Empire: 23. December 2017,

Deutschkenntnisse auffrischen und eigene Sprache verbessern

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Deutsche Sprache, schwere Sprache – so heißt es im Volksmund. Während Deutsch geschrieben tatsächlich eine der längeren Sprachen ist, darf man festhalten, dass sie nicht wesentlich schwieriger ist als die meisten anderen. Dennoch ist es mithin eine gute Idee, seine eigenen Kenntnisse aufzufrischen.

Was macht Deutsch so “schwer”?

Zugegeben: Es gibt eine Reihe von Stolpersteinen, die die deutsche Sprache einem Fremdsprachler (oder auch einem Muttersprachler) in den Weg legt. Da wären zunächst einmal die zahlreichen Dialekte zu nennen. So gut wie jede Region hat ihre eigenen “Spezialwörter” (z.B. Stulle in Berlin für Brötchen) oder eigene Aussprachen. Man denke dabei an Sachsen, Bayern oder Baden-Württemberg. Nicht zuletzt gibt es, genau wie in jeder anderen Sprache, viele Ausnahmen von Regeln, besonders bei der Grammatik. Das dient alles nicht unbedingt dazu, das Erlernen zu vereinfachen.

Im Internet gibt es Deutschlehrer, die dabei helfen, unkompliziert das Sprachvermögen zu verbessern. Sie lehren dabei via Skype und können live Feedback geben, wie man sich macht und ihre Lehrmethoden auf die individuellen Fortschritte einstellen. Vorteil gegenüber einer anderen Lehrform: Der Unterricht ist absolut individuell und ergebnisorientiert.

Andere Sprachen sind kürzer

Dennoch ist auffällig, dass deutsche Wörter oftmals länger sind als zum Beispiel englische. Durchschnittlich ist ein deutscher Text etwa 20 bis 30 Prozent länger als ein inhaltsgleicher englischer. Interessant dabei: Englische Texte haben gleichzeitig mehr Wörter als deutsche. Immerhin befinden wir uns damit in guter Gesellschaft – die türkische Sprache ist in etwa gleich lang, französische Texte sind oft sogar länger als die deutschen.

Das liegt primär daran, wie man bestimmte Dinge ausdrücken würde. Englisch ist dabei oftmals praktisch veranlagt, während man im Deutschen auch um den heißen Brei herumredet. Wichtig ist das aber vor allem dann zu wissen, wenn es darum geht, einen Text in ein fertiges Layout einzuarbeiten. Ein Layout, das für eine andere Sprache konzipiert wurde, passt daher nur selten. Behelfen kann man sich schwierig: “Kürzere Sprachen” können mit weiteren Fakten oder Füllwörtern verlängert werden, eine relativ lange Sprache hingegen müsste gekürzt werden. In der Praxis entscheidet man sich eher für die Anpassung des Layouts.

Warum wird Englisch als leichter wahrgenommen?

Wer Deutsch lernt, stellt fest, dass Englisch “irgendwie” einfacher ist – auch wenn das im Grunde genommen nicht zutrifft. Englisch ist nur weiter verbreitet und da hat man dann schon die eine oder andere Vokabel aufgeschnappt. Zudem ist Englisch fehlertolerant – als Weltsprache sind auch “Native Speaker” einiges an Kummer gewohnt, wenn es um “seltsame” Wendungen geht – das Engrish.

Hinzu kommt, dass es im Englischen im Grunde genommen keine Fälle gibt. Das heißt, eigentlich gibt es sie, aber in den meisten Fällen ändern sich die Wörter dadurch nicht. Möchte man Englisch aber “richtig” lernen, wird man feststellen, dass sich die Unterschiede in der Komplexität in Grenzen halten – vor allem dann, wenn man sich britisches Englisch vornimmt, das noch viele Spuren vom Französischen beinhaltet (etwa das ou in colour). Das bedeutet, dass viele Wörter nicht so geschrieben werden, wie man sie sprechen würde. Etwas, das analog im Deutschen auch so ist. Oder mit welcher grammatikalischen Regel würde man die “Straße” mit “ß” schreiben?



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