News & Rumors: 20. July 2013,

Hitchcock

Hitchcock

Nahezu jeder Filmfan kennt den Thriller-Klassiker »Psycho«. Dessen Regisseur Alfred Hitchcock war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der britische Regisseur Sacha Gervasi wollte mit »Hitchcock« keine lückenlose Biografie des Filmemachers schaffen, sondern widmet sich in fast ausschließlich der Zeit, in der Psycho entstand. Ein Making-Of in Spielfilmlänge quasi.

Die Story

Der einflussreichste Filmemacher des vergangenen Jahrhunderts, Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins), steckt mitten in den Vorbereitungen zu seinem späteren Meisterwerk “Psycho” mit Janet Leigh (Scarlett Johansson), Vera Miles (Jessica Biel) und Anthony Perkins (James D’Arcy). Ihm zur Seite steht seine Ehefrau und Partnerin Alma Reville (Helen Mirren), die nicht jede Entscheidung ihres Mannes befürwortet, ihn aber dennoch vollends unterstützt. Die Filmbranche ist skeptisch gegenüber dem neuen Projekt und versagt die Finanzierung. Der inzwischen 60-jährige Filmemacher wird von einigen Produzenten für zu alt und sein Projekt für nicht gut genug gehalten. Hitchcock ist jedoch dermaßen überzeugt von dem Drehbuch, dass er selbst für die Kosten der Produktion aufkommen möchte.

Es riecht nach einem Oscar

Regisseur Sacha Gervasi hat sich bisher nur als Drehbuchautor (unter anderem von The Terminal mit Tom Hanks) hervorgetan. Mit Hitchcock gibt der Brite sein Spielfilmdebüt ab. Was historische Biografien angeht, spielt der Film in einer Liga mit Die Eiserne Lady oder The King’s Speech. Optisch ist Hitchcock einwandfrei umgesetzt und lädt in ein Hollywood vergangener Zeiten. Hier haben Maske, Set- und Production Designer ganze Arbeit geleistet. Nicht nur Hitchcock-Darsteller Anthony Hopkins sieht dem Original verblüffend ähnlich, auch die Atmosphäre der Ära wurde überzeugend eingefangen. An der Schauspielkunst der Darsteller will keiner zweifeln, nichts desto trotz wird man das Gefühl nicht los, dass der Regisseur auf einen Oscar aus ist.

 Was wäre er nur ohne seine Frau?

Als Hitchcock und seine Frau sich kennengelernt hatten war Hitchcock noch ein Niemand und seine Frau war weit erfolgreicher im Filmbusiness. Nun jedoch steht Alma nur noch im Schatten ihres Mannes. Dennoch wird auch im Film gezeigt wie stark die beiden in Zeiten der Not zueinander halten. Auch wenn Hitchcock sich des Öfteren auch mit anderen Damen umgeben hat, ist die Ehe nie zerbrochen. Besonders am Ende wird deutlich gemacht, dass ohne das Mitwirken seiner Frau niemals ein so einschlagender Film hätte entstehen können.

 Wenn man zwei Gesichter hat

Es gibt viele Mythen um die Legende Hitchcock. Auch dass er oft durch sein eigenes Genie in den Wahnsinn verfällt. Darauf baut auch die Biographie auf. Als Quelle bemächtigt sich der Regisseur dem Buch “Alfred Hitchcock and the Making of Psycho”.

Trotz seines außerordentlichen Erfolges war Hitchcock stets von Selbstzweifeln geplagt. Er wollte immer besser sein, Grenzen austesten. Gerne legte er sich mit Studiobossen oder der amerikanischen Zensurbehörde an, die damals der Meinung war, ein Film wie Psycho dürfte niemals in die Kinos kommen. In unserer heutigen Zeit, in der so gut wie alles gezeigt werden darf, scheint dies absurd. Doch für Hitchcock waren es Hindernisse, die überwunden werden mussten.

Fazit

Hitchcock ist eine gute Biographie, die von herausragenden Schauspielern und einer gelungenen Mischung aus Drama und charmantem Humor profitiert. Wirklich Spannung kommt nicht immer auf. Daher ist es gut, dass Gervasi sich bei seiner Erzählung auf 98 Minuten beschränkt und so keine Langeweile aufkommen lässt. Hitchcock ist vor allem für Film- und Geschichts-Fans gedacht und den Lebensstiel Alfred Hitchcocks.



Hitchcock
3.62 (72.31%) 13 Bewertungen

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Zuletzt kommentiert






 2 Kommentar(e) bisher

  •  Dominik Gorzel (17. August 2013)

    thriller?

  •  Prohero (18. August 2013)

    Ja, Psycho ist ein Thriller/Horrorfilm :)


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