News & Rumors: 8. October 2013,

Beyond: Two Souls

Notizen vom 29. Mai 2009

Schön dass Anfang Oktober ein Feiertag dazwischen war. Denn einen Tag davor haben wir bereits das Muster zu Beyond Two Souls erhalten und konnten quasi die ganze Nacht durchzocken. Aus dieser Nacht wurde dann direkt ein Marathon, denn wir haben das Spiel noch vor dem kommenden Wochenende komplett durchgespielt! Versteht dies durchaus als ein gutes Zeichen!
Bereits eine Woche davor konnten wir uns beim Sony PlayStation Presse Termin einen sehr intensiven Eindruck von dem nächsten exklusiven Hit ergattern!
Bereits nach dieser Anspielsession war uns schon klar, dass Beyond Two Souls eine Achterbahn der Gefühle wird, eine erzählerische Meisterleistung mit einem intensiven Erlebnis wie man es von wenigen Spielen kennt. Die Macher von Heavy Rain präsentieren ihr nächstes Baby und unser Review soll euch aufklären, ob dieses Game ebenfalls ein großer Wurf geworden ist…

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”Beyond: Two Souls” developers=”Quantic Dream” publishers=”Sony PlayStation” platforms=”PS3″  release_date=”09.10.2013″]

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Ein Film zum selber gestalten

Sehr viele Szenen konnten wir an den besagten Pressetermin schon sehen. Interessant war für uns endlich rausfinden zu können wer überhaupt Aiden ist, warum Jodie diese „Gabe“ hat und was mit ihr geschieht. Aber nun einmal der Reihe nach:
Lasst uns zunächst sagen, dass ihr bei unserem Test keine Angst vor Spoiler haben müsst. Das Spiel lebt förmlich davon euch in den Bann zu ziehen, sodass ihr euch selbst nach jeder Szene fragen müsst wie es wohl weitergeht. Deswegen möchten wir auch nur an der Oberfläche ein wenig kratzen, damit ihr euch ein Bild machen könnt um was es hier ungefähr geht.
In Beyond Two Souls spielt ihr Jodie (gespielt von Ellen Page) und setzt euch über mehrere Lebensabschnitte mit ihr und ihrer Gabe auseinander. Im ersten Schritt spielt ihr sie als kleines Kind und zeigt den Forschern, wie einfach sie einen Geist (Aiden) steuern kann, der mit ihr verbunden ist. Es ist unumgänglich, dass mit der Zeit die CIA auf sie aufmerksam wird und ihre Fähigkeiten (die erläutern wir hinterher genauer) für sich nutzen möchte. Ihr geleitet sie also von kleinem Kind bis hin zur erwachsenen, hübschen Frau komplett durchs Leben. Dabei spielt ihr die einzelnen Kapitel nicht von Jung bis Alt durch, sondern durcheinander. Dies hat den sehr großen Vorteil, dass viele Dinge einfach komplett unvorhersehbar sind. Würde man wohl nach einer chronologischen Reihenfolge vorgehen, wäre das für die Story schädlich. So kann es vorkommen dass ihr mal eine Szene spielt wo Jodie Erwachsen ist,  bei der nächsten schlüpft ihr in ihre Teenager Rolle und feiert mit ihren vermeintlichen Freunden eine Geburtstagsparty.

