News & Rumors: 12. October 2012,

World of Warcraft: Mists of Pandaria

World-of-Warcraft-Mists-of-Pandaria-PC-_

Mit World of Warcraft: Mists of Pandaria geht Blizzard in die nächste Runde und hat so einige Neuerungen im Gepäck. Ehrlicherweise muss man sagen, dass mittlerweile schon viele Zocker ihr Abonnent gekündigt haben und der Account im sogenannten Freeze Status war. Wir durften das Spiel testen und haben genau geprüft, ob es sich rentiert, seine Chars auf dem Tiefschlaf zu wecken, oder ob die Erweiterung das Spiel auch nicht mehr retten kann. Dabei waren wir wirklich sehr neugierig, denn schließlich hat WoW uns Spieler massig gute und schöne Zeiten geliefert, aber irgendwann wirkt doch alles ein bisschen eingestaubt? Mehr dazu in unserem Bericht.

Neue Rasse: Die Pandaren

Erstmal lag natürlich unser Fokus auf die neue Rasse, nämlich den Pandaren. Anders als sonst, dann die neue Rasse zu der Allianz, aber auch zu der Horde gehören. Habt ihr euren neuen Charakter fertiggestellt, landet ihr in dem neuen Startgebiet, das wirklich sehr asiatisch angehaucht ist. An dieser Stelle muss man aber schon mal deutlich sagen, dass das neue Territorium durchaus sehr gelungen ist und tatsächlich eine neue Prise in das Spiel bringt. Wo wir im Preview noch sehr enttäuscht waren, weil man immer das gleiche tut, haben wir hier dem Spiel einfach mal eine reale Chance gegeben. Zunächst müsst ihr im neuen Gebiet einige simple Quests erledigen und euren Mönch trainieren, sofern ihr die neue Klasse auch direkt ausgewählt habt. Etwas langweilig war, dass man erstmal gegen Gegenstände trainieren musste, was ein bisschen lächerlich wirkte. Schon kurz nach eurem Start lernt ihr den in meinen Augen Kung Fu Meister der Pandaren kennen. Dieser begleitet euch eine Zeit lang über das neue Gebiet und versorgt euch mit Quests. Schade ist, dass Blizzard bei den Quests relativ wenig Kreativität gezeigt hat und man bekommt wirklich wieder nur altes, bekanntes zu tun: Erledige X Gegner, Sammle X Gegenstände usw. Guild Wars 2 und auch andere vergleichbare MMO haben es bereits geschafft, neues zu konzipieren.
Der Mönch arbeitet zwar PSI, dies ist aber genauso zu vergleichen, wie die Energieanzeige vom Schurken. Durch mehrere erfolgreiche Treffer, ladet sich die Leiste auf und man kann seine Fähigkeiten einsetzen. Durch das erfolgreiche abschließen von Quests und töten von Gegnern erhält ihr wieder Erfahrungspunkte. Dieses Mal müsst ihr aber bei einem Level Aufstieg nicht zu einem Klassenmeister gehen, sondern erlernt die neuen Fähigkeiten direkt. Zwar gibt es die Meister noch, allerdings sind diese nur noch für Talentverlernung verfügbar. Irgendwie geht hier ein bisschen klassisches Feeling verloren. Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo ich endlich eine gewisse Stufe erlangt habe und es kaum erwarten konnte, bis ich aus der Instanz gekommen bin und den Lehrer aufsuchen konnte. Es nimmt mir irgendwie so ein bisschen Vorfreude. Natürlich ist diese Funktion ganz praktisch, aber für alteingesessene Hasen fehlt vielleicht etwas.

Der Mönch

Mit dem Mönch kommt eine neue „Alleskönnerklasse“ in das Spiel. Dabei liegt die neue Klasse in etwa zwischen einen Druiden und einen Paladin. Wichtig und wirklich gut ist, dass man hier keine Heldenklasse daraus gemacht, ähnlich wie beim Todesritter. So fängt ihr wieder mit Level 1 an, was allerdings auch bitter nötig ist, da die Mechaniken des Mönchs tatsächlich sehr anders laufen und man diese erstmal erlernen sollte.  u den Grundlagen: Dem Mönch stehen die Spezialisierungen Braumeister (Tank), Nebelwirker (Heiler) und Windläufer (Nahkampf-DPS) zur Verfügung. Er trägt Lederrüstungen, so wie Schurke und Druide. Als Braumeister und Windläufer nutzt der Mönch die Ressourcen Chi und Energie, Heiler bekommen noch Mana hinzu. Allen Spezialisierungen steht der Tigerstil zur Verfügung, mit dem sie Schaden verursachen können. Der Schlangenstil bufft die Heiler, der Ochsenstil die Tanks.
Wichtig bei jeder neuer Klasse ist allerdings, dass sie sich neu anfühlt und auch dementsprechend anfühlt. Anfangs und vor allem während der Beta Phase hatten wir nicht das Gefühl, als spielt sich der Mönch sehr viel anders. Allerdings wenn man hier an Level erreicht, entfaltet er seine ware Individualität und natürlich die Kraft. Es macht wirklich sehr viel Spaß mit der neuen Klasse zu spielen, da ist den Entwicklern bei der hiesigen Vielfalt doch nochmal gelungen, etwas Neues und anderes einzubauen.

