News & Rumors: 10. November 2012,

Assassins Creed 3

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Irgendwie hat sich die Wartezeit auf das neue Assassins Creed wie eine Ewigkeit angefühlt. Seit der Pressemeldung in der Ubisoft das Spiel offziell angekündigt hat war die Spannung schon riesig. Ein neuer Held, neues Terrain und eine völlig neue Epoche machten die Wartezeit zu diesem Leckerbissen nahezu unerträglich. Nun ist es endlich soweit und pünktlich zum Start des neuen Hits ist das Spiel in der Redaktion eingetroffen. Wir haben uns wahrlich viel Zeit dafür genommen und berichten euch nun, ob Assassins Creed tatsächlich auf eine neue Ebene gewachsen ist, oder ob die Serie langsam an Reiz verliert.

Wer braucht denn noch Geschichtsbücher?

Mit einem unbekannten Herren (es ist einfach Spannender, wenn wir nicht spoilern) klettert ihr euch während einer Oper Veranstaltung zu einem Ziel, dessen Kette ihr an euch reißt – mit Gewalt versteht sich. Anschließend müsst ihr flüchten und findet euch so auf einem riesen Schiff wieder und macht euch auf die Reise nach Boston. Ein bisschen verwirrend war das ganze am Anfang doch, da ich mir nicht sicher war, ob das schon Connor ist und ob er ein Assassine ist. Natürlich konnte man dann schnell davon ausgehen, dass ihr einen völlig anderen Herren spielt, dessen Rolle im Spiel aber extrem wichtig ist. So sind die ersten Kapitel nicht ganz so prickelnd vom Story verlauf gewesen, bis endlich Connor ins Spiel kommt. Von dort an werdet ihr richtig an den Bildschirm gefesselt, das können wir euch an dieser Stelle ganz fest versprechen. Versteht uns nicht falsch, jedes weitere Detail der Story würde vielleicht zu viel verraten, deshalb gehen wir nicht weiter drauf ein, zumindest was bis zum ersten erscheinen von Connor so passierte.
Wenn ihr in die Rolle des Halb Indianers schlüpft, dürft ihr seine Kindheit mit allem was dazu gehört erleben. Ihr spielt verstecken mit euren Freunden und erlebt eine fast unbeschwerte Kindheit, bis eine unsanfte Begegnung mit einem Templer euer Leben für immer verändern wird. Connor sieht es als Hauptaufgabe, für sein Volk und die Gerechtigkeit zu kämpfen und lernt im frühen Erwachsenen Alter Achilles kennen, ein Meister Assassine, der unseren Schützling den richtigen Weg zeigt…..
Ich muss nochmal erwähnen, dass es einfach extrem schwer ist, von der genialen Story zu erzählen, ohne dass man groß etwas verrät. Sehr viele Emotionen und Wendungen im Spiel, das einem wirklich nicht Kalt lassen kann. Jeder einzelne Figur hat eine unwahrscheinlich hohe Glaubwürdigkeit und wurde demnach sehr gut in Szene gesetzt.  Ihr spielt die Zeit des Amerikanischen Unabhängikeits Krieges nach und lernt natürlich auch dementsprechend wichtige Personen wie George Washington und noch viele weitere kennen. Als ich die Kampagne beendet hatte, dachte ich mir „So könnte es damals gewesen sein, für was gibt es denn noch Geschichtsbücher?“
Diese Epoche dürfen wir natürlich nur genießen, weil Desmond Miles, unser bekannter Protagonist der vorherigen Teile wieder in den Animus steigt. Gemeinsam mit seiner Crew versucht er das letzte Geheimnis zu lüften und gerät auch immer wieder mal im Konflikt mit den Abstergo Anhängern, den heutigen Templern. So dürft ihr fast nach jeder beendeten Sequenz wieder in die Rolle von Desmond schlüpfen, um auch dort wichtige Aufgaben zu erledigen. Dabei verschlägt es euch nach Brasilien oder auf die Dächer von New York. Alleine schon die Station wo der Animus ist, ist ein sehr interessanter Ort und lädt zum Erkunden ein.

Ahoi Matrose, setz die Segel!

