News & Rumors: 18. June 2013,

Rush Bros.

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Spiele wie BeatHazard oder Audiosurf haben bewiesen, dass das Prinzip “eigene Musik im Spiel” süchtig machen kann. In dieselbe Richtung schlägt der Titel von Indie-Entwickler Xylia Entertainment. Im schnellen Jump & Run Einlagen a la Super Meat Boy, gilt es vom Anfang bis zum Ende zu rennen und als Erster ins Ziel zu kommen.

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Run Forest Run

Das Spiel Prinzip ist also relativ einfach: Man bewegt sich durch ein Level voller Fallen, Hindernissen und anderem Schnickschnack und versucht dabei entweder die Zeit oder einen menschlichen Gegner zu schlagen. Der Kampf gegen die Uhr ist dabei eher unspektakulär, da man nur sich selbst als Messlatte hat. Im Mehrspieler hingegen muss man manchmal minutenlang warten, bis endlich ein Gegner gefunden wurde. Außer natürlich man hat einen Kollegen, der das Spiel ebenfalls zockt.

Wenn das nicht der Fall ist, bleibt zumeist der Solo-Arcade-Modus. Dieser besteht aus 30 Level, die eigene Puzzle und Hürden mit sich bringen. Tatsächlich kann man es sich wie Meat Boy vorstellen, nur nicht ganz so hektisch und mit weniger Fallen. Wenn mal eine zuschnappt, startet man am letzten Checkpoint erneut. Das Problem dabei ist, dass es sich teilweise zu träge für einen schnelles Jump & Run anfühlt und zu hektisch, für einen Puzzler. Die Einlagen halten den Spielfluss auf und jemand, der den Level schon einmal bestritten hat, rast einfach davon. Dazu kommt, dass 30 Levels derselben Art sehr wenig sind. Entwickler Team Meat hat gezeigt, dass man Hunderte solcher Kopfnüsse abwechslungsreich in ein Spiel packen kann. Xylia gelingt das nicht.

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Die musikalische Untermalung

Der Kniff an dem Ganzen stellt die eigene Musikbibliothek dar. Je nach Richtung und Geschmack, sollten sich die Hintergründe und das Geplänkel abändern. Die Betonung liegt hierbei auf sollten. Denn es schien kaum einen Unterschied zu machen, ob man mit klassischer Musik, Dubstep, Speed Metal oder 80er Rock aufwarteten. So gab es zwar kleinere Variationen was das Aussehen betraf, aber das war es auch schon. Da die Änderungen rein künstlicher Natur sind und den Schwierigkeitsgrad nicht beeinflussen, sind sie kaum der Rede wert. Quer durch einen Level kann man Power-Ups einsammeln. Im Mehrspieler außerdem noch Items, die dem Rennkollegen das Leben erschweren – Eine invertierte Steuerung, ein reingezoomter Bildschirm und ähnliche Ärgerlichkeiten. Die Idee ist zwar nett, am Ende heißt es aber: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sobald man einmal den Gegner abgehangen hat, baut man seinen Fortschritt durch Items nur noch weiter aus. Da sie nicht respawnen, kann man somit keinen Konterangriff starten.

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Fazit

Das gesamte Spiel leidet unter dem Syndrom: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Letztes Jahr hat der Entwickler versucht Rush Bros. über eine Kickstarter-Kampagne zu finanzieren. Diese scheiterte aber an zu wenigen Investoren. Das fertige Produkt gibt einen kleinen Einblick, warum kaum jemand sein Portemonnaie gezückt hat. Unterm Strich mag zwar ein innovatives Spiel bleiben, dass aber an einer schlechten Umsetzung und langweiligen Level scheitert. Das angepriesene Musik-Feature funktioniert kaum bis gar nicht und selbst der Mehrspieler kann hier nicht viel retten. Selbst der niedrige Preis von 8,99€ ist schon fast rausgeworfenes Geld. Wie bei vielen anderen Greenlight-Spielen sollte man sich genau überlegen, ob sie ihr Geld auch wirklich wert sind.



Rush Bros.
4.28 (85.56%) 18 Bewertungen

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