News & Rumors: 21. February 2013,

Aliens: Colonial Marines

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Oha. Ich konnte eigentlich meinen Augen nicht ganz trauen anfangs, aber das hat mir ein wenig das Herz gebrochen. Gearbox ist eigentlich bekannt dafür, gute Shooter abzuliefern, aber eins können wir schon verraten: Aliens: Colonial Marines war eine Bruchlandung. Ehrlich, ich habe mich sehr auf den Titel gefreut, vor allem als ich die ersten Szenen aus der Demo gesehen habe. In unserem Bericht erfahrt ihr die Einzelheiten.

Jeder darf sich mal Fehler leisten

Ich möchte ehrlich gesagt auch nichts großartig schön reden, wo es nicht geht. Aber von Gearbox und Sega ist man wirklich besseres gewöhnt. Hier haben sich die erfahrenen Entwickler im Bereich Shooter wirklich sauber blamiert. Schlimmer noch, dass die Alien-Franchise dadurch womöglich auch noch darunter leiden muss!
Aliens: Colonial Marines knüpft direkt an der Story von Aliens: Die Rückkehr an: Mit einem Funkspruch von Corporal Hicks. Laut seines Berichts wären die Männer auf LV-426 gescheitert und man brauche Verstärkung. Vor Ort stellt sich raus: Inzwischen haben es sich gefühlte dreihundert Xenomorphs auf der Sulaco gemütlich gemacht. Das sei doch Quatsch, sagen Sie? Hicks habe überhaupt kein Notsignal abgesetzt, sagt ihr? Ich muss ganz ehrlich gestehen, es ist schon verdammt lange her, als ich den letzten Alien Teil gesehen habe. Dementsprechend schwer habe ich mich getan, überhaupt hier Anschluss zu finden. Es wird sich keine Mühe gegeben, die Vorgänger ein bisschen zu erläutern oder gar den Spieler an die Story heranzuführen! Gut dachte ich mir, spielen wir einfach weiter, vielleicht kommt man noch irgendwie rein. Tatsächlich ist es so, dass ihr im Laufe der Zeit nicht mehr so auf die Story achten müsst. Die Missionen sind grundlegend sehr schlauchig und nicht sehr spannend gestaltet und auch das Gameplay haut einem nicht von Hocker. Die Aufgaben sind eigentlich stets die gleichen: Kämpft euch durch verschiedene Räume, sucht Räume ab oder beschützt eure Kameraden während sie etwas durchführen. Andererseits muss man auch ganz klar sagen, dass Ego-Shooter und Alien Fanatiker sicherlich hier ihren Spaß haben können. Nicht alles im Spiel ist direkt schlecht umgesetzt, da haben wir schon weitaus schlechtere Spiele getestet. Die Kampagne macht natürlich im Koop Modus gemeinsam mit bis zu vier Freunden wesentlich mehr Spaß. Kennt ihr diese Tage, wo man einfach nur Ballern möchte, ohne groß nachzudenken? Wenn ihr ab und an nach dieser Befriedigung sucht, ist dieses Spiel sicherlich eine Alternative. So hab ich mich ab und an erwischt, stupide durch die Level zu ballern.
Man darf das Spiel auf keinem Fall in der Horror Schiene einordnen. Ihr werdet nie das Gefühl haben, dass ihr etwas Gänsehaut oder gar Ängste bekommt. Hier und da springt mal aus dem Schacht eines der Viecher raus, allerdings hinterlässt selbst das keine wesentlichen spuren!

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Technisch ebenfalls naja

Es tut mir wirklich richtig Leid – immer noch. Ich muss wieder betonen, dass ich eigentlich so eine Vorfreude an dem Spiel hatte, aber wirklich wenig finde um positives berichten zu können. Denn auch die Technik lässt sehr zu wünschen übrig. Die Missionen sehen alle gleich und sehr schlecht verpixxelt aus und die deutsche Vertonung ist schon fast eine Beleidigung für die Ohren. Wer hat unter euch die Demo damals gesehen und gedacht: „Wow, das wird wohl ein Hit werden!“. Wir vermuten ehrlich gesagt auch, dass Sega diese Kritikpunkte selbst schon weiß und es wundert uns nicht, wenn die Wii U Version gar nicht mehr erscheinen wird.  Ein Lichtblick gibt es allerdings schon: Wir hatten tatsächlich sehr viel Spaß mit bekannten im Multiplayer Modus. Auch hier könnt ihr durch Erfahrung im Level aufsteigen und so neue Ausrüstungen freischalten. Ja, ist nichts neues, was uns aber wirklich sehr viel Freude gemacht hat war die Möglichkeit, selbst eines der Alien zu spielen und die anderen Gegner platt zu machen. Somit ergibt sich wirklich ein komplett neues Spielgefühl, das sicherlich dem einen oder anderen viel Spaß machen wird!

Fazit

Aliens: Colonial Marines hat uns in der Vorschau während der ersten Demo unglaublich gut gefallen. Umso mehr haben wir uns auf den Titel gefreut. Allerdings ist das Ergebnis nur knapp befriedigend! Die Technik lässt sehr zu wünschen übrig und das Gameplay ist schlicht langweilig und linear. Warum hat man keine spektakulären Bosskämpfe oder einfach ein bisschen mehr  „Gearbox“ Style mit eingebaut? Wer einfach abschalten möchte und nur stupide auf die Aliens schießen möchte kann zugreifen, alle anderen warten bis der Titel billiger wird. Einzig der Multiplayer konnte uns wirklich überzeugen, aber insgesamt betrachtet ist das zu wenig! Schade, ich hatte mich sehr auf das Spiel gefreut.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Aliens: Colonial Marines” developers=”Gearbox Software, TimeGate Studios” publishers=”Sega” platforms=”PlayStation 3, Xbox 360, PC” genres=”Ego-Shooter” release_date=”12. Februar 2013″]



Aliens: Colonial Marines
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