Komplett neu in Assassins Creed ist die Möglichkeit selbst ein großes Schiff zu steuern oder gar damit in den Krieg zu ziehen. Ich hatte bereits bei der Gamescom das vergnügen und konnte mir von den Entwicklern selbst dieses neue Feature zeigen lassen. Hier hielt sich aber meine Begeisterung noch stark in Grenzen, ich vermutete einfach wieder eine krampfhafte Neuerung wie in Revelations mit der Tower Defense Möglichkeit und sicherlich keine atemberaubende Spielmechanik! Dieses Vorurteil konnte ich aber gleich in der ersten Sekunde komplett vergessen! Als man mir endlich das Ruder in die Hand gab und ich das riesen Schiff steuern durfte war es um mich geschehen. Es machte einen riesen Spaß und funktionierte tadellos. Halbes Segel, Volles Segel – wie schnell ihr fährt bleibt euch überlassen. Zudem kommt hinzu, dass das Wasser sich unglaublich realistisch verhält und man so wirklich das Gefühl bekommt, dass man Capitän eines riesen Schiffes ist! Aber ihr sollt ja damit nicht spazieren fahren, sondern auch harte Kämpfe liefern. Dafür habt ihr eure Männer und Kanonen an Bord. Entweder ihr befördert eure Feinde mit einem riesen Kanonenschuss ins Aus, oder ihr benutzt gezielt eure Waffen um zum Beispiel die Munition des Gegners zu treffen, um das Schiff komplett zu versenken. Später habt ihr zudem die Möglichkeit euer Schiff besser auszurüsten, was natürlich sehr viel Spaß macht. Ab und an kommt es auch vor, da müsst ihr gegnerische Schiffe entern und liefert euch dann dort an Bord heiße Kämpfe. Die Entwickler haben es hier wirklich geschafft ein genial neues, sehr gut funktionierendes Feature einzubauen, dass auch von der Häufigkeit des erscheinens genau richtig ist. Wäre es zu oft vorgekommen wird’s langweilig und zu wenig wäre Schade gewesen. Grandiose Arbeit!

Es gibt viel zu tun!

Im neuen Assassins Creed gibt es natürlich wieder tausend verschiedene Möglichkeiten um euch zu beschäftigen. Einen besonders hohen Reiz bietet die Wildnis! Da ihr nicht nur in den verschiedenen Städten (New York, Boston) unterwegs seid, sondern auch mal im Grenzland und somit in der Wildnis, gibt es auch dementsprechend Möglichkeiten eure Zeit zu vertreiben. Als „Wilder“ Assassine habt ihr natürlich die Möglichkeit Spuren zu lesen um verschiedene Tierarten zu jagen. Dabei könnt ihr von Hasen, Füchse bis Bären alles begegnen. Doch seid Vorsicht, nicht jedes Tier lässt sich einfach so von euch verfolgen und töten. Manche sind sogar sehr Agressiv und versuchen euch anzugreifen. Wenn ihr dann nicht schnell genug reagiert, endet das ganze mit einem Bildschirmtot. Um bei der Jagt erfolgreich zu sein solltet ihr auch dort ein bisschen Zeit mitbringen. Ab und klappt es zwar, dass ihr manche Tiere nur verfolgen müsst und dann töten könnt, aber oftmals seid ihr dafür zu langsam. Da kann euer Assassine noch so schnell sein! Mit Hilfe von Köder und Fallen lockt ihr so verschiedene Tiere an und könnt diese zum Beispiel mit einem tollen Baumsprung ins Jenseits befördern.
Im Laufe der Spiels erhält ihr zudem die Möglichkeit, eine eigene Siedlung aufzubauen. Hier haben wir uns allerdings nicht ganz so intensiv damit beschäftigt, weil es irgendwie nicht so viel Freude machte wie erwartet. Ihr heuert quasi neue „Mitarbeiter“ an und setzt diese sinnvoll ins Dorf ein. Allerdings ist diese Nebenbeschäftigung wirklich nur eine Nebenbeschäftigung wie das Jagen auch, die keinesfalls essentiell für das Spiel sind. Allerdings finde ich genau das etwas schade. Als Spieler will ich auch irgendwo ein bisschen belohnt werden. Gehen Sie auf die Jagt und erlegen Sie fünf Hirsche. Alles schön und gut, aber für was. Hier ist den Entwicklern nicht ganz gelungen, das neue Feature sinnvoll zu integrieren. Es ist nun mal so, dass ich mich (vielleicht ist das auch nur aus meiner Sicht so) während der Kampagne und auch nach der Kampagne nicht dazu bewegen kann, einmal jagen zu gehen, obwohl ich mich im Vorfeld sehr auf diese Idee gefreut habe. Es fehlt schlichtweg die Motivation. Man sollte diesen Ansatz auf jeden Fall beibehalten, aber nur kräftiger und sinnvoller ausbauen.

