News & Rumors: 31. January 2013,

The Cave

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Alles in einem und doch ganz anders

Ein bisschen Adventure, eine kleine Prise Rätselspaß und ein Scheibchen Jump`n´Run…und doch passt The Cave in keines der genannten Genres. Was spannend klingt und gut gemeint war entpuppt sich leider nicht als der Kracher, den man erwartet. Denn während man das Abenteuer sucht, das sich vielleicht in den zu leichten Rätseln versteckt, oder ein bisschen auf Geschicklichkeit hofft, wird man dieses leider nicht finden. Zu allem Überfluss wiederholt sich das Spiel des öfteren, will man alle Wege, Locations und Rätsel finden.

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Erstes Rätsel: Mann mit großer Erfahrung entwirft Mittelmäßiges Spiel – Warum?

Von Ron Gilbert darf man eigentlich besseres erwarten: Nach Krachern wie Monkey Island oder Maniac Mansion sollte man meinen dieser Mann weiß auf was es in Spielen ankommt. Auf die richtige Mischung? Vielleicht. Anders zu sein als die anderen? Definitiv. Im Mittelpunkt stehen in The Cave die Rätsel, die ihr, während eure Charaktere eine Höhle durchqueren, lösen müsst. Zu Anfang könnt ihr also immer euer Team zusammenstellen, welches 3 Charaktere betrifft. Insgesamt stehen sieben Stück zur Auswahl. Warum und wieso? Hier hat man wohl kläglich versucht, einen Widerspielwert zu schaffen. Denn jeder der Charaktere verfügt über besondere Fähigkeiten. Da ihr so nicht alle Fähigkeiten vereinen könnt, da ihr nur drei wählen könnt, bleiben euch auch bestimmte Level, für die eine bestimmte Fähigkeit benötigt wird, verwehrt. Klingt nicht schlecht, ist es aber, denn wechseln könnt ihr während eines Spieldurchgangs nicht – und wollt ihr auch diese Locations spielen, die euch bisher verwehrt waren, bleibt euch nichts anderes übrig als die anderen Level, die ihr vielleicht schon gespielt habt, nochmal zu spielen. Widerspielwert , Abwechslung und Motivation – Fehlanzeige.

Zweites Rätsel: Warum großer Aufwand für Nichts – und das Hauptziel vernachlässigt?

Seit ihr dann im Spiel werdet ihr schnell merken was mit dieser Frage gemeint ist. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt auf den Rätseln, die ihr lösen müsst, um weiter voran zu kommen. Klingt schon mal nicht schlecht, ABER…die Locations machen hier das Problem. Wenn es in einem Spiel hauptsächlich um Rätsel geht, will ich auch diese hauptsächlich lösen. Aber was ist das? In The Cave muss ich, angekommen in einer Location, erst mal alles absuchen, man könnte ja was verpassen. Ich muss lange Wege gehen, muss klettern, immer wieder gleiche Wege gehen um dann ein Rätsel zu lösen? Also doch mehr Adventure? Nein, denn diese Rennerei ist völlig sinnlos. Statt dem Spieler eine Option zu geben nervige, lange Passagen zu überspringen, muss man sich hier die Arbeit machen und alles ablaufen – selbst wenn man den Weg schon 100 x zurückgelegt hat. Für viele der Aufgaben benötigt ihr mehr als eine Spielfigur, deswegen seid ihr auch immer im Trio unterwegs. Wie schon angesprochen hat jede der Figuren Spezialfertigkeiten, die euch in dem einen oder anderen Rätsel helfen können.  Aber oft sind diese nur dazu da, kleine Aufgaben zu bewältigen, so kann man sich mit der Abenteuerin einfach nur über einen Abgrund schwingen. Also dienen diese Fähigkeiten eigentlich nur dazu, bestimmte Abschnitte nur für bestimmte Figuren freizugeben – hier wären wir wieder beim Widerspielwert, der dank der Rennerei und der immer wieder gleichen Level nur minimal vorhanden ist. Das Hauptziel, die Rätsel und Puzzle, wurden schön integriert, nach und nach werden euch massenweiße kleine Rätsel begegnen, die alle Spaß machen, euch wunderbar unterhalten und minimal fordern. Ihr werdet schnell merken das kein Frust aufkommt, denn nach ein bisschen rumtüfteln und probieren werdet ihr immer auf des Rätsels Lösung kommen – das einzig nervige, auch hierbei, sind die langen Laufwege. Etwa wenn man für ein Rätsel einen Gegenstand  holen muss oder sogar mehr Gegenstände – man darf jedes Mal extra laufen, denn ein Inventar, in dem man z. B. mehr Gegenstände für ein Rätsel ablegen könnte, fehlt.

