News & Rumors: 3. May 2013,

ArcaniA – The Complete Tale

arcania_ps3_cover

Jaja, ich weiß noch dass ich damals eine Xbox hatte und darauf für eine kurze Zeit Arcania (Gothic 4) drauf gezockt habe. Da meine Konsole aber nicht mehr lange hielt, konnte ich das Rollenspiel ebenso wenig weiterzocken. Nun haben wir von Nordic Games freundlicherweise schon das Testmuster zu der PlayStation 3 Version erhalten. Ich war wirklich gespannt auf das Spiel, denn Gothic genießt bei mir wahrlich einen Kultstatus! Generell mag ich diese Art, wie die Rollenspiele funktionieren. Mit ihrem eigenen Charme und der konservativen Spielweise können die mich eben sehr lange begeistern. Nach dem Disaster von Risen 2 bin ich aber sehr vorsichtig geworden. Ich bin überhaupt kein Spieler, der gute Technik braucht, aber irgendwo sind doch gewisse Grenzen gesetzt. Arcania macht leider den selben Fehler, konnte mich aber dennoch vor dem Bildschirm fesseln. Warum das ganze so ist, versuch ich euch in dem Test zu erläutern.

Arcania-Logo-LgGothic

Nichts kann die Liebe zerstören!?

Das Spiel beginnt eigentlich sehr idyllisch auf einer kleinen Wiese vor dem Dorf. Unsere geliebte Ivy möchte dass wir zu ihrem Vater laufen. Es dauert nicht lange, da verwickeln wir uns in einem Gespräch mit ihm und legen ihm direkt unseren Wunsch nahe: Wir wollen Ivy heiraten, egal was kommt. Aber so leicht bekommen wir den Segen nicht, sodass ihr mürrischer Vater uns erst einmal drei Prüfungen aufgibt, die wir bewältigen müssen. Schaffen wir diese nicht, gibt es auch keine Hochzeit.

Natürlich sind diese Quests erst einmal dafür da, dass ihr euch zurechtfindet. Wo ist das Inventar, wie bewegt man sich und weicht man Attacken aus und wie rüste ich mich aus. Im selben Atemzug lernen wie schon den Bogen kennen, mit dessen Hilfe wir alternativ auch auf Distanz angreifen können. Wie in fast jedem anderen Rollenspiel tötet man also zunächst verschiedene Gegner oder sammelt irgendwelche Gegenstände für die NPCs ein. Nichts besonderes also. Als wir dann endlich die Prüfungen und alle Wünsche des Vaters erledigt haben, dürfen wir endlich Ivy heiraten und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf. Im ganzen Land herrscht Krieg und so schön die Gegen auch war, hier wurde bis auf unseren Helden keiner verschont. Auch unsere geliebte Frau nicht, denn sie kommt um. Aus Rache und Wut schwören wir uns, die verantwortlichen aufzuspüren und uns zu rächen. Soweit die Story des Spiels.

Schon relativ Bald im Spiel müssen wir uns unzähligen Quests stellen, die uns immer näher ans Ziel bringen. So lernt ihr auch während der Zeit immer wieder neue Fähigkeiten und erhält natürlich auch neue Waffen. In klassischer Art und Weise steigt ihr durch das erledigen von Aufgaben oder auch Monstern an Erfahrung auf, bis ihr einen neuen Level erreicht. Habt ihr eine neue Stufe erreicht, dürft ihr euren Helden skillen. Dabei könnt ihr verschiedene Punkte anwählen,  wie zum Beispiel Präzision (gut für Fernkampf), Disziplin (stärkt eure Kraft) oder eben in Sachen die man nebensächlich braucht wie Schleichen oder so was. Natürlich gibt es noch weitaus mehr Möglichkeiten, allerdings haben diese uns im Spiel nicht ganz so gut gefallen. Man stärkt sich zwar stetig beim skillen, aber irgendwie sind die einzelnen Themen nicht stark auseinander gegliedert, sodass man eigentlich gar nicht richtig weiß, was man verstärken soll. Ich bin schon froh, dass es nicht so viel ist wie in Skyrim, allerdings hätten sich die einzelnen Skillbereiche deutlicher unterscheiden können.

Egal ob ihr Monster killt, ob ihr durch Wiesen geht und Blumen bzw. Kräuter sammelt, alles kann man irgendwie nützen. Über das Menü könnt ihr also jederzeit und ohne Probleme aus rohem Fleisch etwas essbares machen, das euch bei einem Kampf mit zusätzlicher Energie versorgt. Genauso einfach ist es mit den Tränken. Das einzige was ihr tun müsst ist entsprechende Bücher zu finden, die euch neue Fähigkeiten lehren, die ihr dann für Herstellungszwecken nutzen könnt.

