News & Rumors: 12. June 2013,

The Last of Us

Bereits vor knapp drei Wochen durften wir den Pressetermin von Sony besuchen und uns vorab von The Last of Us überzeugen! Neben einer schönen Präsentation in einem Truck geschmückt mit einer bewilderten Atmosphäre durften wir den Titel ausführlich anspielen. Spätestens da – eigentlich ja auch schon vorher – wurde uns klar, dass uns im Juni ein wahres Meisterwerk erwartet. Wir wollen euch in diesem Absatz nicht die Spannung nehmen, aber das Spiel schneidet ganz berechtigt so gut ab! Lest in unserem Bericht, warum das so ist!

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Könntest du der letzte Überlebende sein?

Nachdem wir The Last of Us durchgespielt haben, fragen wir uns wirklich ob wir das alles miterleben könnten, ob wir die Kraft dazu aufwenden wollen und vor allem wie Hart das ganze sein muss! Zu Beginn des Spiels lernen wir Joel kennen, einen Mann, der ziemlich gefühllos und Kalt rüberkommt. 20 Jahre sind nun vergangen als die Menschheit von einem schrecklichen Pilzbefall heimgesucht wurde und fast das komplette Leben ausgelöscht hatte. Wir sprechen hier nicht von einer einfachen Krankheit, denn dieser Pilz „infiziert“ Menschen und saugt förmlich jede Lebensenergie aus dem Körper aus. Was übrig bleibt ist eine bestialische Gestalt die den Drang zum „Fressen“ hat und natürlich kein Halt macht oder gar Gnade zeigt. Die noch restlich überlebenden Menschen sind in einer Quarantäne untergebracht, wo sie in Armut und ständiger Angst vor Plünderung und anderen schrecklichen Taten leben müssen. Überwacht wird das ganze von einer Art Armee, die allerdings bei jedem falschen Zucken sofort zur Waffe greifen. Es ist eine Welt, die wir so nicht kennen, eine Welt wo man sich an Joel seiner Stelle wirklich fragt, ob man unter diesen Umständen noch leben möchte. Nicht lange dauert es, bis man auf Ellie trifft, eine kleine freche und junge hübsche Dame, die die Welt nicht anders kennt. Sie weiß nicht wie es ist ein einem Spielzeugladen zu gehen und Spaß zu haben. Die infizierten, der Befall der Pilze, die stinkenden Leichen, sowie die extreme Gewalt sind ihr zu Hause. Dementsprechend unbekümmert und glücklich ist die junge Frau – denn sie kennt es ja nicht anders.

Dieser Aspekt gibt dem Spiel natürlich die perfekte Würze. Denn in Laufe der Zeit stellt sie Joel immer wieder Fragen zum „vorherigen“ Leben, wie das so war und was es dort so gab. Naughty Dog hat hier nicht nur Story Technisch für Spannung gesorgt, sondern baut im Laufe der Zeit eine authentische Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren auf, die uns richtig mitgenommen hatte! Warum Ellie und Joel sich begegnen, warum sie sich auf den weiten Weg machen und warum sie sich derart in Gefahr begeben möchten wir an dieser Stelle nicht erzählen. Das Spiel lebt von der Story, der Spannung und der Erzählung, das müsst ihr einfach selbst erleben! Wir garantieren euch aber, dass ihr in den ersten zehn Minuten bestimmt Emotionen spüren werdet – versprochen!

Plane um zu überleben!

Bereits vor der Sony Präsentation hatten wir ein wenig Sorge, dass The Last of Us zu viel Action bieten würde. Die Macher von Uncharted (Naughty Dog) haben hier nämlich schon Überzeugende Arbeit geleistet, allerdings wollten wir bei diesem Spiel mehr Atmosphäre spüren. Genau das ist den Entwicklern auch gelungen: Hinter jeder Ecke könnte ein Clicker oder ein Runner lauern. Haben wir überhaupt genug Munition dabei? Eine Kugel – das soll wohl ein Witz sein? Was nun? Wir müssen uns wohl irgendwie einen anderen Weg finden, aber ich könnte aus meinen Baseballschläger noch eine gefährlichere Waffe machen, in dem ich sie kurzerhand pimpe! Nein, wir haben keine Materialien mehr, das kann doch nicht war sein! – So in etwa lässt sich das Gameplay beschreiben, wenn es auch ein wenig komisch zu lesen ist. Naughty Dog hat hier wirklich Action mit Survival perfekt kombiniert. Klar könnt ihr die Gegner immer niederballern wie ihr wollt, allerdings müsst ihr sehr genau auf eure Munition oder auf euer Inventar achten. Denn das ist alles sehr knapp gehalten und wenn ihr nicht aufpasst und zu schnell seid, läuft ihr direkt in den Tod!
Schon ziemlich zu Beginn des Spiels trifft ihr auf die sogenannten Clicker. Diese Kreaturen, die ja einst auch mal Menschen waren, sind schon so stark vom Pilzbefallen, dass gar nichts mehr sehen. Sie orientieren sich durch ihr Gehör und achten sehr genau da drauf, ob ihr in der Nähe seid. Haben sie euch einmal geortet (vielleicht habt ihr die Taschenlampe noch an oder ihr habt geschossen), dann laufen sie extrem schnell auf euch zu. Eine Berührung reicht aus und ihr werdet das zeitliche segnen. Anders als die tödlichen Clicker werdet ihr auch auf Runner treffen, die zwar leichter zu besiegen sind, aber extrem schnell und wendig auf euch zulaufen können. Selbst in einfachen Spielmodus regeneriert sich eure Gesundheit nicht von selbst, weshalb ihr genau drauf achten solltet, was euch zu nahe kommt. Joel hält nämlich nicht sehr viel aus und wird sterben. Neben den infizierten „Menschen“ werdet ihr es auch mal mit normalen Plünderer und der Armee zu tun haben. Diese sind freilich nicht infiziert, allerdings können die ganz schön gut schießen. Da ist es natürlich nahezu perfekt, dass Ellie im Laufe des Spiels lernt euch auch mal zu helfen. Entweder schmeißt sie euch ein Medipack zu, oder sie tötet sogar selbst die Gegner.

