News & Rumors: 20. August 2013,

Harvest Moon

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Harvest Moon, welches viele Ableger aufweisen kann, ist in der SNES (Super Nintendo Entertainment System) Fassung sowohl früher als auch heute noch ein Hit. Doch warum? Eine Lebenssimulation hat doch spätestens nach dem Erscheinen der Sims eine höhere Messlatte als Harvest Moon?!?

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Folge der Familientradition

Ihr seid ein junger Mann, der die einst glorreiche Ranch seines Großvaters geerbt hat. Doch ihr entdeckt, dass alles heruntergekommen ist: das einzige was ihr noch habt ist ein kleines Haus, einen Gartenschuppen mit Geräten, zwei leere Scheunen für Kühe und Hühner, ein kleines Holzlager und einen Zaun. Zum Glück aber habt ihr auch gleichzeitig das angrenzende Grundstück geschenkt bekommen, wo es genug Grund für das Anbauen von Gemüse gibt. Doch bevor ihr das machen könnt, ist hart arbeiten angesagt!

 Der harte Anfang in der neuen Stadt

Das ganze Leben in Harvest Moon ist eine Simulation. So ist es auch kaum verwunderlich, dass Zeit Geld ist und dass man hart arbeiten muss um etwas zu erreichen. Um den Grundstein für ein neues Leben auf der Farm zu legen, muss hart gearbeitet werden. Als erstes muss das vorhandene Grundstück aufgeräumt werden: Bäume müssen gefällt werden und somit auch das Holzlager aufgefüllt werden, Unkraut muss gerupft werden und große Steine müssen zerschlagen werden. All dies kostet natürlich Kraft und nach einer gewissen Zeit treten Erschöpfungserscheinungen ein, die erst nach dem Krafttanken im Schlaf verschwinden. Einige Tage vergehen, bis es dann geschafft ist und ihr bereit seid zum Start in das richtige Leben eines Farmers:

Der 1. Schritt ist das Verdienen von Geld. Mit Geld setzt ihr die Grundlage des Daseins in der neuen Stadt. Ihr kauft euch Samen für verschiedene Gemüsesorten im Geschäft, sät diese daraufhin aus und bewässert sie mit dem Wasser aus den zahlreich vorhandenen Wasserquellen auf eurem Grundstück. Nach ein paar Tagen dann kann in den meisten Fällen die Ernte eingefahren werden, manches Gewächs muss aber länger gehegt und gepflegt werden, bis man den Ertrag ausschöpfen kann. Die Ernte an sich ist dann etwas aufwendiger, weil man jede Pflanze einzeln bearbeiten muss und das Gemüse einzeln in den Erntekorb, der sich vor dem Haus befindet, werfen muss. Wenn dann noch dazu kommt, dass die neue Ernte ausgesät werden soll und diese auch noch bewässert werden muss, bleibt nicht mehr viel vom Tag übrig. Doch spätestens wenn der Händler am Abend kommt, hat sich die Arbeit gelohnt und man kann zufrieden Schlafen gehen. Ein Fluch und ein Segen ist jedoch das Wetter. Wenn es nicht heiß ist, dann regnet es und man muss seine Ernte nicht selber mit Wasser versorgen, jedoch kann es vorkommen, dass es ein Unwetter gibt, was nicht nur die Ernte zerstört und somit den Ertrag vermindert, sondern auch der Zaun am nächsten Tag demoliert ist und dringend ersetzt werden muss. Der 2. Schritt ist das Zulegen von Tieren, die gehegt und gepflegt werden müssen, um Eier oder Milch produzieren zu können. Die so produzierten Lebensmittel können dann in der Stadt verkauft werden, allerdings solltet ihr euch vorher noch genau anschauen, was für Tiere benötigt wird. Kühe und Hühner können zum Beispiel nur gehalten werden, wenn genug Heu zur Verfügung steht. Des Weiteren kann die Milchproduktion durch das Einsetzen von Werkzeugen, wie zum Beispiel einer Melkmaschine, verbessert werden. Diese 2 Schritte sind notwendig, um ein erfolgreiches Leben auf der Farm zu führen, doch Harvest Moon wäre nicht so eine bekannte Serie, wenn es nicht mehr zu tun gäbe! In der Stadt laufen viele Bewohner herum, mit denen ihr euch anfreunden und so eine Beziehung aufbauen könnt, was sich sogar in einer Heirat manifestieren kann. Doch das Eheleben ist ein harter Kompromiss, der, wenn ihr ihn eingeht, mit weniger Arbeitszeit bezahlt wird, denn als Ehemann brauch man zuerst ein ordentliches Haus und man muss immer vor 5 Uhr zuhause sein. Wäre das nicht genug, gibt es die Möglichkeit, ein Kind zu bekommen, was auch viel Zeit brauch: Man muss die Zuneigung gewinnen, es füttern und wenn es krank ist pflegen. Da bleibt nicht viel Zeit für das Farmerleben übrig, aber macht das Leben doch schon realitätsnaher und somit auch schöner.

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 Keine Neuerungen, nahtlose Wii U Integration

Technisch gesehen ist Harvest Moon kein anspruchsvolles Spiel; Ihr habt eine Aktionstaste, mit der ihr fast alle Aktionen ausführt, was nach einer Zeit ziemlich eintönig wird, wenn keine neuen Herausforderungen oder Aufgaben angeboten werden.Grafiktechnisch hat sich im Gegensatz zu seinem Original nicht viel getan, was natürlich daran liegt, dass das Spiel ein Virtual Console-Titel ist, welche die nette Funktion mitbringt, dass man jederzeit einen Speicherpunkt anlegen und dann beim nächsten Spielen direkt wieder ins Geschehen reinspringen kann. Auch die nahtlose Integration und die Kompatibilität der verschiedenen Controllern, wie zum Beispiel des alten Wii Pro Controllers, überzeugte im Test und macht das Spielen wesentlich komfortabler als mit dem sperrigen Gamepad. Durch das Mirroring, also das Spiegeln des Bildschirms auf das Gamepad, macht auch das Zocken auf dem Sofa Spaß, wenn der Fernseher mal von anderen Familienmitgliedern benötigt wird.

 Fazit

Harvest Moon ist nicht für jeden etwas. Nach einer Zeit wird das ganze Spielprinzip klar und wird eintönig, was wenig zur Motivation zum Spielen beiträgt. Trotzdem gibt es eine Menge Sachen, die man erleben kann: Eine Frau heiraten, ein Kind großziehen und viele kleinere Aufgaben erledigen. Das mag jetzt nach wenig klingen, kann aber definitiv überzeugen und den Spielfluss vorantreiben, wenn man natürlich die nötige Geduld und den Willen hat, das durchzuziehen. Mit Harvest Moon als Virtual Console-Titel kommt nochmal ein kleines Nostalgiegefühl hoch, was auch alt eingesessenen Zockern der ersten Stunde gefallen kann. Zum Reinschnuppern in die Serie würden wir jedoch einen etwas neueren Titel empfehlen.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Harvest Moon” developers=”Pack-In-Video” publishers=”MarvelousAQL” platforms=”SNES / Virtual Console (Wii / Wii U)” genres=”Adventure, Simulation” release_date=”erhältlich im Eshop”]



Harvest Moon
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