News & Rumors: 22. May 2013,

Iron Sky: Invasion: Was kann das späte Game zum Film?

Ein Jahr nach Erscheinen von Iron Sky bringt TopWare Interactive nun auch das Game zum trashigen Kinofilm heraus. Mond-Nazis von der Erde fernhalten auf der Konsole? Ob das gut geht, verrät das Review für die Xbox 360-Version.

Wer den Film nicht kennt: Im Jahr 2018 kehren die deutschen Nazionalsozialisten zurück, um die gesamte Erde zu erobern, denn die letzten Anhänger Hitlers versteckten sich über Generationen seit Ende des zweiten Weltkrieges auf dem Mond! Klingt erstmal bekloppt, ist es auch. Der Film bestach durch einen klischeehaften Humor und eine trashige Story. Das überimmt auch das Spiel zum Film.

Fades Gameplay zu schnöder Handlung

Leider bleibt aber nicht so viel von der Story übrig. Bis auf einige Video-Cutscenes der aus dem Film bekannten Figuren, rankt sich die Handlung eher darum, den orbit von Nazi-Raumschiffen zu säubern. Ihr erhaltet verschiedenste Aufträge, die meistens damit zu tun haben, die Erde an bestimmten Stelle u beschützen oder der USS George W. Bush zu helfen.

In Sachen Gameplay besticht Iron Sky: Invasion leider gar nicht. Es erinnert alles eher an einen nicht enden wollenden Flugsimulator mit wenig Abwechslung bei den Missionen. Ihr kreist durchs All, zerstört Nazi-Schiffe, kehrt zur Basis zurück und fangt von vorne an. Dabei erhaltet ihr im Laufe des Spiels neue Schiffe, die unterschiedliche Parameter haben und dabei auf Raumstationen aufgerüstet werden können. Dazu müsst ihr Wrackteile der gegnerischen Schiffe in Schlachten einsammeln und wieder verkaufen. Hier hört die Abwechslung aber schon fast auf. Die feindlichen Flotten, allesamt nach Figuren aus der germanischen Mythologie benannt, unterscheiden sich zwar in ihrer Panzerung und Feuerkraft, sehen aber leider alle gleich aus. Daher “Charakter”-Design gleich Null. Immerhin gibt es – sozusagen als Endbosse – die riesigen Weltraumzeppeline, deren Bekämpfung auch andere Strategien beansprucht.

Nette Klischees machen das All bunter

Das triste schwarze Weltall, in dem ihr mehr oder weniger herumdümpelt ist, außer mit Feinden, nurnoch mit diversen Raumstationen versetzt. Hier begegnen wir wieder einigen amüsanten Klischees, wie zum Beispiel der bunten koreanischen Raumstation oder den schrägen Presidenten von Indien oder Russland. Immerhin, für diese müsst ihr hin und wieder kleine Nebenaufgaben erledigen, was immerhin etwas Abwechslung bietet. Stets wenn ihr eine Raumstation ansteuert, verändert sich die Hintergrund Musik zu einer klischeebehafteten Melodie aus dem jeweiligen Land. besonders witzig, wenn man die großen deutschen Zeppelline ansteuert. Die Musik dazu kann man sich wohl denken.

Fazit

“Naja” kann man wohl zu Iron Sky: Invasion bloß sagen. Leider, denn der Film lässt ein witziges und spannendes Game vermuten. Schade nur, dass das Gameplay furchtbar langatmig und wenig spannend ist. Die kleinen witzigen Cutscenes und Nebenaufgaben lockern das Ganze hin und wieder auf, reichen aber nicht aus, um aus Invasion mehr zu machen als eine Raumschiffsimulation. Nur eben mit Nazis.

Wertung: 4/10



Iron Sky: Invasion: Was kann das späte Game zum Film?
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