News & Rumors: 22. March 2013,

God of War: Ascension

Oder doch eher die Entwickler? Welche Vorgeschichte gibt man der God of War-Serie? Wie wurde Kratos zu dem Kämpfer gegen die göttliche Obrigkeit, die er in den ersten Teilen darstellt? Mit viel Spannung wurde der Teil erwartet, er sollte ja nicht nur die Story bereichern und komplettieren sondern auch wieder ein Fortschritt in einer der besten Action-Adventure-Slayer-Reihen bieten. Und dann war da natürlich auch noch der neu eingefügte Multiplayer, der groß Angekündigt wurde. Was kann dieser bieten?

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Wie wurde Kratos zu „Kratos“?

Das ist wohl DIE Frage schlechthin, die sich viele Spieler gefragt haben. Selbst Leute die weniger GOW-Begeistert sind waren gespannt, welche Geschichte um Kratos im neuen Teil der Reihe, der zeitlich vor den anderen Teilen der Reihe ansiedelt, präsentiert wird. Und hier wird man, um es vorweg zu nehmen, leider ein bisschen enttäuscht. Denn Storytechnisch ist Ascension wohl der schwächste Teil der bisher erschienenen Spiele. Man wird sofort ins kalte Wasser geworfen was Story und Gameplay anbelangt. Fragt man sich wieso und weshalb das Ganze passiert wartet man leider vergebens auf eine Antwort. Auch andere Story Elemente sind nur sehr knapp, was jedoch bezeichnend ist für die GOW-Reihe. Am Anfang der Geschichte um die GOW-Triologie wird Kratos von den Göttern zum Mörder seiner eigenen Familie gemacht. Daraufhin will unser Held den Geschworenen Eid mit Ares kündigen. Da ihn dieser Plan ins Gefängnis bringt muss Kratos hier erst  ausbrechen um seine Reise fortzusetzen und sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Griechische Mythologie in Bestform

Es gibt also wieder eine Geschichte zu erzählen die vielleicht mehr Potential hätte, als das was aus ihr gemacht wurde. Zumal die Story eben nur als netter Nebenkriegsschauplatz fungiert. Im Vordergrund steht ganz klar die faszinierende Welt um Kratos und God of War. Während die einzelnen Maps bzw. Areale wirklich toll gestaltet wurden, sogar noch einen Tick detailreicher und schöner als im Vorgänger GOW3, können auch die Kreaturen, die es nun in Ascension zu besiegen gilt, begeistern. Denn wie gewohnt sind diese Figuren zwar wieder oftmals weniger Story relevant, können aber dann durch ihre Größe, durch den Eindruck und durch die Animationen voll überzeugen. Zumal diese „Monster“ ja nicht nur fingiert sind, sondern tatsächlich aus der griechischen Saga stammen. Auch die einzelnen Gebiete und Orte, durch die ihr euch mit Kratos schlagt, sind einfach schlichtweg atemberaubend. Selbst für jene, die weniger mit Action-Slayer anfangen können, rentiert sich ein Blick auf die Kulisse, vor der das ganze Treiben stattfindet, denn nur so fühlt man sich wirklich eingebunden in die griechische Mythologie.

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Natürlich gilt es aber nicht nur die Kulisse und die Kreaturen hervorzuheben. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Allerdings liegt das auch nur im Auge des Betrachters. Kratos ebnet sich unaufhaltsam weiter seinen Weg durch Gegnerhorden, mit dabei nach wie vor, seine treuen Begleiter die Chaos-Klingen. Zwar können die Animationen, allen voran die End-Moves, begeistern und geben den tollen Eindruck eines wahren Kämpfers wider, allerdings verlieren diese „Schnetzeleinlagen“ nach dem jetzt fünften Teil langsam etwas an Schwung und Abwechslung. Das man hier auch noch ein Stück weit aufleveln kann und neue Schläge und Kombos erlernen kann fällt, wie auch in früheren Teilen, natürlich positiv auf, wobei uns die Steuerung diesmal deutlich schwieriger vorkommt. Es gilt zwar auch das ein oder andere Rätsel zu lösen, allerdings bringen diese nur selten ausreichend Abwechslung und insgesamt sind die zu leicht gehalten.

Was das Ganze ein wenig auffrischt sind die bekannten Quicktime-Events, in denen ihr, vorallem in Kämpfen gegen die Endgegner, zur richtigen Zeit die richtigen Tasten/Knöpfe drücken müsst. Zwar ist auch hier keine neue, innovative Idee in Sicht, trotzdem bringt es samt Rätsel ein wenig Abwechslung in das sonst hart umkämpfte God of War.

