News & Rumors: 25. July 2012,

Eine SSD in ein Tower-PC-Gehäuse einbauen

Kingston SSDNow 200
Kingston SSDNow 200

SSDs lassen sich ohne großen Aufwand in Desktop-PCs mit Tower-Gehäuse einbauen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dies ohne fremde Hilfe und nur mit einem Schraubenzieher bewaffnet problemlos erledigen können. Schauen Sie sich dazu einfach das passende Video an und ergänzen Sie dieses bei Bedarf mit dieser Anleitung.

Wenn Sie nach einer Möglichkeit suchen, Ihren Rechner stark zu beschleunigen und Grafikkarte, mehr Arbeitsspeicher oder neuer Prozessor dafür nicht in Frage kommen, sollten Sie über die Anschaffung einer SSD nachdenken. Der Computer kann noch so schnell und hochgezüchtet sein, herkömmliche Festplatten stellen da noch immer einen immensen Flaschenhals dar. Aktuelle, unabhängige Benchmarks wie die unseren zeigen, dass die neuen Flash-Festplatten atemberaubende Geschwindigkeiten mit sich bringen. Wie Sie ein solches Speed-Monster in Ihrem PC anketten, wollen wir Ihnen hier einmal näher bringen.

Was brauche ich für den Einbau einer SSD?

Neben einem Kreuzschlitz-Schraubenzieher benötigen Sie zunächst ein S-ATA-Kabel und in der Regel einen Einbaurahmen, um die normalerweise in 2.5“-Bauweise gefertigten Solid State Drives in die 3.5“- bzw. 5.25“-Einschübe gängiger Tower-PCs einzubauen. Bei den meisten Flash-Festplatten wird aber ein Kabel sowie ein 3.5“-Einbaurahmen mitgeliefert. Evtl. benötigen Sie also nur noch einen Adapter-Einbaurahmen für normale 3.5“-Desktop-Festplatten, wenn Sie über keine solchen Einschübe in Ihrem Gehäuse verfügen.

Ferner brauchen Sie natürlich die passenden Schrauben, einen freien SATA-Port auf Ihrem Mainboard, sowie ein freies SATA-Stromkabel an Ihrem PC-Netzteil.

Vorgehensweise

Montieren Sie zunächst die SSD im mitgelieferten Einbaurahmen. Um dies zu bewerkstelligen, legen Sie das Gerät einfach mit den vorgesehen Schraubgewinden so auf den Rahmen, dass die Gewinde sich mit den entsprechenden Bohrungen decken und befestigen dann das Gerät mit den mitgelieferten Schrauben im Rahmen. Achten Sie sicherheitshalber auf die korrekte Richtung der Solid State Disk auf dem Rahmen. Wenn der rahmen später im Gehäuse montiert wird, so sollten die Anschlüsse der SSD in Richtung des Gehäuse-Inneren zeigen. Achten Sie auf evtl. vorhandene Hilfspfeile oder Hinweise in der Einbauanleitung des Herstellers.

Haben Sie freie 3.5“-Einschübe, so können Sie darin nun den Rahmen samt SSD wie eine herkömmliche Festplatte montieren. Ist dies nicht der Fall, so müssen Sie nun noch den 3.5“-Rahmen mit einem weiteren Einbaurahmen zu den 5.25“-Einschüben kompatibel machen. Üblicherweise werden diese Einbaurahmen vom Gehäusehersteller mitgeliefert oder sind ansonsten einzeln im Fachhandel erhältlich. Montieren Sie also die SSD mit dem Herstellerrahmen im 5.25“-Adapter und gehen Sie dabei entsprechend der Beschreibung des Herstellers des Adapters vor. Leider gibt es so viele verschiedene Modelle, dass wir Ihnen hier keine allgemeingültige Beschreibung geben können.

Nun ist es an der Zeit, das Gestell im Tower unterzubringen. Öffnen Sie nun also Ihr Gehäuse und nehmen sie die Seitenwand heraus, um an das Innere zu gelangen. Je nach Hersteller müssen Sie nun das Konstrukt von innen in den vorgesehen Einschub einbauen.

Befestigen Sie nun den Einbaurahmen am Gehäuse. Entweder nutzen Sie die die dafür vorgesehenen Schrauben und Bohrungen, oder die Montagehilfen des Gehäuseherstellers, sofern Sie solche besitzen. Häufig der Fall ist, dass Sie die Frontblende Ihres PCs entfernen müssen, und die Festplatte von vorn in das Gehäuse schieben.

Zuletzt müssen Sie die SSD noch mit dem System verbinden. Stecken Sie den freien SATA-Stromstecker an die Flash-Festplatte. Verbinden Sie nun den kleineren SATA-Datenport des Flashlaufwerks mit dem SATA-Kabel mit dem SATA-Port auf Ihrem Mainboard. Wenn vorhanden, und von der SSD unterstützt, sollten Sie dabei einen SATA3-Port verwenden. Häufig sind diese auch mit „S-ATA 6Gbps“ oder „SATA 6G“ beschriftet.

Abschließende Arbeiten

Nach Vollendung der Bauarbeiten schließen Sie das Gehäuse wieder mit der Seitenwand und ggf. der Frontblende und richten Sie Ihr Flash-Laufwerk im System ein. War gar nicht so schwer, oder?



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