News & Rumors: 8. October 2012,

Resident Evil 6

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In Anbetracht dessen, dass Anfang des Jahres schon ein Resident Evil Ableger erschienen ist, welcher nicht so richtig überzeugen konnte, waren die Fans sehr skeptisch. Die Entwickler haben uns für den sechsten Teil versprochen, dass man wieder mehr Wert auf Horror Elemente legt. Bei der Präsentation in der Gamescom konnte uns das Spiel auch nicht ganz überzeugen. Viel zu viele Ballerorgien und wenig Gruselmomente ließen schon vermuten was auf uns zukommt. Allerdings ist Resident Evil 6 um einiges besser als Operation Racoon City. Mehr dazu erfährt ihr in unserem Test.

Der erste Moment ist Entscheidend!

Als wir das erste Mal das Spiel eingelegt haben, fühlten wir uns in einem Zombiemodus von Call of Duty Black Ops! Bevor ihr überhaupt eine der drei (nach einmaligen durchspielen sogar vier) Kampagnen auswählen könnt, müsst ihr die Einführungsmission spielen. Dabei flüchtet ihr von einer wild gewordenen Zombiescharr und kämpft um euer Überleben. Alles ist richtig gut inszeniert, allerdings hatte das wenig mit Spannung und Angst zu tun. Naja, hat man dann die Einführung hinter sich, kann man zwischen drei Kampagnen wählen. Wir haben uns zunächst für die Leon Story entschieden, da diese bereits in der Demo und bei der Vorführung für einen richtig guten Eindruck gesorgt hatte.
Wenn man schon ein solches Game einlegt, sollte man auch in der Bude für entsprechende Atmosphäre sorgen. Kerzen angezündet, Licht ausgemacht und gemütlich auf die Couch gesetzt – jetzt kann es losgehen. Wir befinden uns in einem Campus und sind zunächst auf uns alleine gestellt. Auf der Suche nach Überlebenden wird schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt und wir das Gelände schnell verlassen müssen. Kurzerhand flüchten wir über das gesamte Gebäude und gelangen nach der Suche des richtigen Schlüssels endlich nach draußen und direkt in die Kanalisation. Nur mit Taschenlampen und Knarren ausgerüstet gehen wir durch die verlassenen Gleise durch die Tunnel. eklige Ratten und so manch andere (Untote) Lebewesen laufen uns entgegen. Achtung! Zug kommt! Schnell in Deckung. Einfach Wahnsinn wie man vor einer Sekunde noch ruhig spazieren konnte und nun auf die Seite springen musste. Man kann es wirklich schon erahnen, die Atmosphäre ist gigantisch. Ja, Resident Evil 6 hat auch wieder sehr viele Actionlastige Shooter-Momente, allerdings wurde zweifelsfrei auch wieder sehr viel für die Gruselmomente getan. Diese kommen leider relativ wenig zugute, aber dafür auch ganz gut. Die Story ist wirklich sehr spannend und man möchte ständig voranschreiten und wissen wie es weiter geht. Auch die einzelnen Schauplätze sind sehr überzeugend: Wie schon oben erwähnt seid ihr mal auf einem verlassenen Campus, ein anderes mal in einem düsteren Tunnelsystem oder ihr macht eine Kathedrale mit Friedhof unsicher. Man könnte den Text hier ins unendliche sprengen, da es wirklich sehr viel zu sehen gibt!

Call of Evil oder eher Resident Duty?

Unserer Meinung nach sollte ein Resident Evil wirklich für blassen Schauer und viele Schockelemente sorgen. Es gibt im Spiel schon ab und an diese Momente, aber größtenteils ist man damit beschäftigt, die unterschiedlichen Zombiearten zu vernichten.  Es ist dann nicht mal so, als dass mal eine große Welle kommt und dann ist wieder Ruhe, sondern vielmehr wird man von einem Kracher zum nächsten hin katapultiert. Beim Start der Leon Kampagne hatte man dieses Gefühl noch nicht. Da man hier wirklich erstmal eine Zeit lang umherwandeln muss, bis man wirklich mal ballern muss. Diese Zeit wurde aber mit unheimlichen Effekten und viel Spannung in der Luft überdeckt. Warum hat man diese Momente nicht einfach öfter in das Spiel integriert? Nichtsdestotrotz muss man aber ganz klar sagen, dass es nicht so übertrieben schlimm ist, wie die meisten Medien das wiederspiegeln.  Egal ob während eines Kampfes oder nicht, man muss ständig nach Hinten gucken, die Orte sind  größtenteils von selbst unheimlich und auch die Zombies sind sehr unterschiedlich. Unterm Strich ist das Gameplay also noch allemal besser, als der Shooter Abklatsch Anfang dieses Jahres!

