Review: 4. November 2014,

Test: AOC q2770Pqu ein Ersatz für Apples Thunderbolt-Display?

AOC q2770Pqu
AOC q2770Pqu, Foto: Stefan Keller

AOC bietet mit dem q2770Pqu einen LCD-Monitor mit 27 Zoll Displaydiagonale an, den wir getestet haben. Zentrale Frage ist, wegen der identischen Auflösung, ob das Gerät sich als Ersatz für Apples Thunderbolt-Display eignet.

Das Thunderbolt-Display von Apple ist zweifelsohne ein guter Monitor, wenngleich ein bisschen teuer. Doch wer auf den Thunderbolt-Anschluss samt Ladefunktion für MacBooks verzichten kann, findet im AOC Q2770Pqu einen würdigen Ersatz – für die Hälfte des Preises.

Mit einer Bildschirmdiagonalen von 27 Zoll und einer Auflösung jenseits von Full HD ist das Thunderbolt-Display von Apple (fast) allein auf dem Markt. AOC bietet mit dem q2770Pqu einen Bildschirm an, der sich an professionelle Anwender richtet und Ähnliches leistet. Bei unserem Test fiel allerdings auf, weshalb 27-Zoll-Bildschirme normalerweise nur mit Full HD verkauft werden: damit es beim Anwender funktioniert.

Volle Auflösung nur mit DisplayPort

Denn der AOC q2770Pqu kann mit diversen Anschlüssen betrieben werden: Neben dem analogen VGA-Anschluss gibt es DVI-D, HDMI und DisplayPort. VGA haben wir nicht getestet, aber sowohl DVI-D als auch HDMI sind, jedenfalls mit unseren Kabeln und Rechnern, an der Auflösung gescheitert. Mehr als Full HD (1920 x 1080) wurde so nicht realisiert. Abhilfe schaffte erst ein DisplayPort-Kabel. Dieses muss separat gekauft werden, denn ein Mac hat einen Mini-DisplayPort-Ausgang (in neueren Modellen zusammen mit Thunderbolt), während der Bildschirm mit DisplayPort ausgestattet ist.

Unser Testgerät wurde in schickem schwarzen Gehäuse geliefert. Das Gewicht fällt beim Auspacken ein bisschen negativ auf, aber im Betrieb gibt es dadurch keine Probleme. Der Standfuß hinterlässt einen stabilen Eindruck. Allerdings fiel uns bei der Inbetriebnahme auf, dass ein iMac und der Bildschirm nicht auf Anhieb gut zusammenarbeiten wollten. Erst ein Reset der Farbeigenschaften verschaffte klares Bild, obwohl sich an den zahlreichen Einstellungen nichts geändert hat. Vorher war augenscheinlich eine Art Bildverbesserung aktiv, die die Schrift unschärfer erscheinen ließ, als sie eigentlich war. Als Profi-Feature kann man die Möglichkeit bezeichnen, den Bildschirm um 90 Grad zu drehen. Außerdem lässt sich die Bildfläche neigen und in der Höhe verstellen.

Im Betrieb

Nachdem die Inbetriebnahme geglückt war, lieferte der AOC q2770Pqu ein solides Bild ab. Das PLS-Panel muss sich hinter dem des iMac 27 Zoll nicht verstecken. Im Eizo-Monitor-Test leistete sich der Bildschirm keinen Schnitzer: Das Bild ist gleichmäßig ausgeleuchtet und alle (Sub-)Pixel funktionieren einwandfrei. Der Stromverbrauch lag bei 23 bis 30 Watt im Betrieb, 2,5 Watt im Standby und 0,7 W im ausgeschalteten Zustand. Letzterer Wert kann mithilfe des mechanischen Power-Schalters auf 0 Watt reduziert werden. Insgesamt liegen unsere Messergebnisse nah an den Herstellerversprechen.

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Fazit

Ein etwas fades Gefühl hinterlässt der Lieferumfang des AOC q2770Pqu, der außer dem Bildschirm samt Netzteil und Treiber-CD aus VGA- und DVI-Kabel besteht. Denn mit keinem der Kabel war es uns möglich, die volle Bildschirmauflösung zu nutzen. Darüber hinaus kann die Verarbeitung nicht mit Apples Thunderbolt-Display mithalten. Dafür ist der LCD-Monitor mit einem attraktiven Preis (rund 480 Euro bei Amazon) ausgestattet und auf der Haben-Seite steht außerdem eine gute Bildqualität. Im Vergleich zu Apples Thunderbolt-Display muss man eigentlich nur auf die Ladefunktion eines MacBook Air oder MacBook Pro verzichten via Magsafe verzichten.



Test: AOC q2770Pqu ein Ersatz für Apples Thunderbolt-Display?
3.67 (73.33%) 3 Bewertungen

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Wertung

7/10
gute Ausleuchtung
ordentliche Bildqualität
günstiger Preis
geringer Stromverbrauch
kein Kabel für 2560 x 1440 mitgeliefert
Gewicht

Zuletzt kommentiert






 3 Kommentar(e) bisher

  •  JeanLuc7 (18. November 2014)

    Hi,
    Es liegt sicher nicht am Kabel – Ihr braucht für den Anschluss eines solchen Displays einen Monitorausgang, der Dual-DVI unterstützt, und offenbar sind die von Euch getesteten Ausgänge dafür nicht geeignet. Dann bekommt man eben nur FullHD.
    Falls noch verfügbar, testet das ganze mal an einem alten MacBook Pro, die Serien bis 2008, die noch einen DVI-Ausgang hatten. Damit sollte es gehen – auch mit dem mitgelieferten Kabel.

  •  Alexander Trust (19. November 2014)

    Ich glaube du meinst einen Eingang? Weil Ausgänge hat der getestete Monitor genügend.

    Wir können deine Behauptung ansonsten leider nicht verifizieren.

    Aber angenommen, du hättest Recht, dann ist einerseits das Marketing für den Monitor nicht richtig geplant, weil ja Thunderbolt als neuer, zukunftsträchtiger Anschluss vorgesehen ist. Zudem wollen andererseits die Leute sicherlich keine Laptop-Technik aus 2008 mit einem Monitor aus 2014 betreiben, jedenfalls nicht das Gros. Denn das Gerät mit dieser Auflösung benötigt ja entsprechende Hardware, damit es performant betrieben werden kann in unterschiedlichen Konstellationen und der Monitor ist für den Desktop-Arbeitsplatz gemacht. Dem Laptop aus 2008 würde man mit seiner Onboard-Lösung keinen Gefallen tun, wenn man damit dauerhaft, für jeden Zweck so eine hohe Auflösung betreiben wollte.

    Und ganz ehrlich, man sucht, wenn man das kritisiert, nicht das Haar in der Suppe, sondern muss ernüchtert feststellen, dass man mit den Bordmitteln nicht weit kommt.

  •  Stefan Keller (19. November 2014)

    Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel, dass der Thunderbolt-Port am rMBP aus 2014 mit den hohen Auflösungen nicht zurecht kommen soll, während ein DVI-Ausgang an einem 2008er MBP das können soll. Und aus jenem rMBP (und aus einem 2011er iMac) kam ohne DisplayPort nur 1080p raus, so leid es mir tut.


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