News & Rumors: 26. March 2014,

Diablo 3 Reaper of Souls: Interview mit Game Designer

Travis Day ist Game Designer für Diablo 3 und war vor allem an der Entwicklung von Loot 2.0 und Reaper of Souls beteiligt. Beim Pre-Release-Event in München konnten wir mit ihm sprechen. Wenn von „Items“ die Rede ist, sind übrigens immer legendäre Items gemeint.
Übrigens: Nach dem Interview halten wir für euch noch ein paar Überraschungen bereit. Da wird sich bestimmt jeder Fan darüber freuen!

TravisDay

EG:

Warum sind legendäre Items nun accountgebunden, trotz der Tatsache, dass das Auktionshaus vor ein paar Tagen geschlossen wurde? Denn jetzt gibt es überhaupt keine Wirtschaft im Spiel, man kann nicht mit anderen Spielern handeln, man kann nicht mal früher gefundene Items an Freunde verschenken.

TD:

Eine Sache, die wir vor Reaper of Souls behandeln wollten, war das Auktionshaus und der Handel mit Items. Eins unserer größten Probleme war, dass Spieler jedes Item, das sie wollten, aus dem Auktionshaus kaufen konnten und somit der Besitz von Items keinen richtigen Wert mehr hatte. Wenn du tolle Ausrüstung hattest, die du selbst hart erarbeiten musstest, hast du dich nicht von dem Typen neben dir unterschieden, der die gleichen Items aus dem Auktionshaus gekauft oder seine Kreditkarte gezückt hatte. Wir wollten also den Fokus vom Itemkauf weglenken und zurück auf das Finden von coolen Items konzentrieren. Wichtig dabei war, dass wir Items an Spieler binden wollten, damit wir erstens viel großzügiger mit der Droprate sein können und zweitens viel bessere und verrücktere Stats auf die Items tun können. Es ging also darum, dass wir richtig abgedrehtes Zeug ins Spiel packen und das Auktionshaus überflüssig machen wollten, indem wir viel mehr Items droppen lassen. Wir wollen, dass die Items wirklich ansprechend sind und deine Spielweise sowie deine Interaktion mit der Umgebung beeinflussen. Wenn ein Item droppt, soll es ein greifbares Erlebnis für dich sein und du sollst das Gefühl haben, dass du es dir verdient hast. So konnten wir es uns erlauben, einige Items unglaublich mächtig zu machen, doch dafür musst du auch Zeit und Mühe investieren und kannst dir die Items nicht einfach von jemand anderem kaufen.

EG:

Legendäre Items, die beim Spielen in der Gruppe droppen, können jetzt nur noch mit den Mitgliedern dieser Gruppe innerhalb von zwei Stunden getauscht werden. Wird also das Gruppenspiel nun mehr gefördert als das Solospiel?

TD:

Ja, wir haben den Fokus in letzter Zeit mehr und mehr aufs Gruppenspiel gerichtet. Mitglieder einer Gruppe können Items untereinander tauschen, haben einen Stärkungsbuff und einen Erfahrungsbuff. Wir denken, dass das Spiel sehr unterhaltsam ist, wenn man mit Freunden spielt, und haben viele Änderungen vorgenommen, um den Spielspaß in der Gruppe noch zu erhöhen.

EG:

Aber es gibt auch viele Leute, die lieber allein spielen. Was ist mit denen? Sagen wir, man ist allein unterwegs und findet ein Item, das man nicht braucht. Man kann es aber auch keinem Freund geben…

TD:

Ja, ich spiele auch selbst sehr oft allein und genieße die Unbeschwertheit dabei. Ich kann selbst bestimmen, wie schnell ich vorankommen will und kann auch mal AFK gehen. Das Finden von unbrauchbaren Items hat ebenfalls seinen Nutzen. Wir haben eine neue Handwerkerin in Reaper of Souls, und zwar die Mystikerin. Bei ihr kann man Items verzaubern, und um die Materialien dafür zu bekommen, muss man legendäre Items entzaubern. Wenn du also ein Item findest, das du nicht benutzen kannst, kannst du es immer noch in seine Bestandteile zerlegen und damit wiederum das Item verzaubern, welches du benutzt.