gothic-tale-gothic-4-181  Arcania_Gothic_4_Test_2

Wenig Questvielfalt

Schade ist bei Arcania, dass die Quests eigentlich immer gleich ablaufen. Töte X Monster, laufe von A nach B und bring den Gegenstand dann zu mir. Mehr gibt es eigentlich gar nicht. Die Monster allerdings haben tatsächlich verschiedene Taktiken, wo ihr teilweise richtig gut aufpassen müsst. Während ihr Anfangs nur mit Wildschweinen zu tun habt (die ungeheuer schnell angreifen können), kommen später riesige Spinnen die euch mit richtig fester Wucht umhauen können. Ab und an umkreisen uns dann wieder nervige Blutfliegen, die sogar von der Ferne auf euch spucken. Das hat uns wirklich sehr gut gefallen, denn diese Viecher passen einfach in das Spiel wie die Faust aufs Auge!
Wer das Spiel ohne Ziel erkunden möchte, dem wird hier natürlich ein großer Riegel vorgeschoben. Arcania geht einen sehr straighten Weg, das heißt Nebenmissionen oder gar freizügiges Erkunden der Länder ist eigentlich nicht möglich. Zwar könnt ihr schon ein kleines Stück freirumlaufen um zum Beispiel zu leveln oder Kräuter zu sammeln, allerdings macht das auch irgendwie keinen Spaß. Hätte ich keine Ziele würde ich es nicht mal spielen. Die Welt ist überhaupt nicht belebt, unzählige Bugs bei den Monstern konnte ich feststellen, wo nicht mal das Jagen richtig spaß gemacht hat. Nicht selten bleibt ein Tier einfach stehen und kann weder angegriffen werden noch greift es selbst an. Es kam auch schon vor, dass plötzlich aus dem Nichts ein Goblin vor mir stand und unverwundbar auf mich einprügelte, sodass ich wieder ein ganzes Stück weit hinten anfangen musste.
Arcania besitzt sehr wohl eine automatische Speicherfunktion, allerdings meistens nur dann, wenn man eine Quest annimmt oder beendet. Wer also dazwischen sehr viel gemacht hat, sollte unbedingt manuell speichern, was ja Gott sei Dank möglich ist. Nur sollte man es eben nicht vergessen.
Das Kampfsystem ist eigentlich ganz einfach erklärt. Mit einem Knopf knüppelt ihr ordentlich zu, mit dem anderen Springt ihr, dann könnt ihr noch ausweichen oder eben Bogen und Magie einsetzen. Alles via Knopfdruck. Das Menü ist ebenso leicht gestaltet wie Verständlich, allerdings etwas umständlich zu bedienen. Während man bei Items nach unten scrollen möchte, muss man das mit dem entsprechenden Stick machen, also nicht mit dem Steuerkreuz. Das Ausrüstungsmenü hätte ruhig etwas transparenter sein dürfen, ist aber in Ordnung.

Technik

Arcania ist technisch gesehen genauso eine Katastrophe wie Risen 2 auf Konsolen. Die Umgebungen sind zwar wirklich Bunt und nett gemacht, aber die Texturen sind enorm unscharf und auch die Gegner sowie NPC´s sehen grausam aus. Oft kommt es vor, dass die Konsole überhaupt keine Texturen mehr nachladet und man so ein Gesicht ohne ein Gesicht hat. Klingt komisch, ist aber so! Auch die Sprache ist grauenvoll, viel schlimmer ist, dass sie die Gestiken nicht mal annährend dazu passen.

Fazit

Das eine heb ich mir jetzt zum Schluss auf. Warum spiele ich Arcania trotzdem, obwohl die Technik dermaßen Mies ist? Arcania schafft es trotzdem mit der Spielmechanik mich zu fesseln. Ich mag diese konservative Art von Rollenspiel. Das Kampfsystem, das Aufsteigen und auch die Gegenden, auch wenn sie noch so hässlich aussehen. Ich muss ganz klar sagen, wer von Technik nicht weggucken kann, der sollte hier einen großen Bogen um das Spiel machen. Wer aber auf diese Old-School Rollenspiele wie Gothic seinerzeit war steht, der könnte doch mal einen Blick riskieren. Denn eines ist sicher, ich werde das Game durchspielen. Oftmals kann man auch keine direkten Antworten geben. Deswegen will ich es so erklären. Rein für meinen Geschmack (also Subjektiv) finde ich das Spiel sogar ganz nice. Objektiv gesehen und in Relation mit den Größen wie Skyrim etc. hat Arcania nicht mal den Hauch einer Chance. Die ich es Objektiv bewerten muss, muss es auch entsprechende Wertung geben. Ich hätte gern mehr gegeben, aber das geht leider nicht.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Arcania The Complete Tale”  publishers=”Nordic Games” platforms=”PS3, Xbox 360, PC” genres=”RPG” release_date=”28.05.2013″]



ArcaniA – The Complete Tale
3.67 (73.33%) 3 Bewertungen

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Zuletzt kommentiert






 1 Kommentar(e) bisher

  •  venroxx (3. Mai 2013)

    Ich kann mich deiner Meinung der Wertung definitiv anschließen! Tolles Rollenspiel mit grausiger, veralteter Technik & Optik!


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