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Dritte Rätsel: Um was geht es in The Cave eigentlich?

Es geht im Grunde genommen für jede der Figuren darum sich auf eine moralische Reise zu begeben, in der den einzelnen Charakteren aufgezeigt wird, welchen Preis sie für etwa Gegenstände, die sie gerne hätte, gezahlt werden muss. Dabei können sich eure Helden nicht verständigen, denn sie bleiben während dem ganzen Abenteuer stumm. Was? Das ist schlecht? Ganz im Gegenteil. Denn die sprechende Höhle, in der ihr euch befindet, wird euch während der Reise köstlich unterhalten und alles kommentieren. Was können wir aber jetzt als Spieler aus der Geschichte mitnehmen? Die Aufgaben und Level lassen keinerlei Abweichungen der Lösungswege zu, auch sonst natürlich nicht. Alles ist fest vorgegeben. Die Geschichte also linear und ohne große Bedeutung?  Das Ende gibt, seid ihr voll in der Materie, ein klein wenig Aufschluss, den ich nicht vorweg nehmen will. Allerdings ist das unserer Meinung nach zu wenig.

Viertes Rätsel: Was bietet mir The Cave?

Grafisch natürlich kein Feuerwerk, warum auch? Die Zeichnungen und Animationen fallen positiv auf, wogegen kleine Ruckler im Ablauf eher negativ auffallen. Warum immer wieder kleine Ruckler? Stößt die Konsole hier an ihre Grenzen? Wohl eher nicht…. Auch sonst wurde die Umgebung der Höhle eher schlecht als recht gestaltet. Da eure Figuren nicht reden können, fällt dieser Aspekt ganz weg. Die sprechende Höhle weiß zu unterhalten und ihr werdet das ein oder andere Mal schmunzeln müssen. Die leise Hintergrundmusik fällt ebenso eher positiv auf, sie wird nie störend oder gar nervend und gibt einfach ein angenehmes „Hintergrundgefühl“.

Lösung der Rätsel: Selbst ist der Mann!

Ein Spiel mit viel Makeln und Fehlern, mit viel Aufwand für wenig Ertrag, leider…. Die Rätsel sowie die Story sind durchaus Unterhaltsam, es macht Spaß die Geschichte ein oder sogar zweimal durchzuspielen. Aber um alle Enden zu sehen, alle Rätsel zu erkunden insgesamt SECHS Spieldurchgänge? Und dann teilweiße immer wieder das gleiche? Und man kann auch keine Orte überspringen oder bereits zurück gelegte Wege? Das ist wirklich etwas zu viel des Guten. Es gibt dem Spiel einen eher faden Beigeschmack. Die Rätsel machen Spaß, unterhaltet werdet ihr auch teilweiße köstlich. Aber letztlich zu viel um nichts. Für Ratefüchse durchaus zu empfehlen, wen es nicht stört hin und wieder etwas viel laufen zu müssen statt zu rätseln. Und damit wurde das Hauptziel „Rätsel“ etwas verfälscht.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”The Cave” developers=”Double Fine Productions” publishers=”Sega” platforms=”PS3, Xbox 360, Wii U” genres=”Adventure” release_date=”23.01.2013″]



The Cave
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