EG:

Warum haben Sie die neue Klasse „Kreuzfahrer“ genannt, und nicht einfach „Paladin“? Denn genau das ist er doch eigentlich.

TD:

(lacht) Die Kreuzfahrer sind definitiv dem Paladin-Orden untergeordnet. Zur Frage, warum er Kreuzfahrer genannt wird…weil er eben ein Kreuzfahrer ist. (grinst) Er ist nicht ganz das Gleiche wie der Paladin aus Diablo 2. Wenn wir ihn „Paladin“ genannt hätten, hätten die Leute gefragt, warum er nicht exakt der Paladin aus Diablo 2 ist. Wir wollten, dass der Kreuzfahrer seine Wurzeln beim Paladin hat, den die Leute schon kennen, er sollte aber auch seine eigene Identität haben und ein eigener, starker Charakter sein. Wir wollten sozusagen einen Ritter in einer Rüstung, die vom Kampf gezeichnet ist, er sollte aber auch in die düstere Atmosphäre des Addons passen. Deshalb haben wir Kreuzfahrer statt Paladine.

EG:

Der Kreuzfahrer scheint als eine reine Tank-Klasse designt zu sein. Ich nehme also an, dass er nicht die Schadenswerte von Barbaren und Mönchen erreichen kann. Oder?

TD:

Ich glaube nicht, dass das unbedingt stimmt. Wie man an seinem Artwork sehen kann, ist er ein schwer gepanzerter Kämpfer. Er kann definitiv auf jede Art und Weise gespielt werden, z. B. als Nahkämpfer, der immer mitten im Geschehen ist und alles niedermetzelt. Er kann auch aus der Distanz gespielt werden, wobei er dann heilige Blitze und andere Magie aus dem Himmel niederprasseln lässt und seine Feinde läutert. Es gab einen Punkt in der Beta, wo die Spieler uns fragten: „Kann es sein, dass ihr versucht, ihn overpowered zu machen? Er ist nämlich viel zu gut!“ (lacht) Ich glaube also nicht, dass er zu wenig Schaden austeilt.

EG:

Aber dann wäre er wirklich overpowered, nicht wahr?

TD:

(lacht) Ein bisschen, ja. Eine Zeit lang war er definitiv zu gut.

EG:

Wird der Kreuzfahrer die Tank-Skillungen von Barbaren und Mönchen obsolet machen, weil er einfach besser ist?

TD:

Nein, auf keinen Fall. Es gibt verschiedene Wege, wie man jede der Klassen spielen kann. Es geht mehr darum, was zu deiner Spielweise passt. Der Kreuzfahrer ist eher eine große, langsame Barriere, die die Gegner zum Stillstand bringt, während der Mönch viel agiler ist und die Gegner desorientiert und blendet sowie zu Gruppen zusammenziehen kann. Ich denke, dass die Klassen genug unterschiedliche Spielweisen bieten, dass sie jeweils auf ihre eigene Art Spaß machen.

EG:

Viele Spieler beschwerten sich, dass Diablo 3 zu comicartig war. Wird Reaper of Souls düsterer sein?

TD:

Reaper of Souls hat auf jeden Fall eine düsterere Atmosphäre, es ist eine Hommage an die gotische Architektur und bringt ein beklemmendes Gefühl mit sich. Man kann das gut an dem neuen Endboss und dem neuen Akt sehen. Wenn man sich seinen Weg durch Westmark bahnt, ist alles sehr düster und Leichen bedecken die Straßen. Es ist die Rückkehr zur düsteren Stimmung, die die Spieler erwarten.

EG:

Wie in Diablo 2?

TD:

[zögernd] Ja, schon. (grinst)

EG:

Wird es in absehbarer Zeit PvP mit Rängen geben?

TD:

Wir haben zurzeit nicht vor, neue PvP-Features anzukündigen. Wenn die Entwicklung an Diablo 3 voranschreitet, wird wahrscheinlich darüber diskutiert werden. Es ist aber nichts, worüber ich gerade reden kann.

