, den 18.08.2014 (Letztes Update: 21.08.2014)

Google hat Link-Netzwerk Teliad und dessen Publisher abgestraft

Teliad
Teliad - Screenshot

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Google hat die Plattform Teliad und mit ihr die Webseiten der Publisher abgestraft. Darüber hinaus ist ebenso von der Plattform Rankseller die Rede.

Wer bislang glaubte, dass der Verkauf von Links ungeahnt bleiben würde, weil man auf einer seriösen Plattform wie Teliad handeln würde, der wird seit dem Wochenende eines Besseren belehrt.

Teliad und Rankseller abgestraft

Die ersten Indizien, dass beide Link-Netzwerke und Content-Plattformen abgestraft wurden, kann jeder selbst nachvollziehen und verifizieren, indem er den Namen der Projekte bei Google eingibt. Die Suche nach Teliad ergibt auf Seite 1 von Google keine Treffer, bei Rankseller schaut es nicht anders aus. Dies allerdings ist nur ein Hinweis auf die Abwertung der betroffenen Portale im Index von Google. Eine indirekte Bestätigung, dass gleich (diese) zwei Netzwerke betroffen sind, gab es, ohne Nennung von Namen auf Google Plus, durch Johannes Mehlem, einnm Google-Mitarbeiter.

Teliad-Publisher mit Penalty bestraft

Doch am vergangenen Sonntag erhielten viele Webmaster in Deutschland unliebsame Post von Google. Im Webmaster-Tools-Forum von Google gab es gleich mehr als ein Dutzend Beiträge zum gleichen Thema, am Montag weitere. Webmaster erhielten von Google eine manuelle Spam-Maßnahme aufgebrummt wegen entweder „unnatürlicher Links von“ oder aber „unnatürlicher Links zu“ der eigenen Webseite. Vor allem die erstgenannte Gruppe zählt wohl zum Großteil zu Publishern der Teliad Internetmarketing GmbH. Denn im Webmaster-Tools-Forum antwortete ein weiterer Google-Mitarbeiter auf eine der Anfragen mit einem Hinweis, der eindeutig auf einen vermittelten Link von Teliad aus dem Jahr 2012 zurückgeht. Die Dunkelziffer von betroffenen Publishern, die ihre Webseiten für das Link Building angeboten haben, dürfte jedoch deutlich höher liegen. Hat doch Teliad laut Eigenauskunft über 53.000 Nutzer.

Das es einen Zusammenhang gibt, können wir mit Sicherheit sagen, als wir selbst – nicht mit Macnotes – betroffen sind. Tragisch ist, dass seit Anfang 2013 der gekaufte Link aus dem betroffenen Artikel nicht mehr auf ein sogenanntes „Money Keyword“ verlinkt, sondern lediglich auf das Wörtchen „hier“. Das wurde seinerzeit geändert, und damals die Policy angepasst dahingehend, dass man fortan nur noch Sponsored Posts veröffentlicht, die als solche gekennzeichnet werden. Umso interessanter ist, welche Informationen Google konkret zu der Maßnahme veranlasst haben. Das wird man allerdings nicht erfahren. Darüber hinaus ist uns ein prominentes Apple-Blog bekannt, das ebenfalls den Bezug zu Teliad herstellen kann und eine Abstrafung erhalten hat.

Teliad nimmt Stellung

Beide Dienstleister haben mittlerweile selbst ein Statement veröffentlicht. Teliad stellt fest, dass man „bei ca. 1%“ seiner Kunden Bewegungen bei Sichtbarkeitsindex und Pagerank festgestellt hat. Das ist, wie wir wissen, nicht gleichbedeutend mit einer Abstrafung, die durchaus subtiler funktionieren kann und entsprechend mag die Dunkelziffer höher liegen.

Im E-Mail-Kontakt stimmt ein Teliad-Mitarbeiter zu, dass es „für beide Seiten eine unerfreuliche Situation“ sei.

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