Die Steuerung wurde ebenfalls nochmal überarbeitet. Nun ist es auch endlich möglich, dass ihr während des Laufens zielen könnt. Dies ist bei der Horde an Zombies auch unbedingt nötig und sorgt so für mehr Fluss im Spiel. Mit der Zeit sammelt ihr durch die Zombies neue Munitionen, Kräuter und Fähigkeitspunkte auf. Letztere könnt ihr dafür einsetzen, um euren Spieler stärker zu skillen. Wenn ihr also manche Kapitel öfter spielt und Punkte sammelt, wird euer Charakter immer stärker. Dabei könnt ihr zum Beispiel eure Verteidigung erhöhen, eure Waffenpower verstärken und und und.
Etwas schade ist, dass man heutzutage dem Spieler alles etwas einfach macht. Die Ziele werden stets vorgegeben und man muss eigentlich immer nur die Wegpunkte ablaufen, um zum Beispiel die Schlüssel zu finden. Ich erinnere mich da noch an Zeiten, wo man erstmal eine halbe Stunde rumgeirrt ist und den Schlüssel suchen musste! Auch die Rätsel im Spiel sind eigentlich ein schlechter Witz oder eher gesagt mehr Mittel zum Zweck. Diese sind so einfach, dass man sich diese eigentlich auch hätte sparen können!

Koop Action

Wir spielen Resident Evil 6 eigentlich nur mit Freunden gemeinsam. Natürlich kann man das ganze Abenteuer auch in Splitscreen miteinander spielen. Online macht das Ganze aber deutlich mehr Spaß. Denn jeder kann seine eigenen Items einsammeln und seinen eigenen Fortschritt speichern. Wären da nicht immer die Synchronisationsprobleme. So kann es schnell mal passieren, dass ihr plötzlich mit der CPU weiterspielen müsst, da euer Freund vom Spiel geflogen ist. Zwar beendet sich dann das Spiel glücklicherweise nicht, aber gerade wenn man alles zu zweit  machen will, ist ein Neustart vom letzten (weitentfernten) Checkpoint nötig! Aber wir sind froh, dass wir das Spiel generell in Koop bestreiten können, da dies unheimlich viel Spaß macht. Übrigens, wenn ihr mal gegen andere Spieler kämpfen wollt,  könnt ihr auch als Endgegner in ein Spiel einsteigen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Es gibt einen Spielmodus, wo ihr bei einer vorhandenen Sitzung einsteigt und einen Boss spielt, umso die Spieler töten zu können. Ein sehr nettes Feature!

Technik

Technisch ist das Spiel sehr gut. Die Lichteffekte und gerade die Umgebungen passen hervorragend zum Spiel und konnten uns sehr überzeugen.
Auch der Umfang des Spiels ist gigantisch. Man bekommt für das Geld wirklich sehr viel geboten, wenn auch mehr Action im Spiel verpackt ist. Ab und an ist der Nahkampf etwas frustrierend, da er relativ unpräzise von statten geht. Der Schwierigkeitsgrad (auswählbar) ist passend, wobei man erstmal auf Normal durchspielen sollte, um seine Charaktere zu skilln. Manche Monster ziehen nämlich ganz schön was ab, vor allem wenn sie zu nahe kommen und einen packen. Auch von der Gegnervielfalt sind einige Interessante Arten dabei: Hunde, Zombies die Spucken, fette Dinger die gerne mal giftiges Gas rauslassen und noch vieles mehr.

Fazit

Es ist schwer für das Spiel zu urteilen, wenn mir persönlich gefallen die Actioneinlagen sehr gut. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass die Horror Effekte nicht wie versprochen im Spiel drinnen sind. Zwar sind die Umgebungen und die Szenarien sehr gut, spannend und teils gruselig gestaltet, aber der Action Anteil überwiegt in Resident Evil 6 noch enorm. Betrachtet man aber das reine Shooter Spiel Operation Racoon City, so ist der neueste Ableger auf jeden Fall um Meilen besser. Die Storys sind klasse und der Umfang riesig. Wäre es gruseliger geworden, hätte das Spiel die 90er Wertung locker erreicht!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Resident Evil 6″ developers=”Capcom” publishers=”Capcom” platforms=”PS3, Xbox 360″ genres=”Horror/Action” release_date=”02.10.2012″]

 



Resident Evil 6
3.7 (74%) 10 Bewertungen

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