EG:

Spielen Sie Diablo 3 in Ihrer Freizeit? Haben Sie überhaupt Lust, es auch noch in ihrer Freizeit zu spielen, wenn Sie doch ständig daran arbeiten?

TD:

Ja, klar! Ich habe drei verschiedene Kreuzfahrer in unseren internen Alphas und Betas auf 70 gelevelt. Ich habe auch meinen Barbaren und meinen Hexendoktor auf 70 gelevelt, ich spiele echt viel. (grinst) Ich glaube, dass mein Barbar damals, bevor es überhaupt Paragonlevel gab, schon 500 Stunden Spielzeit hatte.

EG:

Wird es endlich wieder ein Kuhlevel geben?

TD:

(lacht) Vielleicht, vielleicht aber auch nicht, wenn man in Rifts oder in den Abenteuer-Modus geht. Aber das lasse ich euch selbst herausfinden.

EG:

Ich habe gelesen, dass Sie früher mehrere Jahre an World of Warcraft entwickelt hatten, aber dann zu Diablo 3 wechselten. Warum?

TD:

Ich liebe Diablo. Ich bin mit Diablo 1 und Diablo 2 aufgewachsen und habe viele tolle Erinnerungen an diese Spiele. Ich hatte sechs oder sieben Jahre an Word of Warcraft gearbeitet, bis ich schließlich hörte, dass Diablo 3 in Entwicklung war. Ich dachte mir: „Wow, ich würde wirklich gerne an Diablo 3 arbeiten!“ (grinst), gerade, weil ich Diablo 1 und 2 so mochte und exzessiv gespielt hatte. Ich wollte dabei mithelfen, Diablo 3 so gut wie möglich machen.

EG:

Hatten Sie damals vielleicht auch genug von World of Warcraft?

TD:

Nein, ich hatte nur eine größere Leidenschaft für Diablo, weil ich so viele schöne Erinnerungen an damals hatte, als ich jünger war. Blizzard ist ein sehr offenes Unternehmen, jeder darf an dem Spiel arbeiten, für das er am meisten Leidenschaft verspürt. Und ich hatte eine große Leidenschaft für Diablo (grinst), also habe ich gefragt: „Hey, kann ich an dem Spiel mitarbeiten? Braucht ihr noch Leute?“ Und die sagten: „Eigentlich brauchen wir keine Leute mehr, aber ja, du kannst mitarbeiten.“ (grinst) Also bin ich komplett zu denen umgezogen und da sagten sie: „Ja, schon gut jetzt, du kannst an Bord bleiben und uns helfen, das Addon zu entwickeln.“

— Interview Ende —

Interview aufmerksam gelesen? Du bist riesiger Diablo Fan – mindestens genauso wie wir? Dann haben wir noch eine Überraschung für euch am Start! Gewinnt in Zusammenarbeit mit Blizzard eins von drei Fanpaketen, bestehend aus:

[checklist]

  • 1 x T-Shirt von Reaper of Souls (Größe L)
  • 1 x SteelSeries Diablo III Mauspad

[/checklist]

-> Die Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt. Vielen Dank für die Teilnahme! Pakete sind am 09.04.2014 verschickt worden!

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 Was müsst ihr dafür tun? Ganz einfach, beantwortet folgende einfache Fragen und schickt eine E-Mail an redaktion(at)www.macnotes.de

  • Wieviele Akte wird es mit Reaper of Souls INSGESAMT zu spielen geben?
  • Wie heißt die neue Klasse und mit welcher Klasse könnte man sie verwechseln?
  • Warum glaubt ihr ist Travis Day Game Designer von Diablo geworden?