Die Erzählweise in Beyond Two Souls ist in unseren Augen etwas sehr besonderes und einzigartiges. Die Entwickler legen nicht viel Wert darauf nur eine gute Story abzuliefern, sondern versuchen auch den Spieler komplett in die Geschichte zu integrieren. Aber selbst das trifft es noch nicht ganz. Die Schöpfer des Spiels wollen offensichtlich, dass man mit Jodie fühlt, dass man alles was sie bzw. ihr tut komplett nachempfunden wird.
Nehmt euch doch mal einen Vergleich zu einem Rollenspiel. Wie oft kommt es vor, dass ihr in einer Unterhaltung mit einem NPC entscheiden müsst, was ihr antwortet. Oftmals hat dies weder eine Konsequenz, noch ist es spannend inszeniert was ihr auswählt. Bei Beyond Two Souls haben wir uns öfter erwischt genau nachzudenken was wir antworten. Nicht unbedingt weil der Spielverlauf sich komplett ändern könnte, sondern vielmehr weil das menschliche in uns sagt „Wähl lieber die andere Antwort aus“. Manchmal möchte man einfach nicht, dass Jodie den Weg A) geht, sondern lieber den Weg B) weil es aus unserer Sicht sicher sein könnte. Man baut so eine innige und fantastische Beziehung mit ihr auf, das kann man mit keinem anderen Spiel vergleichen! Gerade der Umstand – und das kann man ohne Spoiler verraten – dass sie durch ihre Gabe mit Aiden sprechen und handeln zu können als Außenseiter gilt, gerade dadurch dass sie dafür von vielen gehasst oder gar verspottet wird, intensiviert sich das Spielerlebnis enorm.  In vielen Situationen nimmt sich das Game einfach Zeit und geht nicht stark auf die Handlung, sondern direkt auf Jodie ein – was sie so erlebt hat und warum sie so ist wie sie ist. Auch wenn sie andere Männer mag darf man live dabei sein, wie es allerdings ausgeht ist in eurer Hand!
Wenn man Jodie als Kind spielt möchte man sie beschützen, wenn sie als Teenager gespielt wird und sie diskriminiert wird verspürt man vielleicht den Drang sich auch zu rächen und wenn man sie als Erwachsene spielt möchte man nur das Beste für sie!
Das Schöne daran ist, es steckt in unserer Hand ihr den richtigen Weg zu zeigen und dementsprechend werden wir wohl alle – vor allem zu Beginn – einen anderen Spielverlauf haben. Beyond Two Souls bietet nämlich extrem viele verschiedene Enden, die natürlich ein erneutes durchspielen erfordern.

Abgesehen von dem ganz besonderen Spielerlebnis trumpft Beyond Two Souls natürlich auch mit einer grandiosen Story auf. Ohne hier groß was zu verraten: Warum ist Jodie mit einem Geist namens Aiden verbunden? Wo kommt Jodie her und wo geht sie hin und vor allem wie wird das ganze enden? Reicht euch das als Motivation? Das herrliche an einem Spiel ist doch, wenn man eigentlich nie weiß wie eine Geschichte ausgeht. Wer spielt schon gerne ein Game, wo ihr schon nach den ersten wenigen Stunden genau wisst, wie die Handlung ausgeht. Gute Arbeit Quantic Dream (und David Cage) – echt klasse!

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Gameplay

Wie ihr sicherlich schon vermutet und bestimmt auch schon gehört habt, ist Beyond Two Souls mehr oder weniger ein interaktiver Film. Wer Heavy Rain gespielt hat, weiß auch in so in etwas was einem hier erwartet.
Beyond Two Souls schafft es zwar super die Emotionen und die Geschichte rüberzubringen und hat mit dem Entscheidungen die große Auswirkungen hervorbringen schon sehr viel erfüllt, dennoch versuchen die Entwickler krampfhaft Inhalte einzubauen, die aus unserer Sicht überflüssig oder gar schlecht umgesetzt wurden. Wir waren uns oft nicht sicher, ob die folgenden Einlagen etwas mehr „Gaming“ vermitteln sollten um den Spieler bei Laune zu halten oder ob das wirklich Spaß machen sollte. Bestes Beispiel das Trainingslager der CIA: Nachdem ihr eure Grundübungen und damit auch die Steuerung kennengelernt habt müsst ihr euch an Wachen schleichen und diese ausschalten. Klingt zwar ganz gut, ist aber technisch einfach nur schlecht umgesetzt. Es macht einfach keinen Spaß mit einem einfachen Knopfdruck die Deckung zu wechseln und dann mit dem nächsten Knopfdruck die Wache auszuschalten. Verlieren kann man hier quasi gar nicht! Hier hätte man vielleicht mehr Gameplay in Kombination mit Aiden einbauen sollen.
Apropos Aiden – das ist eigentlich der Kernpunkt des Spiels. Extrem oft müsst ihr per Taste zu Aiden wechseln und könnt so in den Räumen bzw. Gegenden rumschweben umso an Informationen oder Aktionen zu kommen. Manchmal müsst ihr Gegner damit töten oder ihren Körper einnehmen damit ihr diese steuern könnt. Hier sind ja schon mal gute Ansätze da aber auch diese sind eher Mittel zum Zweck. Man hätte das Ganze mit ein paar Rätsel oder anderen Aktionen sicherlich besser präsentieren können, sodass man auch richtig Spaß daran hat.

