Qualcomm klagt: Apple lügt und Intel ist zu langsam

By Qualcomm (Página Oficial de Qualcomm) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Qualcomm (Página Oficial de Qualcomm) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Nachdem es aus allen Richtungen unter Feuer geriet, möchte Qualcomm nun den Spieß umdrehen. Es wirft Apple Vertragsbruch, Patentverletzungen und ein fehlendes Verständnis des Marktes vor.

Der US-Chipdesigner Qualcomm erhebt schwere Vorwürfe gegen Apple. In einer 134 Seiten langen Beschwerdeschrift erklärt der weltweit größte Anbieter von mobilen Chips, Apples iPhone hätte es ohne Qualcomms Technologien nicht geben können. Apple habe das moderne Smartphone, das die Vorteile mobiler Produkte einer breiten Masse von Verbrauchern erst erschlossen habe, auf Basis von Qualcomms grundlegenden Mobilfunktechnologien geschaffen.

Bild: Qualcomm

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Qualcomms Vorwürfe sind in vieler Hinsicht eine Retourkutsche und gehen auf Vorwürfe ein, die Apple zuvor erhoben hatte. Die beiden Unternehmen liegen bereits länger im Streit über unfaire Lizenzgebühren, zudem ist Qualcomm zuletzt verschiedentlich ins Visier von Kunden und Wettbewerbshütern geraten.

Apple: Wurden von Qualcomm zu unfairen Lizenzzahlungen genötigt

So werfen Kartellbehörden in den USA, Südkorea und der EU Qualcomm ähnliche Verstöße vor, wie sie Apple dem Unternehmen zur Last legt: Qualcomm, so heißt es verschiedentlich, soll Wettbewerber jahrelang zu überflüssigen Lizenzzahlungen genötigt haben, diese greifen auch dann, wenn Unternehmen nicht bei Qualcomm, sondern bei Intel einkaufen, da nach Qualcomms Lesart dennoch standardrelevante Mobilfunktechnologien zum Einsatz komme. Betroffen sind hier vor allem die Modem-Chips in den Smartphones. All diese Vorwürfe weist Qualcomm in der Klageschrift gegen Apple erneut energisch von sich, behauptet über dies, Apple habe Qualcomms Lizenzpraktiken bewusst falsch dargestellt und zudem die Leistung seiner Modem-Chips bewusst gedrosselt, um Wettbewerber Intel, dessen Modems langsamer seien, nicht schlecht aussehen zu lassen. Sodann habe sich Qualcomm nicht zur tatsächlichen Leistung der im iPhone 7 verbauten Modems äußern dürfen, behauptet das Unternehmen.

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Geschrieben von Jonny Random
Geschrieben am 12.04.2017
Zuletzt aktualisiert am 11.04.2017
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