macOS Sierra: Quellcode der Darwin-Bestandteile nun öffentlich

Marco Jahn, den 25. November 2016
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Das neue MacBook Pro mit macOS Sierra, Bild: Apple, Motiv im Browser: David McLeod

Apples derzeitige Betriebssystemsflotte basiert auf dem Kernel „Darwin“, der aus NeXTSTEP resultiert, das wiederum auf BSD basiert. Es handelt sich also um freie Software. Den Teil, der frei ist, hat Apple nun in Form seines Quellcodes veröffentlicht.

Quellcode einsehbar

Bei Darwin handelt es sich um einen Betriebssystemkern, den Apple verwendet, um daraus macOS, tvOS, iOS und watchOS zu machen. Die Software wurde unter der BSD-Lizenz freigegeben und ist damit quelloffen. Wie bei bislang jeder Version von macOS (bzw. damals Mac OS X der OS X) hat Apple nun den Quellcode der relevanten Komponenten freigegeben.

Darwin selbst besteht aus dem Kernel, einigen Treibern und einer Reihe von Tools, die vor allem für die Kommandozeile genutzt werden. Das, was die Systeme aber aus Sicht des Nutzers ausmacht, etwa die grafische Oberfläche, ist nicht Teil von Darwin und wurde deshalb auch nicht veröffentlicht.

Seit Mac OS X 10.0 hat Apple für jede Ausgabe die Darwin-Quellen zur Verfügung gestellt. Früher gab es sogar fertige ISO-Images, mit denen sich Darwin starten ließ. In der Folge sind einige Betriebssysteme daraus entwickelt worden, die ebenfalls Darwin als ihre Grundlage verwenden, beispielsweise OpenDarwin oder PureDarwin.


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