Talentesystem

Wer sich – so wie ich – schon länger nicht mehr in WoW eingeloggt hat, wird sich erstmal stark wundern. Irgendwie fehlen die Talentbäume jetzt komplett? Nein nicht ganz, aber wiedermal hat Blizzard hier etwas rumgeschraubt und in meinen Augen wieder ein Stück Individualität genommen. Ihr könnt jetzt nur noch in der Stufe 15, 30, 45, 60, 75, und 90 einen Punkt vergeben. Diesen wiederrum könnt ihr zwischen drei Kategorien einsetzen. Weitere Modifikationen könnt ihr über das Glyphen System erreichen, die allerdings von neun auf sechs Slots geschrumpft sind. Andererseits muss man das neue System auch loben, denn so werden die Spieler dazu animiert ein bisschen herumzuexperimentieren. Allerdings wären mehr Talentbäume sicherlich noch besser gewesen.

Haustierkämpfe

Diese Erneuerung wurde wohl am meisten im Vorfeld angezweifelt oder entgegen gefiebert. Mit einer kleinen Gebühr und einer speziellen Quest habt ihr die Möglichkeit, einer 3er Team zu erstellen und damit gegen andere Haustiere zu kämpfen. Das ganze klingt so ein bisschen wie Pokemon, ist aber auch ganz nett gemacht. Gespielt wird rundenweise. Jeder Kontrahent wählt ein Pet und eine Attacke aus. Die Fähigkeiten werden anschließend abwechselnd ausgeführt. So banal das klingen mag, so viel Tiefe bietet das System. Die Palette der Pet-Fähigkeiten ist riesig und reicht von direkten Attacken über Buffs und Debuffs bis zu Heil-Effekten. In der Beta tüftelten wir immer wieder eine vermeintlich unschlagbare Team-Zusammenstellung aus – nur um dann nach einer vernichtenden Niederlage ans Reißbrett zurückzukehren. Das Stein-Schere-Papier-Prinzip funktioniert erstklassig. Obendrein sorgt eine spezielle Quest-Reihe für zusätzliche Motivation, bei der man stetig schwerer werdende NPC-Haustier-Trainer und ihre Teams besiegen muss.
Nun dürfte also auch für Pokemon Fans World of Warcraft sehr interessant sein, oder?

Fazit:

Ja, es gibt noch viel viel mehr zu berichten.  Für uns waren aber die neue Klasse, die neue Rasse und die Haustierkämpfe wichtig. Auch das neue Talentsystem haben wir im ersten Moment kritisch beäugelt. Allerdings sind manche Neuerungen, die anfangs zwar schmerzten, doch sehr gelungen. Sie regen zu experimentieren an, Haustierkämpfe sind überaus motivierend und das neue Startgebiet mit dem asiatischem Flair machte auch ordentlich was her. Die Technik ist zwar ziemlich eingestaubt, allerdings ist es eben WoW typisch und sollte auch so bleiben. Der Mönch als neue Klasse ist sehr gelungen, wenn man sich mal vorstellt, was schon alles drinnen ist. Es ist sicherlich nicht leicht, nochmal etwas Neues auszudenken und einzubauen. Die Entwickler haben es allerdings geschafft, wieder etwas anderes, neues zu integrieren, was wirklich sehr gut funktioniert. Unterm Strich ist die neue Erweiterung sicherlich ihr Geld und auch für Neueinsteiger ein Blick wert.  Für die nächsten Erweiterungen wünschen wir uns allerdings noch ein bisschen mehr Quest Vielfalt, da diese immer noch ein bisschen eintönig sind!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”World of Warcraft: Mists of Pandaria” developers=”Blizzard” publishers=”Blizzard” platforms=”PC” genres=”MMO” release_date=”25.09.2012″]



World of Warcraft: Mists of Pandaria
4.06 (81.25%) 16 Bewertungen

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Zuletzt kommentiert






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>