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Pimp your Gun!

Was uns bei The Last of Us weiterhin sehr gut gefallen hat ist das Crafting System. Überall in der Gegend liegen Materialien rum, die ihr natürlcih einsammeln müsst. Egal ob Scheren, Alkohol, Verbände – aus jedem Utensiel könnt ihr was basteln. Wer nichts sucht, der wird auch keine Waffen benutzen können, denn das ist die höchste Priorität neben dem Überleben natürlich. So könnt ihr mit eurem gefundenen Material jederzeit – sofern es ausreicht – Heilmittel, Bomben oder sogar eure Handwaffen wie Baseballschläger oder Eisenstange herstellen oder verstärken. Neben dem Herstellen könnt ihr auch Joel Skillpunkte verteilen, wenn ihr entsprechende „Tabletten“ gefunden habt. Im Schweren Modus haben wir deutlich gespürt, dass es extrem wichtig ist zum Beispiel die Lebensenergie zu pimpen. Joel kann übrigens auch in den „Lauschmodus“ gehen, wo ihr alle Gegner in einen kleineren Umkreis sehen könnt – auch durch Wände. Dies ist ebenfalls eine gute Gelegenheit via Talent zu verstärken.

Als ob das nicht schon genug ist, könnt ihr auf den Werkbänken eure Waffen verstärken. Schneller nachladen, höhere Kapazität oder bessere Reichweite sind nur ein paar geringe Beispiele! Im Grunde ist das alles nichts neues und The Last of Us erfindet auch hier da Rat nicht neu, allerdings ist die Notwendig für das suchen von Gegenständen extrem hoch und das macht das Spiel auch so besonders.
Während man bei Resident Evil immer gesagt hat (bitte entschuldigt den Vergleich) dass man wenig Munition bereitstellt um wirklich ein Survival Game zu gestalten und dies nicht gehalten hatte, gibt hier The Last of Us richtig gas! Haltet die Augen offen, sonst werdet ihr sterben!

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Starke Gefühle auch ohne Drogen!

The Last of Us hat eine Besonderheit, die uns wirklich extrem geflasht hat. Wann habt ihr das letzte mal ein Spiel gezockt, dass euch nicht nur Storytechnisch gut gefallen hat, sondern auch eure Gefühle verrückt spielten? Die Charaktere und wie sie sich verhalten sind derart glaubhaft, dass man das Spiel einfach komplett durch „fühlt“. In fast keinem Spiel hatten wir Angst vor dem durchspielen, weil wir einfach hofften, dass gewisse Events nicht passieren sollen. Immer und immer wieder fragten wir uns wie es wohl weitergehen würde, aber wir wollten es gar nicht wissen. Es sollte irgendwie so bleiben, aber irgendwie interessiert uns wie das Spiel beendet wird. Klingt komisch, aber so ist es nun mal. Ein Meisterwerk!
Das ganze wird auch noch mit vielen Kleinigkeiten perfekt garniert! In den ruhigen Momenten hört man Ellie immer wieder mal wie sie pfeifen übt, wie sie versucht ein Kind zu sein oder wie sie Joel mit Fragen löchert. Wow, einfach genial! So viel Liebe zum Detail ist einfach gigantisch! Die Spielzeit kann sich übrigens auch sehen lassen, denn wir haben knapp 20 Stunden verbracht. Allerdings haben wir uns auch Zeit gelassen, es genossen! Zwar ist das Spiel streng genommen sehr Linear, aber man hat durchaus sehr viele Erkungsmöglichkeiten in den Abschnitten. Auch bauen die Entwickler keine aufgesetzten Features ein, sondern immer wieder nette, funktionierende Gameplay Möglichkeiten: Mal reitet man mit Pferden, mal bedient ihr eine Sniper Position oder ihr seid unter Wasser unterwegs!

Grafisch ist das Spiel – wie von Naughty Dog zu erwarten war – wieder erste Sahne! Die infizierten sehen zwar nicht so schön detailliert aus wie die anderen Charaktere, aber das verzeiht man dem Spiel gerne. Der Soundtrack ist einmalig! Eine ruhige aber gängige Gitarren Melodie begleitet uns immer wieder im Spiel. Hier und da wird’s dann mit passenden rumsen des Basses richtig Spannend! Was soll man hier noch sagen, perfekt!
Den Multiplayer Modus haben wir nicht getestet, da zum Zeitpunkt des Tests noch keiner oder fast keiner online war!

Fazit

Die Präsentation und Anspielsession bei Sony hat uns schon wuschig auf das Spiel gemacht. Das Game nun selbst beendet zu haben ist ein komisches Gefühl. Alles wirkte so authentisch, voller Emotionen und einfach so genial, man möchte gar nicht aufhören. Wir werden es nochmal durchspielen, denn Naughty Dog hat hier ein Meisterwerk abgeliefert! Geniale Story, richtig dichte und spannende, aber auch irgendwie gruselige Momente gepaart mit einem harten Survival Gameplay machen das Spiel fast perfekt! Das ist der Grund warum wir eine PlayStation haben, liebe Leser!

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”The Last of Us” developers=”Naughty Dog” publishers=”Sony” platforms=”PS3″ genres=”Survival Action” release_date=”14.06.2013″]



The Last of Us
3.89 (77.89%) 19 Bewertungen

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