Empire: 22. May 2017,

Magic Keyboard: Worin liegt eigentlich die Magie?

Magic Keyboard
Magic Keyboard

Mittlerweile gibt es schon eine Weile “magische” Peripherie von Apple. Das Magic Trackpad hat genau wie die Magic Mouse inzwischen seine zweite Generation erreicht, das Magic Keyboard ist derzeit das erste seiner Art. Worin liegt aber die Magie in der Tastatur – es ist doch nur eine Tastatur, oder?

Koppeln? Ganz einfach

Sicherlich: Ein bisschen übertreibt Apple mit der Bezeichnung “magisch” etwas. Der Maus und dem Trackpad könnte man noch die vielen Gesten zu Gute halten, die die Eingabegeräte unterstützen, aber die Tastatur hat da nichts von. Es ist eine Tastatur. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich aber einiges geändert. So wurden die Tasten flacher und etwas größer gemacht. Sie “wackeln” nicht mehr so stark wie zum Beispiel bei der USB-Tastatur. Auf der neuen Technik, die beim MacBook 12 Zoll und MacBook Pro 2016 zum Einsatz kommt, basiert die Technik aber dennoch nicht.

Dafür geht das Koppeln ganz einfach. An einem Mac mit hinreichend aktuellem Betriebssystem muss nur der Power-Schalter eingeschaltet werden und das USB-Kabel – im Übrigen ein Lightning-Kabel wie beim iPhone – mit dem Mac verbunden werden. Schwupps, ist die drahtlose Verbindung bereit, das Kabel kann abgezogen werden. Es ist wirklich so einfach.

Bluetooth-Tastatur durch und durch

Auf der anderen Seite handelt es sich natürlich um eine Bluetooth-Tastatur. Das bedeutet, dass man sie auch auf dem iPad nutzen kann – oder mit beliebigen anderen mobilen Geräten. Dafür muss sie jedoch gekoppelt werden und das geht etwas komplizierter als beim Mac. In den Einstellungen muss Bluetooth aktiviert sein. Das Magic Keyboard wird dann als Gerät erkannt und kann gekoppelt werden.

Aber auch bei Geräten, die nicht mitspielen möchten, kann sich das Magic Keyboard nützlich machen. Im Unterschied zur alten kabellosen Tastatur von Apple, wird das Magic Keyboard zu einer USB-Standardtastatur, wenn das USB-Kabel angeschlossen ist. Eigentlich dient das nur zum Laden des Akkus,  aber solange das Kabel steckt, wird die Bluetooth-Verbindung gekappt, aber die Tastatur kann dennoch verwendet werden. Der Akku soll laut Apple übrigens mehrere Monate halten – auch gut, so liegt das Lightning-Kabel auf Abruf bereit, falls dem iPhone der Strom ausgeht. Und das passiert wesentlich öfter.

Nichts für Zahlenfreunde

Kommen wir zum kleinen Nachteil des Magic Keyboard – es ist ausschließlich ohne Zifferblock erhältlich. Nur die kompakte Version hat es bislang geschafft, in den Verkauf zu kommen, ähnlich wie beim Vorgänger. Wer den Numblock wünscht, weil er viel mit Zahlen zu tun hat oder die Rechentasten schätzt, muss derzeit auf das USB-Keyboard zurückgreifen oder mit einer Tastatur eines anderen Herstellers leben. Immerhin sind die 119 Euro, die Apple dafür aufruft, auch aufgrund des Alters, nicht mehr unbedingt der Richtpreis – bei etwa 90 Euro geht die Reise schon los.



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