Empire: 27. September 2017,

Plugins bereichern Programme – und vor allem Browser

Firefox
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Man muss ja nicht alles können, aber man sollte sich erweitern können. So ungefähr heißt es in der Wirtschaft und das ist auch bei Programmen nicht anders. Dort müssen nicht unbedingt alle Features von Hause aus verfügbar sein, aber eine Schnittstelle für eine Erweiterung wäre schon sehr schön. Den wohl größten Stellenwert hat das aktuell bei Browsern – und da muss ganz besonders einer genannt werden: Mozilla Firefox.

Mehr als nur ein Browser

Zugegeben, auch unter den Browsern war Firefox nicht der erste, der sich erweitern ließ. Tatsächlich bleibt die Trophäe aber in der Familie. Netscape konnte als erster Browser mit seiner NPAPI (Netscape Plugin Application Programming Interface) erweitert werden – wenngleich man seinerzeit etwas Anderes damit verbunden hat. Während es damals primär darum ging, weitere Inhalte wie Flash oder Java anzuzeigen, funktionieren Browser-Plugins mittlerweile ganz anders. Auch die Installation ist eine vollkommen andere, wie www.plugins.de zeigt.

Es geht zwar weiterhin darum, die Funktionen des Browsers zu erweitern. Aber diesmal geht es um tatsächliche Funktionen statt um die Darstellung proprietärer Inhalte. Das Browser-Plugin rüstet verschiedene Funktionen nach. Sie können Entwicklern dabei helfen, Fehler auf Webseiten zu finden, können das Surfen angenehmer gestalten oder Informationen offenbaren, beispielsweise wo ein Server steht. Auch Passwort-Manager sind bekannte Beispiele für ein Browser-Plugin. Mit ihnen können automatisch Login-Felder ausgefüllt werden.

Wie funktioniert das?

Moderne Browser-Plugins machen sich zunutze, dass die Oberfläche des Browsers nur noch sehr selten native Fenster des Betriebssystems sind. Stattdessen funktionieren sie ähnlich wie eine Webseite selbst. Das Firefox-Interface wird durch eine Abwandlung von JavaScript angezeigt und da können sich Plugins einklinken. Für Entwickler von Plugins hat das den Vorteil, dass sie oftmals einen Hintergrund als Web-Entwickler haben und daher selten umlernen müssen. Für den Nutzer ist vorteilhaft, dass er das Plugin meist ohne Neustart sofort nutzen kann.

So gut wie alle wichtigen Browser haben einen Plugin-Store. Bei Chrome ist das eine Webseite, bei Safari finden sich die Addons im App Store und Firefox hat überhaupt keine Präferenzen: Die Plugins können entweder über den eingebauten Store gesucht und installiert werden oder von externen Seiten kommen.

Sind Plugins sicher?

Sicherheit und Datenschutz sind ein großes Thema im Internet. Während die althergebrachten Plugins, die in der Regel die NPAPI verwenden, theoretisch fast kompletten Zugriff auf das System haben, kommen moderne Plugins mit Restriktionen. Die Entwickler des Browsers entscheiden, was ein Plugin darf und was nicht. Google Chrome holt sich beispielsweise bei der Installation die Genehmigung des Nutzers ein, wenn ein Plugin sensible Daten lesen will – ein Passwort-Manager, der automatisch Login-Felder ausfüllt, sollte beispielsweise den Inhalt der aktiven Webseite betrachten und auch manipulieren können.



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