News & Rumors: 16. February 2014,

The Last of Us: Left Behind

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Gibt es wirklich Leute, die The Last of Us nicht mochten? Für viele von uns war es jedenfalls das beste Spiel des Jahres 2013, diesen DLC hatten wir also schon sehnlichst erwartet. Er wird leider auch der einzige Singleplayer-DLC zu TLoU bleiben. In Left Behind spielt ihr ausschließlich Ellie und erfahrt dabei mehr über ihre Vergangenheit.

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Zwei beste Freundinnen

Left Behind besteht spielerisch und zeitlich gesehen aus zwei getrennten Abschnitten mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich immer wieder abwechseln. Der eine Abschnitt spielt noch in einer Zeit, in der sich Ellie und Joel noch gar nicht begegnet sind. Ellie ist auch noch nicht gebissen worden und wohnte mit ihrer besten Freundin Riley eigentlich noch in einem Heim in Boston. Riley ist aber vor langer Zeit weggelaufen und taucht erst zu Beginn des Spiels wieder auf. Um ihre Wiederkehr zu feiern und über die Zukunft zu reden, gehen die beiden eines Nachts unerlaubt hinaus und erkunden ein verlassenes Einkaufszentrum in der Nähe. Dabei habt ihr keine Waffen und die braucht ihr auch gar nicht, denn in diesem Abschnitt geht es einzig und allein um die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Ellie und Riley. Während die beiden durch das Einkaufszentrum spazieren, machen sie allerlei Unsinn, scherzen herum, reden über dieses und jenes, streiten sich und versöhnen sich gleich wieder. Also eigentlich all das, was für Mädchen in der Pubertät normal wäre. Nur ist die Welt von TLoU eben nicht mehr normal, sondern von Schmerz und Leid durch die Infektion geprägt. Deshalb genießen die beiden sichtlich die Zeit miteinander, denn es könnte jeden Tag der Tod auf sie warten.
Im Hauptspiel gab es ja schon ab und zu Objekte wie z. B. Plakate an Wänden, bei denen man durch einen Druck auf Dreieck einen Monolog oder eine Konversation auslösen konnte. Das Einkaufszentrum ist geradezu voll mit solchen Objekten, es lohnt sich also, alles zu erkunden, um viele interessante und witzige Gespräche zwischen den beiden auszulösen.

 Alle gegen Ellie

Erinnert ihr euch noch an die Stelle im Hauptspiel, wo Joel bei einem Kampf durchs Geländer bricht und ein paar Meter in die Tiefe fällt, genau auf einen Metallstab, der sich durch seinen Bauch bohrt? Ellie hilft ihm noch nach draußen aufs Pferd, doch Joel fällt schon bald auf den Boden und ist ohnmächtig. So ziemlich an dem Punkt beginnt der andere Abschnitt von Left Behind und zeigt, wie Ellie Joel am Leben halten konnte, bis sie ihn schließlich zu der Hütte im verschneiten Wald brachte.
In einem teilweise zerstörten Einkaufszentrum hat sie ein vorerst sicheres Versteck für Joel gefunden und setzt nun alles daran, Medizinvorräte für ihn zu finden. Hier kommen Action-Freunde wieder auf ihre Kosten, denn oft muss sie sich gegen Infizierte und feindselige Überlebende bzw. Hunter zur Wehr setzen. Manchmal sogar gegen beide Gegnertypen auf einmal, und hier kommt ein neues Spielelement dazu: Man kann nämlich durch das Werfen von Gegenständen die Infizierten auf die Hunter aufmerksam machen und dann gemütlich zusehen, wie diese sich gegenseitig umbringen. Diese Mechanik macht so viel Spaß, die hätte es schon im Hauptspiel geben müssen!
Etwas Kritik ist bei diesem Abschnitt aber angebracht, denn gerade zum Ende hin müssen Horden an Huntern getötet werden. Und zwar wirklich alle, sonst geht die Story nicht weiter. Im Hauptspiel hatte man dagegen oft noch die Freiheit, sich vorbeischleichen zu können.

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Fazit

 Naughty Dog bietet mit Left Behind ein gewohnt qualitatives Spielerlebnis, in dem einmal mehr gezeigt wird, wie gut Emotionen in der The Last of Us-Welt dargestellt werden können. Gerade der Abschnitt mit Ellie und Riley ist dadurch besonders, dass es kein richtiges Spielziel gibt. Man lauscht einfach ihren Gesprächen und macht viel Unsinn mit, hat Spaß, wenn die beiden Spaß haben und genießt ihre Unbeschwertheit. Es ist schön, Ellie zur Abwechslung mal fröhlich und gelassen zu sehen, statt im üblichen Kampf ums Überleben mit viel Leid und Angst. Denn davon gibt’s im anderen Abschnitt mehr als genug, fast schon etwas zu viel. Es scheint, als hätte es wirklich jeder Mensch und Unmensch gezielt auf die arme Ellie abgesehen, dabei will sie doch nur Medikamente für Joel finden. Gerade bei Kämpfen gegen Hunter entstehen sehr hektische Situationen, bei denen man oft gezwungen ist, die Pistole zu verwenden, weil es einfach keinen Platz und keine Zeit zum Verstecken gibt. Dennoch ist Left Behind ein Pflicht-DLC für alle The Last of Us-Fans, wobei die Spielzeit mit 2-3 Stunden leider etwas mager ausfällt.

[gameinfo title=”Game Info” game_name=”The Last of Us: Left Behind” developers=”Naughty Dog” publishers=”Sony” platforms=”PS3 – PSN”  release_date=”14.02.2014″]



The Last of Us: Left Behind
4.15 (83%) 20 Bewertungen

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