News & Rumors: 5. July 2013,

Homeland Staffel 1

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Ein neuer Stern am US-Serienhimmel, so heißt es. Die vielen Auszeichnungen sprechen schließlich schon ein wenig für sich. Aber was macht diese Serie so einzigartig und warum lohnt sich der Kauf? Auf diese Frage wollen wir im Folgenden eingehen.

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Die Rückkehr

Nach acht Jahren in der Hand von Al Kaida wird der US-Soldat Nicholas Brody (Damian Lewis) befreit und kehrt als gefeierter Held nach Hause zurück. Nur CIA-Agentin Carrie (Claire Danes) ist skeptisch. Ihr hat eine Quelle gesteckt, dass Al Kaida einen amerikanischen Kriegsgefangenen “umgedreht”, also in einen Terroristen verwandelt hat. Aber außer ihrem väterlichen Freund Saul (Mandy Patinkin) glaubt ihr keiner. Also ermittelt Carrie auf eigene Faust – mit legalen und illegalen Mitteln. Und je länger sie sich mit dem Fall befasst, desto komplizierter wird er und desto mehr dunkle Geheimnisse bringt sie ans Licht. Fest steht irgendwann nur eins – es gibt einen Terroristen, der ein Attentat auf den Vizepräsidenten plant – die Frage ist, können Carrie und Saul ihn finden und stoppen?

Packend und Spannend

Soviel erst mal zum allgemeinen Handlungsstrang der Story. Sie beinhaltet eine fast durgehende Spannung, die besonders durch die vielen Wendungen im Verhältnis der Akteure hervorgerufen wird. So kann es auch mal vorkommen, dass man denkt den Werdegang der Dinge durchschaut zu haben, jedoch schon kurz darauf durch eine rasche Veränderung enttäuscht wird und so das Interesse an der Serie nicht verliert. Da der Film eher für Erwachsene erstellt wurde mangelt es auch nicht an Gewalt und Nacktszenen. Letztere werden zum Ende der ersten Staffel immer weniger.

Der tiefere Sinn

Was mich wirklich in der Serie bewegt hat, war das Leid, dass nicht nur auf der Seite der Amerikaner lag. Es wird auch aus der Perspektive der Terroristen berichtet und so zunächst eine Bindung zum kleinen und unschuldigen Sohn eines Al Kaida-Anführers aufgebaut, der dabei ist die amerikanische Muttersprache zu lernen. Er geht wie alle anderen Kinder aus seinem Dorf im fernen Osten in die Schule und dort passiert es: Die Amerikaner verüben einen Anschlag auf die angebliche Basis der Terroristen. Sie wissen um die Risiken der Kollateralschäden und töten so 80 unschuldige Kinder. Im Nachhinein wird alles seitens der Amerikaner vertuscht und das dies die Wut der Terroristen zürnt liegt auf der Hand. Es wird also nicht nur die Schuld bei den Terroristen gesucht, was die amerikanische Serie auszeichnet.

Fazit

Eigentlich ist die Geschichte simpel – die CIA jagt einen Terroristen im eigenen Land. Daraus eine Serie zu machen, die auch nach der 10. Folge noch interessant bleibt, ist eine große Kunst. Den Machern von “Homeland” ist das gelungen. Immer wieder denken sie sich neue Finten und Handlungsstränge aus, die immer mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben. So wird die Serie nie langweilig. Dazu kommt, dass “Homeland” auf keiner Seite strahlende Helden zeigt. Die Guten sind genauso kaputt wie die Bösen, die Jäger und die Gejagten haben oft sogar die gleichen Probleme. “Homeland” ist Fernsehen, wie es sein soll – intelligent, spannend und überraschend. Diese Serie macht süchtig.



Homeland Staffel 1
3.6 (72%) 5 Bewertungen

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