In einer Szene muss man draußen im Freien einfach mit Aiden herumschweben um ein Haus zu entdecken. Solche Einlagen waren dann doch mehr nervig als Spaßig, da sie einfach überflüssig waren! Schön wiederrum ist, dass ihr an vielen Stellen des Spiels selbst Räume erkunden könnt (mit Jodie und Aiden), um so einfach mehr von den einzelnen Personen im Spiel zu erfahren. So könnt ihr zum Beispiel ein Bild finden, dass die Geschichte von der abgebildeten Person erzählt. Dabei wechselt ihr wieder zu Aiden, geht auf das Bild und versucht es mit Jodies Kopf so zu verbinden, dass Jodie in die Vergangenheit sehen kann.
Was auch ganz gut gemacht wurde ist die Möglichkeit manche Ziele auf mehrere Wege zu erreichen. Um zum Beispiel in einen Safe zu gelangen müsst ihr an Wachen vorbei. Wollt ihr die Wachen ablenken oder zum Beispiel einfach nur die Überwachungskameras kaputt machen – es bleibt eure Entscheidung.
Hier und da hatten wir das Gefühl, dass auch ein bisschen Leerlauf in der Story und im Spiel zu finden waren. Es gab durchaus Momente wo wir hofften, dass da aktuelle Kapitel schnell vorüber geht weil es sich einfach zu sehr zieht. Dies ist allerdings reine Geschmackssache – bei manchen Filmen ist es doch das gleiche.

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Technik

Wow, die Grafik kitzelt wohl nochmal alles aus der PS3 raus. Einfach Wahnsinn wie gut Ellen Page (Jodie) und der Rest der Bande abgebildet werden. Die Schauspieler (unter anderem auch William Dafoe, bekannter Bösewicht aus Spiderman) passen perfekt! Aber nicht nur das, sondern auch die Bewegung und die Mimik ist fantastisch! Auch die deutsche Synchronisation ist unglaublich gut gelungen! Zudem möchten wir erwähnen, dass Hans Zimmer mit seiner genialen Musik auch hier an Bord ist. Wir schätzen ihn sehr, denn er ist ein wahrer Künstler und schafft es hier mit seinen Stücken die Atmosphäre unglaublich nahe zu bringen! Das einzige was uns technisch stört ist die grauenvolle Steuerung.
Wieso muss man diese so umständlich machen. Klar, man gewöhnt sich sehr schnell daran, aber das muss man nicht unnötig kompliziert machen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum wir von dem Deckung-Töten-Deckung-Töten nicht überzeugt waren, da dies einfach keinen Spaß machte in diesem Spiel! Der Umfang des Spiels kann sich durchaus sehen lassen. Zwar waren wir in knapp 12 Stunden durch, allerdings haben wir weder alles Untersucht und schon lange nicht alle Enden gesehen. Man muss das Game einfach mehrmals durchspielen, um wirklich alle Handlungen abgrasen zu können was in diesem Spiel wirklich sehr viel Spaß macht!

BEYOND

Fazit

Beyond Two Souls ist definitiv noch einmal ein würdiges, exklusives Abschlussspiel für die PlayStation 3. Zwar ist Spiel ein wenig übertrieben, da man mehr oder weniger einen interaktiven Film miterlebt, aber die Entwickler schaffen es auf eine grandiose Art und Weise Gefühle und Story in einem Hut zu verpacken.
Erzählerisch ein Meisterwerk, die Reihenfolge wie alles dargestellt wird sehr klug gewählt und selbst die kleinsten Details sind extrem anspruchsvoll umgesetzt! Zwar hatten wir durchaus zwischendurch kleine nervige Gameplay Einlagen, die das Spiel nicht brauchte und auch Aiden hätte mehr Rätsel mit Anspruch vertragen können, allerdings ist das wirklich meckern auf hohem Niveau!
Wer quasi einen Film selbst erleben, mitgestalten und fühlen möchte, der muss auf jedenfall zugreifen. Man möchte es auch noch dreimal durchspielen, weil man einfach mehr erfahren möchte. Es ist wie eine Sucht! Zum Abschluss müssen wir ganz klar sagen: Das ist ein Grund, warum wir eine PlayStation 3 haben. Wer sich diesen Titel entgehen lassen muss, der versäumt was! Man Spielt Beyond Two Souls nicht, man erlebt es!

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Beyond: Two Souls
4.2 (84%) 10 Bewertungen

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