News & Rumors: 13. July 2013,

Painkiller: Hell and Damnation im Test für PS3

Painkiller: Hell and Damnation – Screenshot
Painkiller: Hell and Damnation - Screenshot

Painkiller: Hell and Damnation haben wir für die PS3 getestet. Das Game wird und als Shooter der alten Schule schmackhaft gemacht. Was uns allerdings im First-Person-Shooter an der PlayStation 3 erwartet, ist eher mau, wir verraten euch im Review wieso.

Ich bin bekennender Fan von Serious Sam. Der Humor und das rabiate Gameplay sprechen mich nicht erst seit Teil 3 an, der vor 2 Jahren erschien. Auch bin ich eher angetan von altbekannten Medikits anstelle von simplem Wegducken, damit der “Bloody Screen” verschwindet. Man könnte meinen Painkiller: Hell and Damnation sei wie geschaffen für mich, denn mit derlei Features wird der Shooter beworben.

Die Story, die keine war

“Hell and Damnation” ist ein allenfalls ein mittelmäßiges Shooter-Remake des 2004 erschienenen “Painkiller” und dessen Add-on “Battle out of Hell”.

Achtung! Wer das Original nicht gespielt hat, sollte sich über dessen Storyline informieren; Anscheinend wollte der Entwickler The Farm 51 das Kunststück wagen, die Geschichte des Originals zu erzählen, allerdings im gleichen Moment fortzuführen, schließlich war das neue Painkiller ursprünglich als Fortsetzung angekündigt. Diesen Spagat schafft der polnische Entwickler überhaupt nicht. Deshalb wirkt die Geschichte um Daniel Garner krude zusammengesetzt und allenfalls durchschnittlich erklärt. So sammelt der Protagonist 10.000 Seelen für den Engel Gabriel, um anschließend Luzifers diabolische Pläne zu vereiteln. Erschwert wird dieses Vorhaben von Dienern des Teufels, denen man in Boss-Kämpfen begegnet und das ansonsten viel zu geradlinige Gameplay ein wenig abwechseln.

Gameplay mit viel Potenzial

14 Level, die allesamt jeweils 20 bis 30 Minuten Zeit in Anspruch nehmen, erwarten euch in Hell and Damnation. Aufgebaut ist jedes einzelne von ihnen gleich: Munition für die Schrotflinte, Armbrust und sonstige Waffen auffüllen, Raum betreten und und solange schießen, bis sich nichts mehr bewegt, was feindlicher Gesinnung sein könnte. Selbst in den 4 Boss-Kämpfen, die in den 14 Leveln inklusive sind, ändert sich das Muster kaum. Erschwert wird das Ganze durch wenig Deckung und die nicht-regenerativen Lebenspunkte, die nur durch Seelen erschossener Gegner aufgefüllt werden. Schwer ist das neue Painkiller dennoch nicht. Gegenspieler haben die angenehme Gewohnheit, an allem hängenzubleiben, was sich im Dungeon befindet. Die KI ist deshalb leichte Beute für halbwegs erfahrene FPS-Spieler.

[is-gallery ids=”38617,38618″]

Gewöhnungsbedürftig ist die nicht vorhandene Sprint-Funktion. Wer flüchtet, sollte sich auf die Sprungkraft von Daniel Garner verlassen. Dass der Anti-Held nur aus der Hüfte schießen kann, wirkt im ersten Moment fremd. Nach kurzer Eingewöhnungsphase muss man Painkiller dafür loben: Das Prinzip des ständigen Niedermetzelns von Gegnerhorden funktioniert im Retro-Remake gut. Wer an solchen Spielen Spaß hatte, wird erneut seine helle Freude finden. Alle anderen haben nach einigen Stunden das Gefühl, sie müssten das Gameplay ertragen.

Die Tarotkarten sind zurück

Wer sich in den 14 Dungeons in Painkiller: Hell and Damnation genau umsieht und fleißig sammelt, wird belohnt: Für Gold und kleine Bonusmissionen kann man Tarot-Karten freischalten. Man “benötigt” sie an keiner Stelle, doch Erleichterung bringen sie auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad allemal. Empfehlen kann ich die Karte, die die Zeit für kurze Zeit stoppt und einen kleinen Moment Friede aufkommen lässt.

[is-gallery ids=”38619,38620,38621″]

PS2-Grafik mit tollem Soundtrack

“Painkiller HD” beweist uns, wie man am Ziel scheitern kann, den Look aufzupeppen. Trotz der Unreal Engine 3 kann sich die Grafik kaum sehen lassen. Texturen wirken beinahe so als würde man eine Betaversion spielen.
Umso mehr freut es mich, dass der ursprüngliche Soundtrack, der sich bereits im Menü hören lässt, noch genauso wie im Original ist. Die deutsche Synchronisation hätte man lieber komplett aus dem Spiel gelassen.

Fazit

Sobald man einen positiven Punkt an Painkiller: Hell and Damnation findet, tun sich zwei negative Aspekte auf, die den Spielfluss stören. Insgesamt ist das Remake von The Farm 51 und Nordic Games nicht Konsolen-tauglich und überhaupt nicht schön anzusehen. Dafür beeindruckt der tolle Soundtrack und die Old-School-Mechanik, die ohne Zielhilfe oder “Bloody Screen” auskommt.

Das hektische Gemetzel, das einem als Gameplay verkauft wird, weiß nur in den ersten Stunden zu unterhalten. Wer also eine kurzweilige Baller-Orgie sucht, ist goldrichtig.



Painkiller: Hell and Damnation im Test für PS3
3.67 (73.33%) 9 Bewertungen

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Wertung

5/10
markiger Soundtrack
bescheidene Grafik
nicht Konsolen-tauglich
keine Langzeitmotivation

Zuletzt kommentiert