News & Rumors: 2. October 2012,

Formel 1 2012

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Ui ui ui, eigentlich haben wir eine konsequente Weiterentwicklung erwartet. F1 2011 war wirklich ein sehr gutes Spiel, das gleichermaßen Profis als auch Gelegenheitsspieler faszinieren konnte.  Codemasters hat für dieses Jahr allerdings ein paar Änderungen parat, die nicht unbedingt überzeugen konnte. Mehr dazu liest ihr in unserem Test.

Fahreignung geprüft!

Bevor man sich als Profi hinters Cockpit stürzen darf, muss man den sogenannten Young Driver Test absolvieren, wie es auch in der echten Formel 1 der Fall ist. Dabei solltet ihr unter verschiedenen Bedingungen beweisen, dass ihr es als Fahrer drauf habt. Nachdem man also sein Team gewählt hat, geht es auf die Piste und man wird erstmal darauf hingewiesen, wo sich Gas und Bremse befindet! Nach einer Runde ist der Young Driver Test vorbei und man landet im Hauptmenü. Was zum Teufel war denn das? Wir haben knackige Herausforderungen und ein wirklich gutes Tutorial erwartet, aber stattdessen haben wir uns in einem Idiotentest gefühlt. Das hätte man sich auch sparen können! Selbst für Anfänger ist das schon fast eine Zumutung!

Saison Modus, wo bist du?

Kommen wir doch mal zu einer Änderung, die in unseren Augen unverständlich ist. Was waren das letztes Jahr noch für Zeiten, wo wir an unserer Karriere geschraubt haben, versucht haben unser Team auf dem Podest zu bringen und an verschiedenen Strategien zu feilen. Pustekuchen. Der Grandprix Modus wurde komplett gestrichen, stattdessen könnt ihr einfache Rennen hintereinander machen, das war es aber auch schon. Für uns fühlt es sich so an, als hätte man den Rennfahrern die Autos entzogen, sie können zwar um die Rennbahn laufen, aber wo bleibt da der Spaß? Was treibt einen dazu, solch eine gravierende Änderung durchzuführen, wo es sicherlich andere Baustellen gibt, die unbedingt bedient werden müssen? Zwei neue Spielmodi sollen diesen Verlust kompensieren: In der Season Challenge absolvieren wir eine verkürzte Saison mit zehn Rennen á fünf Runden. Dabei starten wir in einem schwachen Team wie Marussia oder Torro Rosso, können uns jedoch in einen besseren Rennstall hocharbeiten, wenn wir einen seiner Fahrer in zwei von drei Rennen schlagen. Im »Champions Mode« treten wir gegen die sechs aktuell aktiven Weltmeister in ebenso vielen vorgefertigten Szenarien an. So müssen wir etwa im Regenrennen von Brasilien drei Runden lang auf Slicks die Attacken von Lewis Hamilton abwehren. Klar, die beiden Spielmodi machen kurzweilig sehr viel Spaß, aber ein Ersatz vom Karriere Modus ist das sicherlich nicht!

Marathon Fahren

Die aktuelle Formel 1 – Saison kann man entsprechend in einem abgespeckten und vor allem langen Spielmodus nachempfinden. Hier werden sich Gelegenheitsspieler auf jeden Fall davor fürchten. Die Strecken wurden um ein ganzes Viertel vergrößert, sodass je nach Wetterbedingung mal gut 20-30 Minuten an einem Rennen beschäftigt ist. Speichern dazwischen? Nein leider nicht, was zudem sehr ärgerlich ist. Also rein ins Auto und durchfahren. Die Karriere richtet sich somit trotz zuschaltbarer Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle und vier KI-Schwierigkeitsgraden fast ausschließlich an ausdauernde Rennspielprofis, die dafür locker über 100 Stunden bis zum Karriereende einplanen dürfen. Ein Grund für die neuen Karriereregeln dürfte im neuen dynamischen Wettersystem liegen, das nun unterschiedliche Bedingungen auf den verschiedenen Streckenabschnitten ermöglicht, was sich natürlich nur bei längeren Distanzen mit Boxenstopps wirklich auswirkt. Das System funktioniert prinzipiell gut und ermöglicht immer wieder spannende Rennsituationen – etwa wenn es drei Runden vor Schluss anfängt zu regnen und wir uns zwischen Schlittern und Boxenstopp-Zeitverlust entscheiden müssen. Allerdings haben diese plötzlichen Änderungen der Witterung gravierende Auswirkungen aufs Fahren natürlich. Das wurde von Codemasters nur in Details wie einer etwas reaktiveren Aufhängung verbessert, was die Autos im Grenzbereich ruhiger werden lässt und damit aggressivere Linien ermöglicht. Allerdings dürfte das nur Profis auffallen, Anfänger werden auf solche Punkte nicht so drauf achten.

Technik

Ansonsten bietet Formel 1 auch hier wieder die feinste Kost an Fahrspaß. Wer es nicht ganz so penibel nimmt (was den Spielmodi angeht), der erlebt ein perfektes Geschwindigkeitsgefühl und kann auch dieses Mal wieder sein Gamepad/Lenkrad komplett selbst konfigurieren.  Auch sehr schön ist, dass die KI manchmal seien Probleme mit der Witterung hatte. Diese verhalten sich sehr realistisch, sodass natürlich zusätzlich Freude aufkommt! In Höheren Schwierigkeitsgraden werden sogar Profis eine knackige Herausforderung bekommen! Technisch ist es wohl das beste Formel 1, was bisher erschienen ist! Ein paar kleine wichtige Dinge fehlen nach wie vor. So fährt nur ein Autopilot in die Boxengasse, Unfalltrümmer verschwinden nach einer Zeit, sodass Gelbphasen eigentlich nur wenige Sekunden dauern und das prinzipiell vorhandene Saftey Car selbst bei Massenkarambolagen nicht eingesetzt wird.

Fazit

Formel 1 2012 ist sicherlich kein Fortschritt wie man es Erwarten würde von einer Fortsetzung! Codemasters hat einen der Kernelemente (Season Mode) gestrichen und eher krampfhaft versucht, neue Spielmodi zu integrieren, die eigentlich so keiner haben möchte. Wirklich Schade, hätte man eher die 2011er Version konsequent weiterentwickelt, wäre es sicherlich mehr geworden. Fans, die bereits den Vorgänger haben überlegen sich gut, ob eine neue Investition lohnenswert ist, alle anderen können da durchaus zugreifen!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Formel 1 2012″ developers=”Codemasters” publishers=”Namco Bandai” platforms=”PS3, Xbox 360, PC” genres=”Rennspiel” release_date=”21.09.2012″]



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