. Sollte mal ein Helikopter eure Reise stören, feuert eine Rakete ab und lässt sich selbst auf den Helikopter steuern. Dabei könnt ihr die Rakete solange sie Energie hat selber steuern. Neben diesen ganzen Gadgets gibt es natürlich noch weitaus mehr, aber viel wichtiger ist, dass ihr stets unsichtbar bleibt. Wenn ihr also in Deckung geht, schaltet sich der Tarnmodus ein, welche überlebenswichtig ist. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zu nahe an die Gegner rankommt, sonst schlagen dieser Alarm. Apropos Alarm, wenn ihr selbst ganz leise jemanden tötet heißt das noch lange nicht, dass ihr nicht entdeckt werdet. Wenn die Leiche schließlich gefunden wird, alarmieren die Wachen natürlich dementsprechend, sodass ihr unter Umständen wieder vom Checkpoint beginnen müsst.
Vor jeder Mission könnt ihr eure Waffen selber zusammenstellen. Dabei könnt ihr nicht nur einen anderen Aufsatz draufbauen, ihr könnt eure Waffe tatsächlich komplett selbst zusammenstellen. Anfänger werden hier auf jeden Fall ein bisschen überfordert sein, allerdings kommt man selbst da sehr schnell rein. Wählt eure Waffen durchaus mit Bedacht, laute Wummen sind in einer Mission mit Schleich Elementen natürlich nicht so sinnvoll.

Nein, nicht schon wieder gestorben..

Tarnung und Gadgets sind die eine Sache, andererseits ist die Deckung natürlich auch das A und O. Wer ohne Deckung einfach Stur in die Gegnermassen läuft wird keine lange Freude daran haben. Zumal die Checkpoints teilweise für mich ziemlich frustrierend waren. Allerdings nicht immer, das darf man jetzt nicht pauschal ins Negative ziehen.
Das Deckungssystem funktioniert hier auch hervorragend. Wenn ihr an einer Kiste zum Beispiel hinläuft und X drückt, könnt ihr die Deckung nutzen und von dort aus ballern. Wenn ihr die Position wechseln wollt, könnt ihr mit Hilfe eines Pfeils die nächste Deckung auswählen und mit gedrückter X Taste sehr schnell dahinlaufen. Dies war besonders im Multiplayer eine wichtige Sache, da man hier ständig und schnell die Orte wechseln muss.

Abwechslung pur, tolle Technik

Sehr erfreulich ist ebenfalls, dass die Missionen an sehr verschiedenen Orten waren. So seid ihr mal in einer Stadt, in einem Flughafen oder direkt auf einer Steppe Unterwegs. Dabei wurden hier keine Grenzen gesetzt. Auch wie ihr innerhalb der Missionen vorgeht, bleibt im großen euch überlassen. Wer das Spiel auf Elite durchspielt, wird auf jeden Fall eine Herausforderung bekommen. Apropos Herausforderung: Vor jeder Mission könnt ihr verschiedene Herausforderungen einsehen, die das Spiel natürlich sehr viel Interessanter gestalten. Die Grafik ist durchaus sehr gut geworden, allerdings hätte man ein bisschen mehr draus machen können. Die Texturen sind ab und an recht schwammig und unscharf, auch kleinere Ruckler haben wir festgestellt. Der Sound ist klasse – es fliegen die Fetzen und auch die Synchro ist sehr gut gelungen.

Multiplayer

Was für ein taktisches Fest. Ich war froh, dass auch schon viele andere Spieler auf den Servern unterwegs waren, sodass wir ordentliche Matches machen konnten. Im Multiplayer könnt ihr ähnlich wie in Battlefield mit verschiedenen Klassen gegeneinander antreten. Manche bevorzugen eher den Schützen, welcher agiler und aggressiver vorgeht, andere benutzen lieber den Taktiker, welcher wie der Name schon sagt sehr taktisch vorgeht. Dementsprechend variieren auch eure Gadgets, die ihr aber immer wieder ändern könnt.
Wie in jeden modernen Shooter erhält ihr durch jede erfolgreiche Aktion Erfahrungspunkte, die ihr für neue Ausrüstungen und Waffen erhält. Selbst eure Masken könnt ihr in diesem Spiel ändern.
Die Karten bieten allesamt viel Raum für gute Deckungen und taktischen Schlachten, haben uns auch sehr gut gefallen.
Freunde der Koop Spielerei dürfen aufatmen, das Spiel hat einen kompletten Koop Modus und lässt euch so die komplette Kampagne zu viert durchspielen. Es hat zwar mit der CPU schon viel Spaß gemacht, aber gemeinsam mit seinen Freunden bekommt ihr hier einen wahren Höhepunkt serviert. Besonders das absprechen und gemeinsame denken ist hier sehr wichtig.

Fazit:

Tom Clancys Ghost Recon: Future Soldier macht alles richtig. Man muss taktisch vorgehen, man hat geniale Gadgets, die KI ist hervorragend, der Multiplayer Spitze – Worauf wartet ihr noch? Die kleinen Mankos wie die Checkpoints und die damit verbundenen Ladezeiten, sowie die unschönen Texturen kann man hier locker verschmerzen. Das Spiel ist gleichermaßen für Solospieler, als auch für Multiplayer und Koop Freunde. Endlich mal wieder was Neues im Shooter Himmel!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Tom Clancys Ghost Recon: Future Soldier” developers=”Ubisoft” publishers=”Ubisoft” platforms=”PC, Xbox 360, PS3″ genres=”Shooter” release_date=”24.05.2012″]



Tom Clancys Ghost Recon: Future Soldier
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