News & Rumors: 27. January 2014,

Im Test: Hitman: Absolution am PC

Hitman: Absolution
Hitman: Absolution - Screenshot

Hitman: Absolution bietet Spielern eine neue Perspektive in das Wirken des Killers. Wir haben den Third-Person-Shooter am PC getestet.

47 ist zurück: der Lieblingskiller vieler Fans kann sich in einem grafisch einwandfreien Abenteuer von IO Interactive von seiner weicheren Seite zeigen: diesmal soll er das junge Mädchen Victoria vor den Machenschaften des Waffenhändlers Dexter beschützen. Diese “weiche Seite” hält aber Gott sei Dank nicht lange an…

Episches Abenteuer

Wie gewohnt stürzt sich Agent 47 in ein waghalsiges Abenteuer mit aufwändigen Filmsequenzen, die ordentlich was her machen. Der Plot um die zu beschützende Victoria ist zugegeben etwas schwammig, hindert den Spieler aber nicht daran, sich gänzlich auf die Story einzulassen und die Schergen von Waffenhändler Dexter, einem Klischee von einem süffisant lüsternen Texaner, unschädlich zu machen. Die Level sind vom schicken Hotel bis zur Rockerkneipe, von der vollgestopften Boxarena bis zur Kleinstadt detailreich und einfach optisch super umgesetzt. Hut ab soweit!

Unfall oder eiskalter Mord?

Meiner Meinung besser als je zuvor sind die Möglichkeiten, die Zielpersonen zu eliminieren. Ob man mit Messer, Pistole oder der klassischen Klavierseite aus dem Hinterhalt mordet, oder die Umgebung so beeinflusst, dass scheinbar zufällig ein unglücklicher Zufall das Leben der Zielperson nimmt. Ob herabfallende Diskokugel, ein explodierendes Feuerwerk oder ein elektrischer Zaun: Vom simplen Durchschneiden eines Seils bis zu einer komplizierteren Verkettung von “Zufällen” ist diesmal alles dabei. Natürlich hat man die Wahl, ob man im Weg stehende Wachen oder Zivilisten am Leben lässt, und ob man mit Waffengewalt oder mit heimlicher Taktik agiert. Wie immer gibt es am meisten Punkte, wenn man heimlich und ohne zivile Opfer an sein Ziel kommt.

Höhere Schwierigkeit

Für eine Maximalpunktzahl muss man aber schon recht fit sein, denn die Schwierigkeit bei Absolution ist gewohnt hoch und 47s Aufgaben sehr anspruchsvoll. 47 verkleidet sich nach wie vor gerne: als Polizist, Mechaniker, Wache. Diesmal führt eine nette Verkleidung aber nicht direkt zum Ziel, denn vermeintliche Kollegen können einen wahnsinnig schnell enttarnen. Sowieso sind die Wachen viel argwöhnischer als man das von einigen Vorgängern gewohnt ist. Selbst in einem Waffenladen, in dem man als Zivilist unterwegs ist, muss man genau schauen, wie man vorgeht. Hinzu kommen seltene Kontrollpunkte und tausende Wege und Strategien, die man sich erstmal in Ruhe zu Gemüte führen will. Denn: ein Schuss aus der Ferne in den Kopf ist zwar einfach, doch entwickelt man schnell den Ehrgeiz, möglichst viele Punkte für stilvolles Meucheln zu sammeln. Die härtestes Herausforderung erwartet einen übrigens im Epilog, wenn die Story bereits beendet ist.

Schlupfloch Instinktmodus

Auch IO Interactive kommt nicht um einen Konzentrationsmodus à la Assassin’s Creed oder Dishonored herum. Die wachsamen Schutzmänner können machtlos sein gegen den begrenzten Instinkt von 47, der dem Spieler verrät, wo sich Wachen befinden und wohin sie gehen. Außerdem werden Objekte hervorgehoben, mit denen man interagieren kann. Wer jetzt denkt, dass dieses Gimmick das Spiel zu einem Witz macht, täuscht sich, denn die Instinktleiste ist schneller verbraucht als man denkt und nur durch Punkte-Sammeln (etwa durch das Auflesen von Beweisen oder durch Kills) wieder aufzuladen. Praktisch ist das Feature, wenn man in einen Zeitlupenmodus wechseln will, um mehrere Ziele innerhalb weniger Sekunden zu erschießen. Ja, das erinnert an den einen oder anderen Shooter, öffnet einem aber nur eine weitere Tür, die man betreten kann oder eben nicht.

Individuelle Aufträge

Zum Schluss sei kurz noch dieses Feature angesprochen: der Aufträge-Modus. Hitman: Absolution aktiviert beim Start automatisch Steam, daher werden auch im Single-Player bereits Herausforderungen angeboten, die aus der Hitman-Community stammen. Die Aufträge im Auftragsmodus im Startmenü haben gesetzte Waffen und Bekleidungen und sind oft sehr schwer zu knacken. Je nachdem, wie man sich bei diesen Aufträgen anstellt, kann man das Level neu gestalten und mit der Community teilen. So gibt es immer neue Ziele, in etwa wie viele Leute man zu töten beziehungsweise am Leben zu lassen hat, oder welche Werkzeuge man zu benutzen hat.

Fazit

Hitman: Absolution reiht sich gekonnt in die Kultreihe um Auftragskiller 47 ein. Super Storymodus, ein umfangreiches Online-Gameplay und zahlreiche Möglichkeiten, den virtuellen Killer raushängen zu lassen. Ich habe keinerlei Mängel feststellen können und wünsche mir für die Zukunft mehr solcher durchdachter Assassinen-Spiele.



Im Test: Hitman: Absolution am PC
4 (80%) 16 Bewertungen

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Wertung

8/10
guter Plot
Aktionsvielfalt
hoher Schwierigkeitsgrad

Zuletzt kommentiert