News & Rumors: 30. June 2013,

Painkiller Hell and Damnation

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Jeder Ur-Painkiller-Fan durfte sich nun freuen, endlich nach so vielen Jahren eine Neuauflage…Moment mal, eher ein HD-Remake samt Story-Fortsetzung. Nordic Games und The Farm 51 haben sich am Klassiker Painkiller versucht, welches damals ja viele Fans auf dem PC gewinnen konnte. Das HD-Remake begeistern können, wissen wir seit Hitman oder auch Rachet and Clank, aber ob das auch diesmal mit Painkiller geklappt hat? Zumal das Spiel durch die USK stark geschnitten wurde und selbst dann erst mit einer Altersfreigabe von 18 rausgegeben wurde.

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Feuer frei, Dauerfeuer frei…

Daniel Garner, euer Hauptprotagonist, sitzt in einer Zwischenwelt von Himmel und Hölle fest und er sehnt sich nach nichts mehr, als seine geliebte Frau wieder zu sehen. Die Story, die 2004 begonnen hat, wird nun in gewisser weiße fortgesetzt. Um seine Frau wieder zu sehen, müssen nur läppische 7000 Seelen eingesammelt werden – und diese werden wie gewohnt dadurch gesammelt, dass ihr auf alles schießt und tötet, was sich so in den verschiedenen Leveln und Umgebungen tummelt denn alles und jeder ist euer Feind. Wie schon im ersten Teil, könnt ihr dabei den Finger fast auf einer Schultertaste lassen – es kommen in jedem Level ganze Horden von Gegner, die nach und nach mehr aushalten und trotzdem alle vernichtet werden müssen. Dabei wird in den einzelnen Leveln oft ein Areal nach dem anderen Freigeben, was den Eindruck einer kleinen Arena macht. Dabei macht es die KI einem aber oft auch leicht, denn hin und wieder nehmen diese falsche Laufwege und verrennen sich dann zwischen zwei Objekten, aus denen sie sich nicht mehr befreien können. Ein neues Areal wird erst freigegeben, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Seelen eingesammelt habt. Doch Achtung, die Seelen der toten Gegner verschwinden schnell wieder, während ihr diese einsammelt solltet ihr stets auf Gegner Ausschau halten, nicht dass ihr böse überrascht werdet…

What the Hell…

Gegner sowie Waffen sollten alte Fans bekannt vorkommen, denn diese wurden fast 1:1 aus dem Vorgänger übernommen, nach dem Prinzip „Never change a running system“. Einzig der Seelenfänger ist neu im Sortiment, welcher Sägeblätter verschießt und weit entfernt liegende Seele automatisch einsammelt. Wer jetzt aber denkt, durch diese Sägeblätter können richtig schön Körperteile abgetrennt werden und das Blut spritzt nur so in Massen, der täuscht sich – denn dank USK wurde hier so gut wie alles, also sämtlicher Spielspaß, zensiert. Und auch die Figuren bzw. Gegner haben massig an Spielspaß eingebüßt, denn hier hat man versucht, diese noch weiter ab zu stumpfen, um sie so wenig wie möglich Menschenähnlich zu machen…danke USK.

Und nicht nur Waffen hat Daniel, sondern er kann sich auch noch beim 66 eingesammelten Seelen in einen Dämon verwandeln, der mit einem Schuss alles niederstreckt und unverwundbar ist – leider hält das allerdings nur immer kurzzeitig an und lässt sich nicht taktisch einsetzen, sondern aktiviert sich von selbst – doof wenn dann keine Gegner mehr in Sicht sind.

Aber taktieren zählt hier eh nicht – das Spiel ist ein Mix aus Bewegung, um Rüstung und Gesundheit nicht zu Schaden, und ein ständiges ballern auf eben eigentlich alles – und wird euch die Munition knapp, es liegt genügend in der Gegend rum, um 10x so viel Gegner auszuschalten. Selbst die Endgegner, die zwar sehr groß und imposant wirken, stellen nur teilweiße eine Herausforderung. Wer auch hier ständig in Bewegung bleibt und schießt was das Zeug hält, der sollte wenig Probleme mit diesen haben. Um das Ganze in höheren Schwierigkeitsgraden ein wenig zu vereinfachen gibt es noch die Tarotkarten. Diese erhält man, wenn man in einem Level alle Ziele wie das Finden von geheimen Bereichen und aufsammeln von seltenen Gegenständen erfüllt hat. Um sich diese zu kaufen, kann man aber auch Münzen sammeln, die in Kisten innerhalb der Level verstreut sind. Mit diesen Karten kann man einen kleinen Bonus aktivieren, so hat man z. B. eine höhere Gesundheit oder eine Zeitlupenfunktion.

