News & Rumors: 23. January 2014,

Multiplayer

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Mittlerweile ist es ja schon gang und gebe, dass wirklich fast jedes Spiel einen Multiplayer-Modus integriert hat. Manche Spiele basieren nur auf die Online-Matches, andere hingegeben haben einen kleinen Online-Part in den Singleplayer integriert. Aber nicht jedes Spiel bekommt einen Multiplayer – und das ist auch gut so. So fesselnd und faszinierend die Multiplayer-Erfahrung auch ist, nicht jedes Spiel benötigt diesen neben dem Singleplayer. Die Entwickler entscheiden, wie und ob die Spieler auch gegeneinander oder miteinander antreten dürfen.

In der frühen Steinzeit

Die Anfänge liegen klar auf dem Computer. Als das Internet noch nicht für größere Mengen an Daten gemacht war und einfach zu langsam war, traf man sich mit ein paar Freunden, stecke die Computer via LAN zusammen und es konnte losgehen. Shooter, Strategie oder was auch immer waren auch da schon sehr beliebt. Spiele in denen man die Kräfte messen konnte, oder vielleicht sogar zusammenhalten konnte mittels Koop. Doch auch die Computer konnten natürlich noch nicht das, was man heute als Multiplayer-Erlebnis zählt. Der erste richtig große Durchbruch gelang mit „Counter Strike“ und dann mit „World of Warcraft“. Natürlich, auch davor gab es Titel die man vorzugsweiße zu mehrt gespielt hat, aber keiner kam richtig groß raus.

Dabei muss man aber in erster Linie unterscheiden, in welche Richtung der Multiplayer geht – denn heute ist Multiplayer nicht mehr nur Multiplayer. Wir sprechen hier von MMORPG, mittlerweile Massen-Ego-Shooter oder Strategiespielen, die allerdings etwas seltener ans Licht kommen. Vorherrschend sind vor allem Ego-Shooter oder MMORPG – oder auch Massively Multiplayer Online Role-Playing. Ebenso trifft man sich heute nur noch selten mit Freunden – sondern veranstaltet das alles über das Internet. Neben dem Spielspaß steht auch ein großer sozialer Aspekt – nirgendwo sonst lernt man so schnell so viele neue Leute kennen, es bilden sich Freundschaften oder sogar ganze Communities. Es gibt wohl kaum etwas vergleichbares, was so viel spaß macht, schweißt so viele Menschen auf so kurze Zeit zusammen.

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Auf ins Getümmel

Und so habe auch ich mich früher oder später unter die Online-Leute gewagt. Erstmals bei Medal of Honor im Shooter-Bereich, dann aber auch bei World of Warcraft Warcraft und mittlerweile ist ein Spiel ohne Multiplayer nur noch schwer aufzutreiben. Die wohl größten und beliebtesten Spiele sind auch heute noch Shooter, aber auch Rollenspiele und Sportspiele wie FIFA sind ein wahrer Kassenschlager. Dazu zählen noch immer World of Warcraft und Final Fantasy, FIFA, NHL, Battlefield oder Call of Duty . Riesige Welten mit genügend Potential um ein zweites, virtuelles Leben zu führen. Oder Shooter, um die Schlacht zu beherrschen und die Weltranglisten zu erklimmen, allein oder im Team. Dabei geht es in vielen Multiplayern einfach nur um die Spannung und den Kick entweder zu töten oder getötet zu werden. Schon früher schoss bei mir und Medal of Honor jede Menge Adrenalin durch den Körper, schließlich wollte ich nicht bei jeder Ecke draufgehen. Allerdings heißt es da mitunter üben, üben und noch mehr üben. Denn in vielen Spielen wird noch einiges an Skill abverlangt. Andere Spiele verlangen weniger Skill und sind sogar für Neueinsteiger spielbar.

Während man früher gerade Mal 8 Spieler oder auch 16 Spieler auf dem Schlachtfeld fand, artet das heute in regelrechte Orgien aus. In Shootern können wir mittlerweile bis zu 64 Spieler vorfinden. In Sportspielen sind es ebenfalls schon 22 Spieler oder mehr. Natürlich stehen allerdings die MMORPG über allem, sie bieten genügend Raum für hunderte von Spielern.

Warum Multiplayer?

