News & Rumors: 15. October 2012,

Carrier Command

carrier-command-gaea-mission-pc

Ich war wirklich heiß auf das Baby! Ich liebe Strategietitel und mal ganz ehrlich, Carrier Command sieht wirklich super aus. Auf dem ersten Blick zumindest, denn auf dem zweiten bekam ich wieder das eine Gefühl zu spüren, ich glaube man beschreibt es an einfachsten zwischen „Ich vermute wieder bekannte Probleme“ und „hoffentlich klappts dieses Mal“. Als Entwickler für dieses Game zeichnen sich nämlich Bohemia Interactive als verantwortliche und die haben leider immer wieder bewiesen, dass sie es mit der KI nicht so drauf haben. Gerade für ein Strategietitel ist sowas sehr wichtig. Lest einfach mehr davon in unserem Bericht.

Das längst überfällige Remake?

Zunächst einmal sollte man erwähnen, dass Carrier Command schon einmal erschienen ist. Anno 1988 gab es diesen Titel schon für diverse Systeme, natürlich nicht in einem schicken 3D und richtig guter Grafik, aber mit damaligen Verhältnisse einem richtig interessanten Gameplay.
Damals war es wohl eines der besten Pferde im Stall, zumindest in diesem Genre, so also nicht verwunderlich, dass mit der heutigen Zeit und der entsprechenden Power ein Remake Sinn machen würde.  Auch nach 24 Jahren kann sich das Spielprinzip auf jeden Fall sehen lassen. Als Kommandant eines riesigen Trägerschiffes kämpfen wir um die Hoheit über 33 Inseln. Das ganze macht einen sehr schönen Spagat zwischen Taktik, Echtzeitstrategie und Action. Der Geschmeidige Übergang der einzelnen Bereiche machen das Spiel auch heute noch fast einzigartig. In einer stufenlos zoombaren Karte verwalten wir die Inseln und weisen dem Carrier und den darauf befindlichen Einheiten ihre Wegpunkte zu. Eine aktive Einheit ist in einem kleinen 3D-Fesnter zu sehen – mit einem Klick darauf springen wir sofort ins Cockpit und legen selbst Hand an die Steuerung. Wie im Original gibt es nur zwei Einheitentypen: Die fliegenden Mantas sowie die Amphibie Walrus, die gleichermaßen land- wie seetauglich ist. Von jedem Typ stehen maximal vier unter unserem Kommando.

Elementarische Macht!

Eine möglichst große Vielfalst vermisst man zwar, ist aber hier nicht unbedingt so wichtig. Zum einen gibt es Einheiten wie die auf den Inseln verteilten Kanonen und Flaks. Zum anderen lassen sich Manta und Walrus durch vielfältige Upgrades und Waffenbestückungen dem jeweiligen Einsatzzweck gut anpassen. Alles kann man ganz bequem mit einem simplen Klick ansteuern – ihr entscheidet selbst ob ihr lieber mehr Rohstoffe auf einer Insel sammelt, oder diese schwer einzunehmen ist. Eine Schiffartige Einheit namens Carrier übernimmt die Aufgaben eines Hauptquartiers. Von dort aus werden Waffen gelagert, Baupläne verrichtet oder Einheiten ausgerüstet.

Ihr habt schon bemerkt, dass alles hier ein bisschen verwirrend ist. Ein Schiff das als Hauptquartier fungiert, Einheiten mit komischen Namen, wie spielt sich denn das Ganze? Genauso wie es beschrieben wurde, eben verwirrend und vor allem sehr unzugänglich. Carrier Command gibt sich unnötig sperrig, dabei ist der Ablauf eigentlich immer der Gleiche: Dem Träger wird eine Insel als neues Ziel zugewiesen. Dort angekommen, lassen wir unsere Mantas und Walrösser von der Leine. Sobald auch der Nachschub aufgebessert wurde, versucht man sich schon an den Gegner.

Die KI

Eigentlich hört sich ja alles schön und gut an. Aber mittlerweile kann man kein Auge mehr zudrücken, da das Entwicklerstudio permanent Probleme mit der KI hat. Das Gameplay Konzept wusste bisher zu überzeugen, aber jetzt kommen wir an die unangenehme Stelle: Man kann in dem Spiel meist nur eine Einheit steuern, den Rest steuert die KI. Leider ist aber die Wegfindung der KI eine einzige Katastrophe und führt nicht selten zu Wutausbrüchen. Sie bleiben an Steinen und Bäumen hängen, drehen sich sinnlos im Kreis, verhaken sich untereinander oder kurven selbst dann direkt vor einer feindlichen Kanone herum. Sollte es einen kürzeren und vor allem sicheren Weg geben, dann wird dieser auch tunlichst gemieden.  Wer vorher schon die Wege plant und alle Einheiten mit großer Sorgfalt selbst dirigiert, der wird sicherlich mehr Freude am Spielen haben.

Technik

Hier gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Eher sollte man das Positive hier herausheben und das sind ganz klar die Inselumgebungen, die wirklich sehr schön anzusehen sind. Der Sprung von der alten Pixel Grafik zum heutigen Standard ist wirklich sehr  gut gelungen. Auch der Sound ist sehr gut gelungen, weshalb man technisch hier die Daumen nach oben halten kann – abgesehen von der miserablen KI, die wir oben schon erläutert haben.

Fazit

Carrier Command hätte noch um einiges mehr bieten können, wäre nicht die sau dumme KI am Start. Gewisse Toleranz haben wir da schon, aber bei einem Strategietitel, wo die Wegfindung einerseits das A und O ist, verstehen wir keinen Spaß mehr. Das ganze endet in einem riesen Frustzirkus! Wenn man das ganze Spiel „langsamer“ angeht und die Einheiten selbst über jeden Pfad dirigiert, der hat sicherlich viel Freude am Spiel. So wäre es wirklich sehr gut gewesen, aber die Wertung gibt hoffentlich auch ein Zeichen dafür, dass sowas nicht geht. Eine Entwarnung können wir allerdings geben, weitere Updates sollen noch folgen. Bekommt man dann dieses Problem in Griff, bekommt man einen sehr guten Strategietitel!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Carrier Command” developers=”Bohemia Interactive ” publishers=”Mastertronic ” platforms=”PC, Xbox 360″ genres=”Strategie” release_date=”28.09.2012″]



Carrier Command
3.68 (73.64%) 22 Bewertungen

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Zuletzt kommentiert






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>