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Verdammt nochmal!

Im Gegensatz zum Vorgänger scheint zumindest die Technik, allen voran das HD-Bild fortgeschritten, und doch ist das alles weit hinter den heutigen Standarts. Texturen wirken unscharf, zu wenige Details und die Bildrate trägt nicht alle Gegnerhorden.

In Sachen Level hat man viele vom Original übernommen, ob das die richtige Entscheidung war? Man hat versucht, sie ein wenig aufzubessern und zumindest minimal neu zu gestalten, geglückt ist das allerdings nur wenig. Auch die Auswahl der Level war nicht immer glücklich. Und der ganz entscheidende Faktor: Es gibt nur 14 Level, von denen sogar noch 4 Stück allein Boss-Arenen sind. Also 10 größere, ausgefeilte Level…das ist eindeutig zu wenig – hatte das Original sogar noch 34. Und diese 14 Level hat man in weniger als 4 Stunden durch, das ist etwas zu mager, angesichts der wenigen Abwechslung aber vielleicht okay.

Im Soundtrack hat man versucht, die ganze Shooter-Aktion zu untermalen. Klappt mit dem Heavy-Metal-Sound auch hervorragend, allerdings fehlt auch hier die Abwechslung in den Songs. Zudem werden die Songs auch nur in Kämpfen eingespielt. Aber…man findet zumindest einen guten Ansatz. Aber leider kommt damit auch schon der nächste negative Aspekt: Die Syncro ist nicht immer geglückt. Nicht nur die Sprecher wirken schlecht, oft leidet das Spiel auch unter Lautstärkenschwankungen.

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Koop-Geballere und Online-Versuche

Spaßig wird es dann, wenn man mit einem Partner die Gegnerhorden aufmischt. Das kann man wahlweiße über das Internet oder sogar Lokal mit einem Freund. Die schlechte Technik leider aber noch mehr unter der Lokal-Koop-Aktion. Hier hätte man noch deutlich mehr rausholen können – denn der Koop-Modus bringt schon ein wenig Spaß.

Die Online-Modi sind dann allerdings nicht mehr groß erwähnenswert. Zumal diese nicht wirklich ausgereift sind. Zu wenig Maps, zu wenig Ideen. Man hat die Wahl zwischen Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag oder dem Survival Mode, wobei der überhaupt nichts mit Survival zu tun hat. Das ganze bringt keine neuen Ideen mit sich und sticht nicht wirklich heraus. Hausmannskost, da fast alle Spiele ja heute schon einen Online-Modus „brauchen“.

Fazit

Nordic Games und The Farm 51 haben sich dem Spiel gefühlt nur halbherzig angenommen. Zwar bietet Painkiller einen großen Fortschritt im Gegensatz zum 2004 veröffentlichten Vorgänger, allerdings ist das viel zu wenig und kann heutzutage weder begeistern noch mithalten. Technisch ist das fast schon unterirdisch. Zwar bietet der Dauershooter Abwechslung zu den ausgewaschenen „alles muss wie COD sein“-Shooter, aber man hat eben zu wenig daraus gemacht. Spielerisch ist es ebenfalls wenig abwechslungsreich und eigentlich nur dafür gedacht, nicht mehr groß nachdenken zu müssen, sondern einfach drauf los zu schießen. Der Koop-Modus ist ein guter Ansatz, aber auch hier, vor allem Lokal, hapert es an der Technik. Und auch die Online-Modi reißen niemanden wirklich vom Hocker. Fans werden wohl weiterhin zum Original aus 2004 greifen, da hier noch etwas an Umfang geboten war, 4 Stunden für 20 Euro sind viel zu wenig. Durch das Remake wird Painkiller nur wenig neue Fans gewinnen können…

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Painkiller Hell and Damnation” developers=”The Farm 51″ publishers=”Nordic Games” platforms=”PS3, Xbox360, PC” genres=”Shooter” release_date=”09.07.2013″]



Painkiller Hell and Damnation
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