Viele Spieler setzen auf den Multiplayer, einige Spiele funktionieren fast ausschließlich über den MP, obwohl ein Singleplayer vorhanden ist. Doch warum wird das Massenspektakel immer beliebter? In erster Linie müssen wir hier etwas differenzieren. Während man in Sportspielen oder in Shootern eher den direkten Vergleich und das Duell sucht, schätzen die Spieler im Online-Rollenspiel neben den spielerischen Herausforderungen auch die sozialen Interaktionsmöglichkeiten.

In Sportspielen gibt es natürlich auch ein miteinander, allerdings greifen die meisten Spieler eher auf das Duell zwischen zwei Spieler zu, um zu zeigen, dass sie die besten sind. Das geht auch im Team, allerdings ist man eben immer abhängig von seinen Nebenleuten. Dafür kommt hier die soziale Komponente ins Spiel.

Auch in Shootern wird beides vermischt. Hier hält es sich ziemlich die Waage, viele Spieler lieben das Deathmatch, wollen über den anderen stehen und zeigen, wie groß ihr Skill bzw. ihre Fähigkeiten sind. Allerdings gibt es natürlich heute schon zahlreiche Clans, Teams und viele andere Möglichkeiten, zusammen ein Ziel zu erreichen. Auch hier ist man auf andere angewiesen – man wächst allerdings auch hier zu einem Team zusammen. Hier kommen wieder soziale Aspekte ins Spiel.

In Rollenspielen hingegen führt man oft schon ein zweites Leben. Die Freiheiten sind schier Grenzenlos und nur wenige Spieler suchen hier den Kampf gegen andere. Auch hier finden sich große Clans zusammen, aus Fremden werden Freunde und man versucht die größere Herausforderung, die durch mehr Spielern gegeben ist, zu bewältigen. Das schweißt zusammen, prägt und jeder Einzelkämpfer hat in MMORPG nur halb so viel Spaß.

Doch nicht nur die Spieler freuen sich oft über einen Multiplayer. Auch die Entwickler sehen hier großes Potential. In erster Linie will man natürlich den Spieler zufrieden stellen, aber auch das Geld spielt hier immer eine Rolle. So bietet man dem Spieler, der zahlt, oft Vorteile oder bessere Erweiterungen oder ein vereinfachtes Gameplay. Ob das fair ist, muss jeder selbst entscheiden. So zahlt man in World of Warcraft monatlich für die Online-Nutzung, auf den Konsolen muss man mittlerweile auch schon PS Plus oder eine Gold-Mitgliedschaft haben um die Vorzüge des Spielens mit anderen überhaupt genießen zu dürfen.

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Ist der Multiplayer ein Muss?

Immer mehr Spiele bekommen einen Multiplayer verpasst – warum auch nicht, ist dieser doch bei vielen Spielern beliebt. Aber muss das wirklich auch immer sein? Hier muss man ein wenig differenzieren. Wir in der Redaktion schauen natürlich immer besonders auf den Multiplayer – und der ist auch bei Titeln wie God of War, Tomb Raider oder Blockbustern wie GTA, The Last of Us uvm. mit an Bord.

In erster Linie haben wir nie etwas gegen einen Multiplayer. Allerdings sollte er dann schon überzeugend sein und vielleicht ein paar Neuerungen bringen. Da es etliche auf dem Multiplayer-Sektor überzeugende und etablierte Spiele gibt ist es natürlich für Spiele wie God of War, Tomb Raider oder auch Assassins Creed sehr schwer, hier zu punkten. So waren wir von vielen Spielen wirklich überrascht, dass auch diese den Sprung in den Multiplayer-Himmel wagen, während sie doch eigentlich als exzellente Singleplayer-Spiele galten. Nehmen wir uns das Beispiel Assassins Creed, welches uns seit Brotherhood einen Multiplayer bietet – hätte hier nicht ein Singleplayer ausgereicht? In der Tat, das identifizieren von Feinden um ihn zu eliminieren während man selbst gejagt wird war neu, wurde im Laufe der Nachfolger immer ausgereifter und kann jetzt durchaus überzeugen – allerdings findet man hier keine so große Anhängerschaft wie in Battlefield oder Fifa. Woran das liegt? Immer gleiche Spielabläufe, nur sehr wenig Neuerungen und kaum bahnbrechende Ideen. Das Potential wäre vorhanden… Ein anderes Beispiel ist God of War, welches mir ganz besonders aufgefallen ist. Im letzten Teil, Ascension, bieten die Entwickler den Fans das erste Mal einen Multiplayer. Spannende Sache klar, schließlich könnte man hier etwas revolutionäre bieten. Letztendlich war es allerdings Standart-Hausmannskost. Nichts, was ich jetzt unbedingt benötigt hätte. Wer über den Multiplayer glänzen will, muss schon was Neues bieten. Aber Deathmatches, Capture the Flag uvm. sind alle schon dagewesene Spielmodi – nur eben das Setting etwas neuwertig.