Größer und viel Inhalt, aber wo ist Assassins Creed

Ich bin einerseits wirklich sehr begeistert vom neuen Assassins Creed. Die Größe des Spielst ist einfach gigantisch. Nicht nur dass die Städte total groß sind, sondern dass ihr auch eine riesige „wilde“ Welt entdecken dürft und das auch noch zu verschiedenen Jahreszeiten. Es versteht sich also von selbst, dass ein Pferd für lange Strecken dringend erforderlich ist, sollte man zumindest meinen. In Brotherhood war es noch relativ gut, hier ist das Pferd aus meiner Sicht völlig misslungen. Wenn ihr im Wald oder auf einem Pfad zu einem sehr weitentfernten Ziel reiten wollt, dann kann jeder noch so kleine Stein das Ross schon daran hindern, dass es weiterreitet. Ständig wird man also gebremst, sodass hier der Spielspaß gegen null geht. Also bleibt nichts anderes übrig, das sehr weit entfernte Ziel zu Fuß zu bereisen, was oftmals ein bisschen schlaucht. Wenn ihr ein paar Tunnel freigespielt habt, die euch dabei helfen schneller von einem Ziel zum anderen zu kommen, dann ist das natürlich Gold Wert. Aber für was ein Pferd, wenn man es nicht richtig nutzen kann.
Für mich war ein Assassins Creed auch immer mit viel Klettereien, Gruften und Frust verbunden. Dies vermisse ich ehrlich gesagt im neuen Teil gänzlich. Während man im zweiten Teil und in Brotherhood noch gefordert wurde und teils verzweifelte beim Klettern, hat man solche „Dungeons“ hier gänzlich weggelassen. Naja das wäre jetzt übertrieben, es gibt schon den einen oder anderen Schatz zu entdecken, aber diesen muss man auch erstmal finden. Zudem stört es mich sehr, dass es jetzt die Medizin gar nicht mehr gibt. Eure Energie ladet sich nach einer gewissen zeit einfach von selbst wieder auf und alles ist gut. Dadurch dass ohnehin die Kämpfe  sehr stumpfsinnig und einfach geworden sind, hat man hier eigentlich gar keine Freude mehr. Einfach immer nur blocken, kontern und zack schon ist der Gegner Tot. Mal ehrlich, gibt es eigentlich noch einen Item Laden im dritten Teil? Ich war nicht einmal irgendwie einkaufen, warum denn auch. Energie ist immer die gleiche, Waffen hat man eigentlich schon direkt zu Beginn und brauchen tuts eh keiner. Mir kommt es so vor, als fehlt hier einfach zu viel! Tomahawk hin oder her, wirklich anders spielen tut sich das ganze nicht!

Multiplayer

Der Multiplayer hat sich seit Revelations eigentlich nur noch gering weiterentwickelt, allerdings finde ich diesen nach wie vor sehr gut. Er rundet die Serie eigentlich wunderbar ab und bietet zusätzlich sehr viele schöne Stunden! Abwechselnd versucht ihr hier Gegner unentdeckt zu erledigen, oder euch selbst zu schützen. Dabei hat sich auch im neuen Teil nicht viel geändert. Die Schauplätze und die Figuren sind neu und ein neuer Spielmdous, den wir allerdings noch nicht angezockt haben ist ebenfalls integriert. Hier werden wir die Meinung nochmal extra nachliefern!

Technik

Technisch ist Assassins Creed 3 einerseits gigantisch, andererseits noch sehr Fehlerhaft. Sehr viele Pop Ups, Clippingfehler und teilweise hässliche Bugs sind noch im Spiel drinnen. Dennoch ist die Kulisse und die Größe der Länder einfach wunderschön. Auch die Charaktere sehen sehr schön aus! Was mir aber um einiges mehr gefallen hat, waren die sehr guten Synchronsprecher, die für eine Hollywood Reife Inszenierung sorgen! Rundum bekommt man wirklich sehr anständiges geboten, weshalb man auch über die Grafikfehler hinweg sehen kann!

Fazit

Assassins Creed 3 bringt das Spiel zwar auf eine völlig neue Ebene, aber die Entwickler haben eigentlich ein paar Dinge vergessen mitzunehmen: Wo sind die genialen Dungeons und Klettereinlagen von damals und warum braucht man nun keine Medizin mehr, denn Shops werden jetzt völlig überflüssig? Kleinigkeiten, die aber einfach dazugehören! Gut, man muss genauer suchen, dann gibt es auch ähnliches, aber ich erinnere mich noch gerne an die Wolfsgräber von Brotherhood, die auch Storytechnisch sehr gut reingepasst haben. Das alles ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau, denn es ist einfach unglaublich, wie glaubwürdig, spannend und dramatisch die Story erzählt wird. Einfach wahnsinnig fesselnd. Connor passt super in das Assassins Creed Universum und hat auch viele tolle Neuerungen mitgebracht, die man aber vielleicht besser integrieren hätte sollen. Das Jagen und das Bauen der Siedlung ist wirklich sehr nett, allerdings fehlt die Motivation, diese muss einfach noch besser integriert werden. Unterm Strich erhält man aber definitiv einen sehr guten Nachfolger, den sich wirklich jeder bedenkenlos ansehen darf, auch Neuzugänge!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Assassins Creed 3″ developers=”Ubisoft” publishers=”Ubisoft” platforms=”PS3, Xbox 360, PC, Wii U” genres=”Action” release_date=”31.10.2012″]

 



Assassins Creed 3
3.71 (74.29%) 7 Bewertungen

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