News & Rumors: 29. September 2013,

Beyond Two Souls

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Es ist immer wieder interessant, an lokalen Presse-Events teilnehmen zu dürfen. Sony hatte uns in den Beyond-Tourbus eingeladen, der gerade in München geparkt war. Angeblich wurde dieser Bus schon von Stars wie Lenny Kravitz verwendet, entsprechend luxuriös war es dann drinnen auch. Wir sagen nur: Toilette mit Lautsprechern und Bildschirm in der Wand, auf dem ein Wasserfall plätschert. Aber wir waren doch zum Spielen da! Und das taten wir im oberen Stockwerk des Busses auf bequemen Ledersitzen.

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Beyond_Tour_1  Beyond_Tour_2

Ungeliebte Jodie

Wir spielten also eine mehrstündige Demo mit verschiedenen Kapiteln des Spiels. Ob die Kapitel auch im fertigen Spiel in dieser Reihenfolge zu sehen sein werden, war noch nicht klar. Wir sahen, wie die Protagonistin Jodie Holmes (von Ellen Page gespielt) bereits als Kind ihre besonderen Kräfte entdeckt und den Menschen um sie herum ungewollt Angst einjagt. Denn immer bei ihr ist die geisterhafte Entität Aiden, die für andere Menschen unsichtbar ist. Außerdem begleiteten wir sie durch verschiedene Lebenslagen wie wissenschaftliche Versuche in ihrer Kindheit, ihre Pubertät und später als Erwachsene durch ihre FBI-Ausbildung. Auf diesem Wege lernt sie den Wissenschaftler Nathan Dawkins (von Willem Dafoe gespielt) kennen, der noch eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen wird.

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Unberechenbarer Aiden

Von Aiden kann jederzeit die Kontrolle übernommen werden, um entweder Jodie zu helfen, oder aber auch sie in Schwierigkeiten zu bringen. In der Form von Aiden kann man “frei” herumfliegen (soweit das Leveldesign es erlaubt) und allerlei Dinge manipulieren. Nichtsahnenden Menschen kann man ein Kältegefühl verpassen oder Gegenstände Poltergeist-mäßig umwerfen, wegstoßen, hochheben oder anderweitig manipulieren. Aus der Sicht von Aiden hat jeder Mensch eine Aura, und die Farbe dessen sagt aus, was mit der Person angestellt werden kann. Blau steht für harmloses Frösteln, Orange steht für Kontrolle Übernehmen, und Personen mit roter Aura können getötet werden. Was man letztendlich tut, bleibt jedem selbst überlassen, und Jodie wird nicht immer mit Aidens Entscheidungen einverstanden sein. Wenn Jodie einmal dringende Hilfe benötigt, kann man als Aiden auch einfach untätig bleiben und das Spiel geht dennoch weiter. Wie bei Heavy Rain wirkt sich jede Entscheidung auf das Spielgeschehen aus, wobei es nie eine “falsche” Entscheidung gibt, denn es gibt kein “Game Over”. Deshalb soll es auch 23 verschiedene Enden geben.

BEYOND

Unkonventionelle Steuerung

Eine Neuheit bei Heavy Rain war damals die Steuerung, eine Mischung aus Sixaxis-Controllerbewegungen, bestimmten Gesten mit dem rechten Stick und Quick-Time-Events. Ähnlich steuert sich auch Beyond, doch es gibt einige Änderungen. Bei Gegenständen, mit denen interagiert werden kann, wird nun nicht mehr die genaue Geste angezeigt, die ausgeführt werden soll. Stattdessen sieht man einen weißen Punkt und muss selbst herausfinden, mit welcher Bewegung die Interaktion erfolgt. Diese sind aber immer sehr logisch, z. B. um einen Gegenstand aufzuheben, bewegt man den rechten Stick nach oben. Zum Laufen muss man nun nicht mehr R2 gedrückt halten und dazu noch den linken Stick in die gewollte Richtung bewegen – der linke Stick reicht aus. Rennen kann man aber immer noch nicht.

Fazit

Der Schwerpunkt scheint bei Beyond: Two Souls sehr auf der Story zu liegen. So sehr, dass nicht mehr viel Gameplay übrig bleibt, könnte man kritisieren. Es gibt nun mal einige actionlastige Passagen, in denen man eigentlich einen Film anschaut, und nur dann, wenn der Zeitlupeneffekt (als Indikator, dass etwas gedrückt werden soll) einsetzt, den Stick in eine Richtung bewegt. Aber ähnlich war das beim vielfach ausgezeichneten Heavy Rain ja auch – Quantic Dream macht eben keine konventionellen Spiele. Es kommt aufs Reaktionsvermögen, das Treffen von Entscheidungen und die Erkundung der Spielwelt an, denn viele Dinge und Möglichkeiten verpasst man beim ersten Spielen, weil man sie da einfach noch nicht gesehen hat.

Mit Jodie hat man schnell Mitleid, denn wegen Aidens Kräften wird sie von klein auf von der Gesellschaft ausgeschlossen und ist für andere nur “die Hexe”, muss Hänseleien über sich ergehen lassen und hat keine Freunde. Wer da Rachegefühle entwickelt, kann diese praktischerweise gleich mal per Aiden ausleben.

Dank Performance-Capturing sehen die Schauspieler sehr detailliert aus und feinste Mimik lässt sich von den Gesichtern ablesen. Im Tourbus konnten wir nur auf deutsch spielen, mit englischer Sprachausgabe wären aber die Lippenbewegungen sicher absolut synchron gewesen. Also: bis zum 9. Oktober!

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Beyond Two Souls
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