News & Rumors: 18. November 2017,

Amnesty International kritisiert Apple wegen Kobalt

SONY DSC
Bild: Wikipedia

Die Menschenrechtsorganisation hatte vor zwei Jahren großen Unternehmen vorgeworfen, Kinderarbeit im Kongo in Kauf zu nehmen. Zwar gelobten diese Besserung, doch kämen sie ihren Sorgfaltspflichten nicht nach, meint Amnesty.

Vor dem Hintergrund möglicher Kinderarbeit bei der Förderung von Kobalt im Kongo wirft Amnesty International großen Unternehmen vor, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen. Dabei hat die Menschenrechtsorganisation vor allem IT-Konzerne wie Microsoft, Samsung und Apple im Blick, aber auch Autohersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW. Das will der neue Amnesty-Bericht “Time to recharge” aufzeigen.

Kobalt ist ein wichtiger Stoff bei der Herstellung von Akkus. Diese benötigen die IT-Unternehmen vor allem für ihre Smartphones, Tablets und Notebooks, Autohersteller unter anderem für ihre Elektroautos. Die Kobalt-Nachfrage wächst durch den steigenden Bedarf an effizienten Energiespeichern.

29 Unternehmen im Fokus

“Keines der von Amnesty International untersuchten 29 Unternehmen kommt seinen Sorgfaltspflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen hinreichend nach”, geht aus dem Bericht hervor. BMW habe sich in einigen Aspekten verbessert und unter den Autoherstellern als bester abgeschnitten, zeige jedoch weiterhin deutliche Mängel. Volkswagen und Daimler wiesen erhebliche Mängel auf.

Amnesty International und African Resources Watch hatten vor knapp zwei Jahren bereits einen Bericht vorgelegt, laut dem in kleinen Kobaltminen im Süden des Kongos geschätzt 40.000 Minderjährige unter prekären Bedingungen und ohne Sicherheitsausrüstung schufteten, manche von ihnen nur sieben Jahre alt. Seinerzeit hieß es, Elektronikhersteller wie Apple, Samsung und Sony versäumten es, auszuschließen, dass von Kindern gefördertes Kobalt aus dem Süden des Kongos in ihren Geräte verarbeitet werde. Große Unternehmen gründeten daraufhin die “Responsible Cobalt Initiative”, die sich für bessere Arbeitsbedingungen beim Kobalt-Abbau im Kongo einsetzen will.

Quelle: amnesty.de



Amnesty International kritisiert Apple wegen Kobalt
4.12 (82.35%) 17 Bewertungen

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Zuletzt kommentiert






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>