— Der Einsendeschluss ist der 04.04.2014 – 20 Uhr. Dann findet direkt die Verlosung statt und die Gewinner werden hier, als auch per E-Mail benachrichtigt. Gebt am besten schon eure Adresse mit an! —

[toggle title=”Infos zu Diablo 3: Reaper of Souls”]

  • Stürzt euch als Kreuzritter in die Schlacht — Eine nahezu undurchdringliche Rüstung, glänzende Waffen und jede Menge Schaden – entfesselt die Macht des Kreuzritters, des neuen unverwüstlichen Helden von Sanktuario.
  • Akt V erwartet euch — In Akt V der Handlung von Diablo III erwarten euch von den dicht vernetzten Straßen Westmarks bis hin zu den uralten Mauern der Festung des Wahnsinns eine Vielzahl tödlicher, neuer Gegner.
  • Erschließt neue Macht — Gewinnt durch die zusätzlichen Stufen für eure Heldenklasse die Oberhand über eure Feinde und schaltet auf dem Weg dorthin neue Kräfte voller dämonenvernichtendem Potential frei.
  • Stellt euch neuen Spielmodi — Mit dem neuen Abenteuermodus könnt ihr Sanktuario nach eigenen Vorlieben erkunden und zu jedem Wegpunkt in jedem Akt reisen. Außerdem enthält der Modus zwei neue Spielfunktionen, Kopfgelder und Nephalemportale, die für ein reizvolles, endlos oft wiederholbares Spielerlebnis sorgen.
  • Entdeckt mächtige neue Schätze — Mit dem überarbeiteten Beutesystem von Diablo III werdet ihr reich entlohnt! Erhaltet gezielt Beute für eure Klasse, findet neue und verbesserte legendäre Gegenstände und verändert mit den Mächten der Mystikerin eure Ausrüstung..

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Collectors Edition:

Diablo 3: Reaper of Souls kommt auch mit einer schicken Collectors Edition daher:

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  • Diablo III: Reaper of Souls – PC-/Mac-Version — Die Vollversion von Diablo III: Reaper of Souls auf DVD-ROM.
  • Doppel-Blu-ray/DVD-Set mit Hintergrundmaterial — Lernt mit diesen beiden Blu-rays/DVDs die Teams hinter der Reaper of Souls-Erweiterung kennen und erlebt Interviews, Diskussionsrunden sowie Hintergrundkommentare.
  • Reaper of Souls-Soundtrack — Erweitert eure Musiksammlung mit dem kompletten Soundtrack von Reaper of Souls auf CD.
  • Die Kunst von Reaper of Souls — Erkundet die umfangreiche Sammlung an Illustrationen, die in die Erstellung der ersten Erweiterung zu Diablo III eingeflossen sind. Dieses Hardcover-Buch gibt von ersten Skizzen bis hin zu 3D-Renderings in der Endversion den gesamten künstlerischen Entwicklungsprozess des Spiels wieder.
  • Malthael-Mauspad — Rüstet euren Schreibtisch mit diesem gespenstischen Mauspad aus und blickt Malthael, dem Engel des Todes, in sein unergründliches Angesicht.
  • Spielgegenstände:
    1. Diablo III: Spektraler Höllenhund und kosmetische Artefakte – Stürmt mit eurem Höllenhund-Diener durch Sanktuario und transmogrifiziert eure Ausrüstung mit drei zeitlosen Helmen sowie einem kompletten Satz von Malthael inspirierter Waffen.
    2. World of Warcraft: Schatzgoblin-Haustier – Der Schatzgoblin durchschreitet seine Portale und schließt sich euch auf euren Schatzsuche-Expeditionen in Azeroth an.
    3. StarCraft II: Kreuzritterporträts und Malthael-Decals – Tragt mit diesen vom Kreuzritter inspirierten Porträts und den Malthael-Decals die Inbrunst der Zakarum in die entferntesten Winkel des Koprulu-Sektors.

Wer das Spiel oder die Collectors Edition haben möchte, kann diese HIER erwerben.

Quelle

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Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei Blizzard für die Einladung und vor allem für die Interview Möglichkeit sehr bedanken! Auch ein großes Dankeschön an Markus Haselmann und Markus Brenner, die den Termin vor Ort wahrgenommen haben und dieses grandiose Interview geführt haben.



Diablo 3 Reaper of Souls: Interview mit Game Designer
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