Jeder Kampf in der Mythologie ist anders

Was sehr früh auffällt ist die Kameraführung. Natürlich muss man sich erst mal daran gewöhnen, dass man die Kamera nicht frei mitführen kann sondern jedes Bild sozusagen vorherbestimmt ist. An sich ist das eine gute Idee, man muss sich nie um den Blickwinkel kümmern. Was in anderen Teilen der GOW-Reihe aber durchaus überzeugt hat kann in Ascension nicht punkten. Denn hier rückt man oft zu weit von seinem Helden Kratos weg, sodass man ihn in Kämpfen mit vielen Gegnern nicht mehr klar erkennen kann. So verliert man leider schnell den Überblick und kann ihn in Mitten von Gegnern nicht mehr identifizieren. Und da euch Passagen relativ häufig begegnen, bei denen viele Gegner auf euch losgehen, kommt es oft zu dieser Undurchsichtigkeit welche schnell zu Frust führen kann. Technisch hat sich GOW genauso weiterentwickelt wie das Gameplay. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es kaum Unterschiede. Die Umgebungen sehen noch etwas besser und detaillierter aus, ansonsten findet man nicht viel Neues. Nachdem es ja bereits einigen Unmut von Spieler gab, die ein bestimmtes Level nicht geschafft haben und eine Trophäe via Patch umbenannt wurde ist man mit GOW Ascension ja nicht gerade glücklich gestartet.

Und es gibt doch noch eine Neuerung im griechischen Mythen-Universum

Zwar fällt der Singleplayer relativ mau aus was Neuerungen betrifft, aber GOW Ascension darf zum ersten Mal einen Multiplayer-Modus an Bord begrüßen. Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Braucht ein hervorragendes Spiel wie GOW überhaupt einen Multiplayer? Wie wurde der MP umgesetzt? Vor allem die Entwickler haben hier volles Herzblut reingesteckt. Aber kommt das auch bei den Spielern an?  Die Antwort? Ist nicht so einfach, denn der eine findet den Multiplayer innovativ und super, der andere hält ihn schlichtweg für Überflüssig.  Es gibt das erste Mal einen Übergang, den man vielleicht schon aus COD kennt, zwischen Singleplayer und Multiplayer. Dieser Übergang nennt sich „Herausforderung der Götter“ und wird mit einem Koop-Partner Online gespielt. Dabei muss man Gegner vernichten (wer hätte das gedacht?!). Um das Ganze ein wenig anspruchsvoller zu gestalten geht das alles auf Zeit. Nette Idee, hätte man aber mehr draus machen können.  Der zweite Modus nennt sich „Wohlwollen der Götter“. Hier spielt man eine Art Deathmatch, entweder im einzeln oder als Team. Nichts wirklich Weltbewegendes, aber für GOW-Fans sicher ein schönes „Zuckerl“. Die Karten und Areale sind, genau wie im Singleplayer die Umwelt, wirklich schön gestaltet. Auch die Größe passt sich den Wünschen an. Nehme ich eine kleine Karte bekomm ich natürlich mehr Action und Gemetzel. Werden die Karten größer nimmt der Action-Faktor zwar ab, aber man kann „taktischer“ vorgehen und hat weitläufigere und umfangreichere Karten.

Der Anfang und das Ende eines großen Kriegers

Zumindest auf der PS3. Ob danach noch was kommt ist fraglich, schließlich wurde ja eigentlich schon das Ende der GOW-Reihe verkündet. Vielleicht lassen sich die Entwickler ja Story-Technisch noch was einfallen. Der letzte Teil auf der PS3 endet weniger pompös. Wenig Neuerungen oder neue Ideen, altes Schema, Story mäßig und ein Multiplayer, der zwar ganz nett ist, aber nicht voll überzeugen kann. Und doch macht genau das GOW zu einem super Spiel. Das gleiche Schema und eine Umsetzung des Gameplays ohne großes Pi-Pa-Po und vielleicht unausgereiften und fehlerhaften Neuerungen. Denn für Freunde von Action bzw. Adventure-Spiele gepaart mit Slayer-Elementen ist God of War doch genau das richtige. Ebenso für Fans, die in Ascension genau das finden, was sie bisher so geliebt haben. Mit God of War wird Kratos ein Held – und einen Mythos soll und kann man nicht verändern.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”God of War: Ascension” developers=”Santa Monica” publishers=”Sony” platforms=”PS3″ genres=”Action” release_date=”13.03.2013″]



God of War: Ascension
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