Nicht jedes Spiel benötigt einen Multiplayer, da pflichten mir auch viele Kollegen bei. Natürlich ist es ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht. Spiele die allerdings hauptsächlich über Diesen kommen, können nicht darauf verzichten, in Battlefield könnte man z. B. eher auf den Singleplayer verzichten. Wie man es gänzlich nicht machen sollte haben uns letztes Jahr Rockstar gezeigt. In GTA 5 kam der Multiplayer erst später zum Singleplayer dazu, sollte die Welten fast verschwimmen lassen. Bis die Server dann einigermaßen liefen, vergingen nochmal einige Wochen, bis man gravierende Fehler behoben hat nochmal. Das allein hat viele Spieler abgeschreckt, im Anschluss minderten die Entwickler dann noch die Erfahrungspunkte und das Geld, das man bei den Missionen bekommt, um dem Spieler Microtransaktionen schmackhaft zu machen, welche dann natürlich Geld kosten. Der Multiplayer hätte revolutionär werden können, das Potential besitzt er. Allerdings ist hier von Anfang an eigentlich alles schief gelaufen und das quittieren viele Spieler mit Ablehnung des Multiplayers.

Zusammen ist man weniger allein

Ein bisschen anders verhält sich das in Koop-Spielen. Hier wünschen sich viele Fans regen Zuwachs. Und viele Entwickler stellen sich darauf ein. Nimmt man als Beispiel nur mal das neue The Elder Scrolls. „Was wäre Skyrim nur mit nem Kumpel“ haben viele Spieler gesagt. Ab dem Sommer 2014 ist das möglich. Nicht nur unter Freunden, sondern auch unter Fremden kann man zusammen oder gegeneinander spielen. Also kein reiner Koop – aber eine Möglichkeit vieles in Kooperation zu machen. Aber auch Call of Duty hat es schon wunderbar vor gemacht, lassen sich doch viele Missionen in MW3 zusammen mit einem Freund spielen. Diese Möglichkeiten hätte man gern öfter, natürlich müssen alle Level aber dann dementsprechend konzipiert werden, was auch nicht immer ganz so leicht ist.

Aber natürlich lässt ein Zusammenspiel immer mehr Freiraum, die Abstimmung muss stimmen und das bringt wieder etwas mehr Spielspaß. Wer allerdings immer einen Partner braucht ist davon abhängig, werden Spiele nur noch auf Koop ausgelegt, könnte man nur spielen wenn der Partner online ist – und das ist natürlich nicht Sinn und Zweck des Ganzen. So ist auch ein guter Koop-Modus ein schmaler Grad, welcher nicht immer ganz einfach ist.

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Multi steht klar im Vordergrund

Im Vordergrund von diesen ganzen Spielmodi, die man zusammen mit Freunden teilen kann oder eben mit Fremden spielt, steht ganz klar der soziale Aspekt. Ich habe mich in letzter Zeit vermehrt mit Multiplayern beschäftigt, natürlich mit Headset. Man findet doch immer sowas wie „Verbündete“, Freunde mit denen man das Spielerlebnis, den Frust, die Freude und Erfolge teilt. Das schweißt zusammen, man freut sich nicht nur auf das Spielerlebnis und den Spaß, sondern auch auf die Mitstreiter. Das ist es wohl auch, was die Massen zieht, was wirklich begeistern kann – die Magie im Multiplayer. Denn alleine im Multiplayer unterwegs zu sein macht genauso viel Spaß wie alleine Tätigkeiten im Alltagsleben auszuführen. An sich kein Problem, aber zu zweit (oder zu mehrt) ist man weniger allein…



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